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5 Konfiguration in der Masteranschaltung

5.1 Koppler

(750-312, 750-314, 750-315, 750-316)

5.1.1 Einstellungen

Die werksseitig eingestellte Konfiguration des Kopplers kann mittels der DIP-Schalter FR und P verändert werden. Die Einstellung erfolgt vor der Inbetriebnahme. Eine Veränderung der Schalterstellungen während des laufenden Betriebes hat keine Auswirkung auf die Konfiguration. Diese wird nur beim Einschalten der Spannungsversorgung des Kopplers eingelesen.

Wie das Gehäuse vom Koppler entfernt wird, um die Einstellung vorzunehmen, ist im Kapitel ‘MODBUS-Koppler/Controller’ beschrieben.

Bild 5.1: Anordnung DIP-Schalter auf CPU-Platine, Koppler

Die Einstellungen des Kopplers werden nachfolgend beschrieben. Dabei wird mehrfach der Begriff ‘Frame’ verwendet. Ein ‘Frame’ ist ein Datenübertragungsblock.

MODBUS / Konfiguration

25

01.10.99

5.1.1.1 Standard-Einstellungen

Der Koppler wird mit folgenden Standard-Einstellungen ausgeliefert:

Benennung

Einstellung

FR

FR

FR

FR

FR

FR

P1

P2

P3

P4

P5

P6

P7

P8

Kapitel

 

 

1

2

3

4

5

6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Baudrate

9600 Bd

off

on

on

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5.1.1.2

Byte Frame

No Parity, 8 Bit

 

 

 

off

off

off

 

 

 

 

 

 

 

 

5.1.1.3

 

1 Stop Bit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

End of Frame

3 x Frame Time

 

 

 

 

 

 

off

off

off

 

 

 

 

 

5.1.1.4

Time

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Modus

RTU-Modus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

on

 

 

 

 

5.1.1.5

Error Check

wird bearbeitet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

on

 

 

 

5.1.1.6

Extended

ohne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

off

 

 

5.1.1.7

Functions

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Watchdog

eingeschaltet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

off

 

5.1.1.8

Update

normaler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

off

5.1.1.9

Firmware

Betrieb

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tabelle 5.1: Standard-Einstellungen, Koppler

5.1.1.2 Einstellung der Baudrate

Die Baudrate wird mittels DIP-Schalter FR 1 bis FR 3 eingestellt.

Baudrate

Baudrate

FR1

FR2

FR3

750-312/314

750-315/316

 

 

 

 

 

 

 

 

150 Bd

38400 Bd

off

off

off

 

 

 

 

 

300 Bd

57600 Bd

on

off

off

 

 

 

 

 

600 Bd

115200 Bd

off

on

off

 

 

 

 

 

1200 Bd

1200 Bd

on

on

off

 

 

 

 

 

2400 Bd

2400 Bd

off

off

on

 

 

 

 

 

4800 Bd

4800 Bd

on

off

on

 

 

 

 

 

9600 Bd

9600 Bd

off

on

on

 

 

 

 

 

19200 Bd

19200 Bd

on

on

on

 

 

 

 

 

Tabelle 5.2: Baudraten, Koppler

Die Standard-Einstellung ist 9600 Baud.

26

MODBUS / Konfiguration

01.10.99

5.1.1.3 Fehlererkennung, Länge der Zeichenfolge

Zu jedem Byte kann zusätzlich ein Parity Bit gesendet werden. Mit Hilfe des Parity Bit werden Fehler in der Datenübertragung erkannt. Man unterscheidet zwischen gerader (Even Parity), ungerader (Odd Parity) und keiner (No Parity) Paritätsprüfung.

Dazu wird die Anzahl der gesetzten Bits (=1) in den übertragenen Datenbytes gezählt. Bei der Übertragung der Zeichenfolge 1100 0101 ist beispielsweise die Anzahl der gesetzten Bits gerade, nämlich 4. Wurde die Einstellung eines Even Parity Bit gewählt, so wird dieses in diesem Fall zu 0 gesetzt, damit die Anzahl der gesetzten Bits immer noch gerade bleibt. Analog dazu würde das Odd Parity Bit zu 1 gewählt, damit die Anzahl der gesetzten Bits ungerade wird.

