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WAGO-I/O-PRO 32 V2.2 Übersicht

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Die Sprachen

 

 

 

2.4.3.7Qualifier

Zum Assoziieren der Aktionen zu IEC-Schritten stehen folgende Qualifier (Bestimmungszeichen) zur Verfügung:

N

Non-stored

die Aktion ist solange aktiv wie der Schritt

 

 

 

R

overriding Reset

die Aktion wird deaktiviert

 

 

 

S

Set (Stored)

die Aktion wird aktiviert und bleibt bis zu einem Reset aktiv

 

 

 

L

time Limited

die Aktion wird für eine bestimmte Zeit aktiviert, maximal

 

 

solange der Schritt aktiv ist

 

 

 

D

time Delayed

die Aktion wird nach einer bestimmten Zeit aktiv, sofern der

 

 

Schritt noch aktiv ist und dann solange der Schritt aktiv ist

 

 

 

P

Pulse

die Aktion wird genau einmal ausgeführt, wenn der Schritt

 

 

aktiv wird

 

 

 

SD

Stored and time

die Aktion wird nach einer bestimmten Zeit aktiviert und bleibt

 

Delayed

bis zu einem Reset aktiv

 

 

 

DS

Delayed and Stored

die Aktion wird nach einer bestimmten Zeit aktiviert, sofern

 

 

der Schritt noch aktiv ist und bleibt bis zu einem Reset aktiv

 

 

 

SL

Stored and time

die Aktion ist für eine bestimmte Zeit aktiviert

 

Limited

 

 

 

 

 

 

 

Die Bestimmungszeichen L, D, SD, DS und SL benötigen eine Zeitangabe im TIME-Konstantenformat, z.B. L T#5s.

Hinweis:

Wird eine Aktion deaktiviert, so wird sie noch einmal ausgeführt. Das heißt, daß jede Aktion mindestens zweimal ausgeführt wird (auch eine Aktion mit Qualifier P).

Bei einem Aufruf werden zuerst die deaktivierten Aktionen in alphabetischer Reihenfolge abgearbeitet und dann alle aktiven Aktionen wiederum in alphabetischer Reihenfolge.

Warnung:

Wird dieselbe Aktion in zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Schritten mit Qualifiern benutzt, die den zeitlichen Ablauf beeinflussen, kann bei der zweiten Verwendung der Zeit-Qualifier nicht mehr wirksam werden. Um dies zu umgehen, muß ein Zwischenschritt eingefügt werden, so daß in dem dann zusätzlich zu durchlaufenden Zyklus der Aktionszustand erneut initialisiert

WAGO-I/O-SYSTEM 759 WAGO-I/O-PRO 32

38WAGO-I/O-PRO 32 V2.2 Übersicht

Die Sprachen

werden kann.

2.4.3.8Implizite Variablen in AS

In der AS gibt es implizit deklarierte Variablen, die verwendet werden können.

Zu jedem Schritt gehört ein Flag, welches den Zustand des Schritts speichert. Das Schritt-Flag (aktiver oder inaktiver Zustand des Schritts) heißt <StepName>.x bei IEC-Schritten bzw. <StepName> bei den vereinfachten Schritten. Diese boolsche Variable hat den Wert TRUE, wenn der zugehörige Schritt aktiv ist, und FALSE, wenn er inaktiv ist. Sie kann in jeder Aktion und Transition des AS-Bausteins benutzt werden.

Ob eine IEC-Aktion aktiv ist oder nicht, kann mit der Variablen <AktionsName>.x abgefragt werden.

Bei den IEC-Schritten kann mit den impliziten Variablen <StepName>.t die aktive Zeitdauer der Schritte abgefragt werden.

Auf die impliziten Variablen kann auch von anderen Programmen aus zugegriffen werden. Beispiel: boolvar1:=sfc.step1.x; Dabei ist step1.x die implizite boolsche Variable, die den Zustand von IEC-Schritt step1 im Baustein sfc1 darstellt.

2.4.3.9AS-Flags

Wenn im AS ein Schritt länger aktiv ist, als in seinen Attributen angegeben, werden einige spezielle Flags gesetzt. Darüber hinaus gibt es weitere Variablen, die Sie definieren können, um den Ablauf in der Ablaufsprache zu steuern. Um die Flags zu benutzen, müssen Sie sie global oder lokal, als Ausoder Eingabevariable deklarieren.

