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48 Feldbus-Controller 750-819

Betriebssystem

3.2.4 Betriebssystem

3.2.4.1 Hochlauf

Nach Einschalten der Versorgungsspannung oder nach Hardware-Reset läuft der Controller hoch. Das im Flash-Speicher vorhandene PFC-Programm wird ins RAM übertragen.

In der Initialisierungsphase ermittelt der Feldbus-Controller die Busklemmen und die vorliegende Konfiguration und setzt die Variablen auf 0 bzw. auf FALSE oder auf einen von dem PFC-Programm vorgegebenen Initialwert, sofern die Daten nicht mit Netzwerkvariablen verbunden sind. Die Merker behalten ihren Zustand bei. Während dieser Phase blinkt die "I/O"-LED rot.

Beachten

Variablen im PFC-Programm, die mit Netzwerkeingangsvariablen verbunden sind, werden nach einem Reset ebenfalls auf 0 bzw. FALSE gesetzt, auch wenn diese im Retainbereich oder als Merker definiert sind.

Variablen, die zur externen Konfiguration über den LON Feldbus genutzt werden, sollten deshalb unbedingt mit CPs (Configuration Properties) verbunden werden.

Weitere Informationen

i Weitere Informationen zu den Configuration Properties (CPs) können Sie dem Kapitel 3.2.6.1 "Speicherbereiche" und Kapitel 3.2.6.2.3 "Adressierung der Konfigurationsvariablen" entnehmen.

Nach fehlerfreiem Hochlauf geht der Controller in den Zustand "RUN". Die "I/O"-LED leuchtet grün.

Im Auslieferungszustand ist im Flash-Speicher noch kein PFC-Programm vorhanden.

Beachten

Für die Funktion des Feldbus-Controllers ist ein IEC 61131-3 Applikationsprogramm unbedingt erforderlich. Um die Daten der Busklemmen nutzen zu können, müssen diese im IEC 61131-3 Applikationsprogramm auf PFCVariablen kopiert werden.

Modulares I/O-System

LON

Feldbus-Controller 750-819 • 49

Betriebssystem

3.2.4.2 PFC-Zyklus

Nach fehlerfreiem Hochlauf startet der PFC-Zyklus bei oberer Stellung des Betriebsartenschalters oder durch einen Start-Befehl aus WAGO-I/O-PRO 32. Die Einund Ausgangsdaten des Feldbusses und der Busklemmen sowie die Werte von Zeitgebern werden gelesen. Anschließend wird das im RAM vorhandene PFC-Programm bearbeitet und danach die Ausgangsdaten des Feldbusses und der Busklemmen ins Prozessabbild geschrieben. Am Ende des PFC-Zyklus werden Betriebssystemfunktionen u. a. für Diagnose und Kommunikation ausgeführt und die Werte von Zeitgebern aktualisiert. Der Zyklus beginnt erneut mit dem Einlesen der Einund Ausgangsdaten und der Werte von Zeitgebern.

Der Wechsel der Betriebsart (STOP/RUN) erfolgt am Ende eines PFC-Zyklus.

Die Zykluszeit ist die Zeit vom Beginn des PFC-Programms bis zum nächsten Beginn. Wenn innerhalb eines PFC-Programms eine Schleife programmiert wird, verlängert sich entsprechend die PFC-Laufzeit und somit der PFCZyklus.

Während der Bearbeitung des PFC-Programms werden die Eingänge, Ausgänge und Werte von Zeitgebern nicht aktualisiert. Diese Aktualisierung findet erst definiert am Ende des PFC-Programms statt. Hieraus ergibt sich, dass es nicht möglich ist, innerhalb einer Schleife auf ein Ereignis aus dem Prozess oder den Ablauf einer Zeit zu warten.

Modulares I/O-System

LON

50 Feldbus-Controller 750-819

Betriebssystem

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im RAM vorhandenes

 

 

SPS-Programm

 

 

bearbeiten

 

“I/O”-LED

 

 

 

 

leuchtet

 

 

 

 

grün

Ausgänge schreiben

 

 

 

 

Betriebssystem-Funktionen,

 

 

Zeiten aktualisieren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Betriebsart

 

 

 

 

RUN

 

 

Versorgungsspannung

 

 

einschalten oder

 

 

Hardware-Reset

 

 

SPS-Programm

Nein

 

im Flash-Speicher

 

“I/O”-LED

 

 

Ja

 

blinkt

 

 

 

 

orange

SPS-Programm

 

 

vom Flash-Speicher

 

 

ins RAM übertragen

 

 

Controller-Selbsttest,

 

 

Ermittlung Busklemmen

 

 

und Konfiguration,

 

 

Erstellung interner Liste

 

“I/O”-LED

 

 

 

 

blinkt

Initialisierung des Systems

 

rot

 

 

 

 

 

 

 

Ja

 

Fehler

 

 

 

 

Nein

 

 

Betriebsart

STOP

 

 

 

RUN

 

SPS-

Ein-/Ausgänge u. Zeiten lesen

 

Zyklus

 

 

 

 

 

 

 

 

STOP

 

 

 

 

 

Abb. 3-13: Betriebssystem des Controllers

Controller-Selbsttest,

Ermittlung Busklemmen

und Konfiguration,

Erstellung interner Liste

Variablen auf 0 bzw. FALSE oder auf Initialwert setzen, Merker behalten ihren Zustand bei

Ja

STOP

Fehler

Nein

Betriebsartenschalter: obere Stellung oder Startbefehl in WAGO-I/O-PRO 32:

Online\Start bzw. Online\Stop

Feldbusdaten,

Busklemmendaten

Feldbusstart

Betrieb als Koppler

Feldbusdaten,

Busklemmendaten

Betriebsartenschalter:

Stellungswechsel oder

Startbefehl in

WAGO-I/O-PRO 32:

Online\Start bzw.

Online\Stop

g012941d

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