Diese Art der Fehlererkennung ist bei einem Fehler gesichert, bei mehreren Fehlern aber unter Umständen nicht mehr gewährleistet. Falls der Koppler einen Parity-Fehler erkennt, wird der Frame ignoriert und erst nach erneutem ‘Start of Frame’ kann ein neuer Frame empfangen werden.

Falls der Slave fehlerhafte Frames empfängt, werden diese nicht beantwortet. Der Master erkennt diesen Fehler dadurch, dass nach voreingestellter Zeit (Time-out) kein entsprechender Frame empfangen wird.

Beim MODBUS-Koppler 750-312 kann ein Parity Bit an jedes Byte angehängt werden. Die Datenlänge kann zu 7 oder 8 Bit gewählt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, 1 bis 3 Stop Bits einzufügen.

Byte Frame

Datenlänge

Stop Bits

FR4

FR5

FR6

 

 

 

 

 

 

No Parity

8

1

off

off

off

 

 

 

 

 

 

Even Parity

8

1

on

off

off

 

 

 

 

 

 

Odd Parity

8

1

off

on

off

 

 

 

 

 

 

No Parity

8

2

on

on

off

 

 

 

 

 

 

No Parity

7

2

off

off

on

Even Parity

7

1

on

off

on

 

 

 

 

 

 

Odd Parity

7

1

off

on

on

 

 

 

 

 

 

No Parity

7

3

on

on

on

 

 

 

 

 

 

Tabelle 5.3: Byte Frame, Koppler

Die Standard-Einstellung ist No Parity, 8 Bit Datenlänge und 1 Stop Bit.

Der DIP-Schalter FR6 wird bei der Übertragung im RTU-Modus ignoriert, da das Format bei diesem Modus auf 8 Bit festgelegt ist.

MODBUS / Konfiguration

27

01.10.99

5.1.1.4 End of Frame Time

Die End of Frame Time ist die Ruhezeit nach einem Frame, die benötigt wird, um den Repeater im Slave umzuschalten. Diese Zeit muss so bemessen sein, dass Lücken während eines Frames nicht zur fehlerhaften Erkennung von End of Frame Time führen. Die Einstellung der End of Frame Time erfolgt mittels DIP-Schalter P1 bis P3.

End of Frame Time

P1

P2

P3

 

 

 

 

3 x Frame Time

off

off

off

 

 

 

 

100 ms

on

off

off

 

 

 

 

200 ms

off

on

off

 

 

 

 

500 ms

on

on

off

 

 

 

 

1 s

off

off

on

 

 

 

 

1 ms

on

off

on

 

 

 

 

10 ms

off

on

on

 

 

 

 

50 ms

on

on

on

 

 

 

 

Tabelle 5.4: End of Frame Time, Koppler

Die Standard-Einstellung ist 3 x Frame Time. Die Einstellungen 1 ms, 10 ms und 50 ms sind erst ab Firmware-Version 2.5 des MODBUS-Kopplers implementiert.

5.1.1.5 ASCII-/RTU-Modus

Es gibt zwei unterschiedliche Übertragungsmodi beim MODBUS:

ASCII-Modus:

Jedes Byte (8 Bit) wird als 2 ASCII-Zeichen gesendet.

Vorteil:

Es werden darstellbare Zeichen übertragen. Die Lücken zwischen

 

den Zeichen müssen nicht beachtet werden, sofern sie eine Sekunde

 

nicht überschreiten.

RTU-Modus:

Jedes Byte (8 Bit) besteht aus zwei 4 Bit hexadezimalen Zeichen.

Vorteil:

Da für jedes Byte nur 1 Zeichen übertragen wird, wird ein höherer

 

Datendurchsatz erreicht, als beim ASCII-Modus.

Die Einstellung erfolgt mittels DIP-Schalter P4.

