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Die Editoren 171

Der Deklarationseditor

5.2.9Schlüsselwörter

Schlüsselwörter sind in allen Editoren in Großbuchstaben zu schreiben.

Schlüsselwörter dürfen nicht als Variablennamen verwendet werden.

5.2.10Variablendeklaration

Eine Variablendeklaration hat folgende Syntax:

<Bezeichner> {AT <Adresse>}:<Typ> {:= <Initialisierung>};

Die Teile in geschweiften Klammern {} sind optional.

Für den Bezeichner, also den Namen von Variablen ist zu beachten, daß er keine Leerstellen und Umlaute enthalten darf, er darf nicht doppelt deklariert werden und nicht identisch mit Schlüsselwörtern sein. Groß-/Kleinschreibung bei Variablen wird nicht beachtet, das heißt VAR1, Var1 und var1 sind keine unterschiedlichen Variablen. Unterstriche sind in Bezeichnern signifikant, z.B. werden "A_BCD" und "AB_CD" als unterschiedliche Bezeichner interpretiert. Mehrfach aufeinanderfolgende Unterstriche am Anfang eines Bezeichners oder in einem Bezeichner sind nicht erlaubt. Die Bezeichnerlänge sowie der signifikante Bereich sind unbegrenzt.

Alle Variablendeklarationen und Datentypelemente können Initialisierungen enthalten. Sie erfolgen mit dem Zuweisungsoperator " := ". Für Variablen von elementaren Typen sind diese Initialisierungen Konstanten. Die DefaultInitialisierung ist für alle Deklarationen 0.

Beispiel:

var1:INT:=12;

(* Integervariable mit Initialwert

12*)

 

Wenn Sie eine Variable direkt an eine bestimmte Adresse binden wollen, dann müssen Sie die Variable mit dem Schlüsselwort AT deklarieren.

Zur schnelleren Eingabe von Deklarationen verwenden Sie den

Kurzformmodus.

In Funktionsblöcken können Variablen auch mit unvollständigen Adreßangaben spezifiziert werden. Um solche Variablen in einer lokalen Instanz zu nutzen, muß dafür ein Eintrag in der Variablenkonfiguration (Resourcen) vorgenommen werden.

Beachten Sie die Möglichkeit des automatischen Deklarierens.

5.2.11AT-Deklaration

Wenn Sie eine Variable direkt an eine bestimmte Adresse binden wollen, dann müssen Sie die Variable mit dem Schlüsselwort AT deklarieren. Der Vorteil einer solchen Vorgehensweise ist, daß man einer Adresse einen

WAGO-I/O-SYSTEM 759 WAGO-I/O-PRO 32

172 Die Editoren

Der Deklarationseditor

aussagekräftigeren Namen geben kann, und daß man eine eventuelle Veränderung eines Einoder Ausgangssignals nur an einer Stelle (nämlich in der Deklaration) zu ändern braucht.

Beachten Sie, daß man auf Variablen, die auf einen Eingang gelegt sind, nicht schreibend zugreifen kann. Als weitere Einschränkung gilt, daß ATDeklarationen nur für lokale und globale Variablen gemacht werden können, also nicht für Ein und Ausgabevariablen von Bausteinen.

Beispiele:

schalter_heizung7 AT %QX0.0: BOOL;

lichtschrankenimpuls AT %IW2: WORD;

ablage AT %MX2.2: BOOL;

Hinweis:

Wenn boolsche Variablen auf eine Byte-, Wordoder DWORD-Adresse gelegt werden, belegen sie 1 Byte mit TRUE bzw. FALSE, nicht nur das erste Bit nach dem Offset !

5.2.12'Einfügen' 'Deklarations Schlüsselworte'

Mit diesem Befehl öffnen Sie eine Liste aller Schlüsselwörter, die im Deklarationsteil eines Bausteins benutzt werden können. Nachdem ein Schlüsselwort ausgewählt, und die Wahl bestätigt wurde, wird das Wort an der aktuellen Cursorposition eingefügt.

Die Liste erhalten Sie auch, wenn Sie die Eingabehilfe (<F2>) aufrufen und die Kategorie Deklarationen auswählen.

5.2.13'Einfügen' 'Typen'

Mit diesem Befehl erhalten Sie eine Auswahl der möglichen Typen für eine Variablendeklaration. Die Liste erhalten Sie auch, wenn Sie die Eingabehilfe (<F2>) aufrufen.

Die Typen sind eingeteilt in die Kategorien:

 

Standard-Typen

BOOL, BYTE etc.

 

Definierte Typen

Strukturen, Aufzählungstypen etc.

 

Standard-Funktionsblöcke

für Instanzdeklarationen

Definierte Funktionsblöcke für Instanzdeklarationen

WAGO-I/O-PRO 32 unterstützt sämtliche Standard-Typen der Norm IEC 61131-3.

Beispiele für die Verwendung der verschiedenen Typen befinden sich im

Anhang F.

WAGO-I/O-SYSTEM 759 WAGO-I/O-PRO 32

Die Editoren 173

Der Deklarationseditor

5.2.14Syntaxcoloring

In allen Editoren werden Sie bei der Implementierung und der Variablendeklaration optisch unterstützt. Fehler werden vermieden bzw. schneller entdeckt, dadurch daß der Text farbig dargestellt wird.

Ein ungeschlossener Kommentar, der dadurch Anweisungen auskommentiert, wird sofort bemerkt; Schlüsselwörter werden nicht versehentlich falsch geschrieben usw.