SFCEnableLimit: Diese spezielle Variable ist vom Typ BOOL. Wenn sie TRUE ist, werden Zeitüberschreitungen bei den Schritten in SFCError registriert. Ansonsten werden Zeitüberschreitungen ignoriert. Die Verwendung kann beispielsweise bei Inbetriebnahme oder Handbetrieb nützlich sein.

SFCInit: Wenn diese boolsche Variable TRUE ist, dann wird die Ablaufsprache auf den Init-Schritt zurückgesetzt. Die anderen AS-Flags werden ebenfalls zurückgesetzt (Initialisierung). Solange die Variable TRUE ist, bleibt der Init-Schritt gesetzt (aktiv), wird aber nicht ausgeführt. Erst wenn SFCInit wieder auf FALSE gesetzt wird, wird der Baustein normal weiterbearbeitet.

SFCReset: Diese Variable vom Typ BOOL verhält sich ähnlich wie SFCInit. Im Unterschied zu dieser wird allerdings nach der Initialisierung der Initschritt weiter abgearbeitet. So könnte beispielsweise im Initschritt das SFCReset-Flag gleich wieder auf FALSE gesetzt werden.

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SFCQuitError: Solange diese boolsche Variable TRUE ist, wird die Abarbeitung des AS-Diagramms angehalten, eine eventuelle Zeitüberschreitung in der Variablen SFCError wird dabei zurückgesetzt. Wenn die Variable wieder auf FALSE gesetzt wird, werden alle bisherigen Zeiten in den aktiven Schritten zurückgesetzt.

SFCPause: Solange diese boolsche Variable TRUE ist, wird die Abarbeitung des AS-Diagramms angehalten.

SFCError: Diese boolsche Variable wird TRUE, wenn in einem ASDiagramm eine Zeitüberschreitung aufgetreten ist. Wenn im Programm nach der ersten Zeitüberschreitung eine weitere auftritt, wird diese nicht mehr registriert, wenn die Variable SFCError vorher nicht wieder zurückgesetzt wurde.

SFCTrans: Diese boolsche Variable wird TRUE, wenn eine Transition schaltet.

SFCErrorStep: Diese Variable ist vom Typ STRING. Wird durch SFCError eine Zeitüber schreitung registriert, wird in dieser Variable der Name des Schritts gespeichert, der die Zeitüberschreitung verursacht hat

SFCErrorPOU: Diese Variable vom Typ STRING erhält im Falle einer Zeitüberschreitung den Namen des Bausteins, in dem die Zeitüberschreitung aufgetreten ist.

SFCCurrentStep: Diese Variable ist vom Typ STRING. In dieser Variablen wird der Name des Schritts gespeichert, der aktiv ist, unabhängig von der Zeitüberwachung. Bei einer Paralellverzweigung wird der Schritt im äußersten rechten Zweig gespeichert.

SFCErrorAnalyzation: Diese Variable vom Typ STRING gibt den Transitionsausdruck bzw. jede Variable eines zusammengesetzten Ausdrucks aus, welche zu einem FALSE der Transition führt und damit zu einer Zeitüberschreitung im vorangehenden Schritt. Voraussetzung dafür ist die Deklaration des Flags SFCError, das die Zeitüberschreitung registriert. SFCErrorAnalyzation greift auf eine Funktion AppendErrorString der Bibliothek analyzation.lib zurück. Der Ausgabestring trennt mehrere Komponenten durch das Zeichen "|".

SFCTip, SFCTipMode: Diese Variablen vom Typ BOOL erlauben den TipBetrieb des SFC. Wenn dieser durch SFCTipMode=TRUE eingeschaltet ist, kann nur zum nächsten Schritt weitergeschaltet werden indem SFCTip auf TRUE gesetzt wird. Solange SFCTipMode auf FALSE gesetzt ist, kann zusätzlich auch über die Transitionen weitergeschaltet werden.

2.4.3.10Alternativzweig

Zwei oder mehr Zweige in AS können als Alternativverzweigungen definiert werden. Jeder Alternativzweig muß mit einer Transition beginnen und enden. Alternativverzweigungen können Parallelverzweigungen und weitere

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