Modus

P4

 

 

ASCII

off

 

 

RTU

on

 

 

Tabelle 5.5: ASCII-/RTU-Modus, Koppler

Die Standard-Einstellung ist RTU-Modus.

28

MODBUS / Konfiguration

01.10.99

5.1.1.6 Error Check

Aus dem zu übertragenden Frame im Sender (übergeordnete Steuerung) wird eine Prüfsumme (CRC) errechnet. Diese wird im Frame zum Empfänger (Koppler) übertragen. Wenn der Error Check aktiviert ist, wird diese Prüfsumme mit der nach derselben Vorschrift errechneten Prüfsumme im Koppler verglichen. Ein Fehler wird durch die rote LED ‘CRC’ gemeldet.

Achtung:

Diese Option darf nicht während des laufenden Betriebs eingestellt werden!

Der Error Check wird mit dem DIP-Schalter P5 eingestellt.

Error Check

P5

 

 

ignoriert

off

 

 

wird bearbeitet

on

 

 

Tabelle 5.6: Error Check, Koppler

Die Standard-Einstellung ist der eingeschaltete Error Check.

5.1.1.7 Extended Functions

Die Register für weitere interne Diagnosemöglichkeiten (Extended Functions) im Adressraum des Kopplers sind noch nicht verfügbar. Daher ist der DIP-Schalter P6 immer in der Standard-Einstellung (off) zu belassen.

Extended Functions

P6

 

 

ohne

off

 

 

verfügbar

on

 

 

Tabelle 5.7: Extended Functions, Koppler

In der Standard-Einstellung sind die weiteren Diagnosemöglichkeiten abgeschaltet.

MODBUS / Konfiguration

29

01.10.99

5.1.1.8 Watchdog

Der Watchdog dient zur Überwachung der Datenübertragung zwischen übergeordneter Steuerung und Koppler. Falls nach Ablauf einer vorbestimmten Zeit keine Kommunikation erfolgt ist, wird der Knoten in einen sicheren Zustand gefahren, d. h. die digitalen Ausgänge des Knotens werden auf 0 und die analogen Ausgänge auf den Minimalwert gesetzt (z. B. bei 4...20 mA auf 4 mA).

Der Watchdog wird mit dem DIP-Schalter P7 eingeschaltet.

Watchdog

P7

 

 

eingeschaltet off

ausgeschaltet on

Tabelle 5.8: Watchdog, Koppler

Die Standard-Einstellung ist der eingeschaltete Watchdog.

Die Ansteuerung des Watchdog wird im Kapitel 5.3.2 ausführlich beschrieben.

5.1.1.9 Update Firmware

Der DIP-Schalter P8 gibt das Laden einer neuen Firmware frei. Diese Funktion ist noch nicht implementiert, daher ist der Schalter immer in der Standard-Einstellung (off) zu belassen.

Achtung:

Der DIP-Schalter P8 darf nur zum Update der Firmware umgeschaltet werden. Ein Umstellen während des laufenden Betriebs kann zu Fehlfunktionen führen!

Update Firmware

P8

 

 

normaler Betrieb

off

 

 

Update Firmware

on

 

 

Tabelle 5.9: Update Firmware, Koppler

Die Standard-Einstellung ist der normale Betrieb.

30

MODBUS / Konfiguration

01.10.99

5.1.2 Datenaustausch zwischen MODBUS-Master und Busklemmen

Der Datenaustausch zwischen MODBUS-Master und Koppler erfolgt über bitoder byteweises Lesen und Schreiben.

Im Koppler gibt es 4 verschiedene Typen von Prozessdaten:

Eingangsworte

Ausgangsworte

Eingangsbits

Ausgangsbits

Die Adressen der Datenworte im Prozessabbild der Eingänge und der Ausgänge sind im nachstehenden Schaubild dargestellt:

Bild 5.2: Datenaustausch zwischen MODBUS-Master und Busklemmen

MODBUS / Konfiguration

31

01.10.99

Der wortweise Zugriff auf die digitalen Einund Ausgangsklemmen erfolgt entsprechend folgender Tabelle:

Digitale Eingänge/

8.