Es gilt folgende Farbgebung:

Blau

Schlüsselwörter

Grün

Kommentare in den Texteditoren

Rosa

Spezielle Konstanten (z.B. TRUE/FALSE, T#3s, %IX0.0)

Rot

Fehlerhafte Eingabe (z.B. ungültige Zeitkonstante,

 

Schlüsselwort kleingeschrieben,...)

Schwarz

Variablen, Konstanten, Zuweisungsoperatoren, ...

5.2.15Kurzformmodus

Der Deklarationseditor von WAGO-I/O-PRO 32 bietet Ihnen die Möglichkeit des Kurzformmodus. Dieser wird aktiviert, wenn Sie eine Zeile mit <Strg><Eingabetaste> beenden.

Folgende Kurzformen werden unterstützt:

Alle Bezeichner bis auf den letzten Bezeichner einer Zeile werden zu Variablenbezeichnern der Deklaration.

Der Typ der Deklaration wird durch den letzten Bezeichner der Zeile bestimmt, hierbei gilt:

B oder BOOLergibt BOOL

I oder INT ergibt

INT

R oder REAL ergibt

REAL

S oder STRING

ergibt STRING

Wenn durch diese Regeln kein Typ festgelegt werden konnte, dann ist der Typ BOOL und der letzte Identifikator wird nicht als Typ benutzt (Beispiel 1.).

Jede Konstante wird, je nach Typ der Deklaration, zu einer Initialisierung oder einer Stringlänge (Beispiele 2. und 3.).

Eine Adresse (wie im %MD12) wird um das AT ... Attribut erweitert (Beispiel 4.).

Ein Text nach einem Strichpunkt (;) wird ein Kommentar (Beispiel 4.).

Alle anderen Zeichen in der Zeile werden ignoriert (wie z.B. das Ausrufe zeichen im letzten Beispiel).

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174 Die Editoren

Der Deklarationseditor

Beispiele:

Kurzform

 

Deklaration

A

A: BOOL;

A B I 2

 

A, B: INT := 2;

ST S 2; Ein String

ST: STRING(2); (* Ein String *)

X %MD12 R 5;

 

Reelle Zahl X AT %MD12: REAL :=

5.0; (* Reelle Zahl *)

B !

B: BOOL;

5.2.16Automatisch deklarieren

Wenn im Dialog 'Projekt' 'Optionen' in der Kategorie Editor die Option Automatisch deklarieren gewählt wurde, so erscheint in allen Editoren nach Eingabe einer noch nicht deklarierten Variablen ein Dialog, mit dessen Hilfe diese Variable deklariert werden kann.

x Dialog zur Variablendeklaration

Wählen Sie mit Hilfe der Combobox Klasse, ob es sich um eine lokale Variable (VAR) Eingabevariable (VAR_INPUT), Ausgabevariable (VAR_OUTPUT), EinAusgabevariable(VAR_IN_OUT) oder eine globale Variable (VAR_GLOBAL) handelt.

Mit den Optionen CONSTANT, RETAIN können sie definieren, ob es sich um eine Konstante oder eine remanente (Retain-)Variable handelt.

Das Feld Name ist mit dem im Editor eingegebenen Variablennamen

vorbelegt, das Feld Typ mit BOOL. Mit der Schaltfläche erhalten Sie hier den Dialog der Eingabehilfe zur Auswahl aller möglichen Datentypen.

Wird als Typ der Variable ARRAY (Feld) ausgewählt, so erscheint der Dialog zur Eingabe der Array-Grenzen.

x Deklarationseditor für Arrays

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Die Editoren 175

Der Deklarationseditor

Für jede der drei möglichen Dimensionen (Dim.) können unter Start und Ende die Arraygrenzen eingegeben werden,indem durch Mausklick auf das entsprechende Feld ein Editierrahmen geöffnet wird. Im Feld Typ wird der

Datentyp des Arrays angegeben. Über die Schaltfläche kann hierzu ein Eingabehilfedialog aufgerufen werden.

Beim Verlassen des Array-Grenzen-Dialogs über die Schaltfläche OK wird aus den Angaben das Feld 'Typ' im Dialog Variablendeklaration im IECFormat belegt. Beispiel: ARRAY [1..5, 1..3] OF INT

Im Feld Initialwert können Sie den Initialwert der zu deklarierenden Variable eintragen. Ist diese ein Array oder eine gültige Struktur, können Sie über die

Schaltfläche oder <F2> einen speziellen Initialisierungsdialog öffnen, bzw. bei anderen Typen den Eingabehilfedialog.

Im Initialisierungsdialog für ein Array erhalten Sie eine Auflistung der ArrayElemente und können mit Mausklick auf die Stelle hinter ":=" ein Editierfeld zum Eintragen des Initialwerts eines Elements öffnen.

Im Initialisierungsdialog für eine Struktur werden die einzelnen Komponenten in Baumstruktur dargestellt. In Klammern hinter dem Variablennamen stehen Typ und Default-Initialwert der Komponente, dahinter folgt jeweils ":=". Bei Mausklick auf das Feld hinter ":=" öffnet ein Editierfeld, in dem Sie den gewünschten Initialwert eingeben. Ist eine Komponente ein Array, können im Initialisierungsdialog durch Mausklick auf das Pluszeichen vor dem ArrayNamen die einzelnen Felder des Arrays aufgeklappt und mit Initialwerten editiert werden.

Nach Verlassen des Initialisierungsdialogs mit OK erscheint im Feld Initialwert des Deklarationsdialogs die Initialisierung des Arrays bzw. der Struktur im IEC-Format.

Beispiel: x:=5,feld:=2,3,struct2:=(a:=2,b:=3)

Im Feld Adresse können Sie die zu deklarierende Variable an eine IECAdresse binden (AT-Deklaration).

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