7.

6.

5.

 

4.

3.

2.

1.

16.

15.

14.

13.

 

12.

11.

10.

9.

Ausgänge

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Prozessdatenwort

Bit

Bit

Bit

Bit

 

Bit

Bit

Bit

Bit

Bit

Bit

Bit

Bit

 

Bit

Bit

Bit

Bit

 

15

14

13

12

 

11

10

9

8

7

6

5

4

 

3

2

1

0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Byte

 

 

 

High-Byte

 

 

 

 

 

 

Low-Byte

 

 

 

 

 

 

 

 

D1

 

 

 

 

 

 

 

D0

 

 

 

Tabelle 5.10: Zuordnung digitale Eingänge/Ausgänge zum Prozessdatenwort, Koppler

 

 

 

 

 

 

5.1.3 Adressierung der Busklemmen

Die Anordnung der Busklemmen in einem Knoten ist beliebig.

Die Adressierung der Busklemmen ist auf den dazugehörigen Koppler bezogen.

Die Adressierung ist wortweise organisiert und beginnt sowohl bei Eingängen als auch bei Ausgängen mit der Wortadresse ‘0’.

Die Adressierung der Busklemmen entspricht der Reihenfolge ihrer Anordnung hinter dem Koppler. Die Adressierung beginnt mit den Busklemmen, die ein oder mehr Worte pro Kanal belegen. Die Adressen der Busklemmen, die ein oder zwei Bit pro Kanal belegen, schließen sich daran an. Die Anzahl der Einund Ausgangsbits bzw. –bytes entnehmen Sie bitte den entsprechenden Datenblättern der Busklemmen.

Die Adressierung der Busklemmen, die ein oder zwei Bit pro Kanal belegen, erfolgt ebenfalls wortweise. D. h. jeweils 16 Einbzw. Ausgänge sind einem Wort zugeordnet. Falls weniger Kanäle vorhanden sind, bleiben die übrigen Bits des Wortes frei bzw. sind für Erweiterungen reserviert.

Wenn ein Knoten durch zusätzliche Busklemmen erweitert wird, für die ein oder mehr Worte pro Kanal vergeben sind, verschieben sich die Adressen der Busklemmen mit ein oder zwei Bit pro Kanal entsprechend.

Datenbreite ÿ 1 Wort / Kanal

Datenbreite = 1 Bit / Kanal

Analoge Eingangsklemmen

Digitale Eingangsklemmen

Analoge Ausgangsklemmen

Digitale Ausgangsklemmen

Eingangsklemmen für Thermoelemente

Digitale Ausgangsklemmen mit Diagnose (2 Bit / Kanal)

Eingangsklemmen für Widerstandssensoren

Einspeiseklemmen mit Sicherungshalter / Diagnose

Pulsweiten Ausgangsklemmen

Solid State Lastrelais

Schnittstellenklemmen

Relaisausgangsklemmen

Vor-/Rückwärtszähler

 

Busklemmen für Winkelund Wegmessung

 

Tabelle 5.11: Datenbreite der Busklemmen

 

 

 

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MODBUS / Konfiguration

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5.1.4 Beispielapplikation

Im folgenden Bild ist ein Beispiel für ein Prozessabbild der Eingänge dargestellt. Die Konfiguration besteht aus 10 digitalen und 8 analogen Eingängen. Das Prozessabbild hat somit eine Datenlänge von 8 Worten für die analogen und 1 Wort für die digitalen Eingänge, also 9 Worte.

Bild 5.3: Beispiel für Prozessabbild der Eingänge, Koppler

MODBUS / Konfiguration

33

01.10.99

Die folgende Konfiguration besteht aus 2 digitalen und 4 analogen Ausgängen. Sie ist ein Beispiel für das Prozessabbild der Ausgänge. Es besteht aus 4 Worten für die analogen und einem Wort für die digitalen Ausgänge.

Bild 5.4: Beispiel für Prozessabbild der Ausgänge, Koppler

34

MODBUS / Konfiguration

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