- •INHALTSVERZEICHNIS
- •Inhaltsverzeichnis zu Register 2
- •WAGO-I/O-SYSTEM
- •Komponenten
- •Montage
- •Verfahren der Dezentralisierung
- •MODBUS-Koppler/Controller
- •Hardware
- •Einspeisung
- •Stationsadresse
- •Betriebsartenschalter
- •Feldbusanschluss
- •Technische Daten
- •Abmessungen
- •Koppler
- •Controller
- •MODBUS
- •Konfiguration in der Masteranschaltung
- •Koppler
- •Controller
- •Gemeinsame Funktionen Koppler/Controller
- •Inbetriebnahme und Diagnose
- •Hochlauf und Fehleranzeigen
- •MODBUS-LED
- •Inbetriebnahme des Controllers mit WAGO-I/O-PRO
- •Allgemeine Betriebsbedingungen
- •Klimatische Umgebungsbedingungen
- •Mechanische Umgebungsbedingungen
- •Schutzklasse und Schutzart
- •Vorschriften und Prüfergebnisse
- •Elektromagnetische Verträglichkeit
- •750-404 Zählerklemmen
- •750-511 Pulsweiten - Klemme
- •Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen
2.3 Stationsadresse
Die Stationsadresse wird über die beiden Codier-Schalter eingestellt. Die einstellbare Adresse liegt im Bereich zwischen 01 und 99. Der Wert 00 ist für den Programmierund Konfigurationsmode reserviert.
Der untere Codier-Schalter dient zur Einstellung der Zehnerstelle der Adresse, der obere Codier-Schalter zur Einstellung der Einerstelle. Die Adresse wird nur beim Einschalten eingelesen und gespeichert. Eine Veränderung im laufenden Betrieb hat keinen Einfluss.
Mit dem folgenden Beispiel wird Adresse 62 eingestellt:
Bild 2.5: Codier-Schalter
MODBUS / Koppler/Controller |
13 |
01.10.99
2.4 Betriebsartenschalter
Bild 2.6: Betriebsartenschalter
Der Betriebsartenschalter ist nur im Controller vorhanden und ermöglicht manuellen Run/Stop-Zustandswechsel.
Stellung Betriebsartenschalter |
Funktion |
|
Von Stop nach Run: |
Programmabarbeitung aktivieren |
|
Von Run nach Stop: |
Programmabarbeitung stoppen |
|
(Bootstrap:) |
Zum Urladen der Firmware, für Anwender nicht notwendig |
|
Hardware-Reset: |
Betriebsartenschalter z. B. mit Schraubendreher runterdrücken |
|
|
Alle Ausgänge und Merker werden rückgesetzt, Variablen auf 0 bzw. auf FALSE |
|
|
oder auf Initial-Wert gesetzt. |
|
|
Reset kann sowohl bei Stop als auch bei Run ausgeführt werden. |
|
|
|
|
Tabelle 2.1: Betriebsartenschalter, Controller |
Stop = Programmabarbeitung |
|
angehalten |
|
|
Achtung!
Wenn beim Umstellen des Betriebsartenschalters von ‘Run’ auf ‘Stop’ noch Ausgänge gesetzt sind, bleiben diese weiterhin gesetzt! Softwareseitige Abschaltungen, z. B. durch Initiatoren, sind dann unwirksam, da das Programm nicht mehr abgearbeitet wird!
(Der Wechsel der Betriebsart erfolgt intern am Ende eines Programmzyklus‘.)
14 |
MODBUS / Koppler/Controller |
01.10.99
2.5 Feldbusanschluss
2.5.1 RS 485
Koppler : 750-312 und 750-315
Controller: 750-812 und 750-815
Ein Übertragungsmedium beim MODBUS ist RS485, wobei 2 oder 4 Leiter benutzt werden können. In der folgenden Abbildung ist ein Beispiel für die 2- Leiter-Version dargestellt:
Bild 2.7: 2-Leiter-Anschluss
Der 4-Leiter-Anschluss hat demgegenüber den Vorteil, dass einfachere Repeater und Umsetzer benutzt werden können. Ein entsprechendes Beispiel ist in der nächsten Abbildung dargestellt:
Bild 2.8: 4-Leiter-Anschluss
MODBUS / Koppler/Controller |
15 |
01.10.99
Der D-SUB-Anschlussstecker wird wie folgt angeschlossen:
9-pol. D-SUB |
Signal |
Richtung |
Beschreibung |
1 |
- |
|
nicht genutzt |
2 |
RxD |
In |
Signal empfangen (4-Draht) |
3 |
TxD (RxD) |
Out |
Signal übertragen (empfangen) (2-Draht) |
4 |
DE |
Out |
Repeater Kontroll Signal |
5 |
GND |
PWR |
Signalund Versorgungsmasse |
6 |
Vcc |
PWR |
Versorgungsspannung, +5V (nur für externen Abschluss) |
7 |
RxD invertiert |
In |
Signal mit invertiertem Pegel empfangen (4-Draht) |
8 |
TxD (RxD) invertiert |
Out |
Signal mit invertiertem Pegel senden (empfangen) (2-Draht) |
9 |
- |
|
nicht genutzt |
Tabelle 2.2: Steckerbelegung 4-Leiter-Anschluss
Die Anschlussstelle ist mechanisch abgesenkt, so dass nach Steckeranschluss ein Einbau in einen 80 mm tiefen Schaltkasten möglich ist.
Die Pinbelegung ist im 2-Leiter-Betrieb konform zur Profibusbelegung. Somit können die Profibus-Verkabelungs-Komponenten benutzt werden.
Eine Anwendungsmöglichkeit ist der Anschluss an ein Yokogawa Interface. Diese Karte unterstützt das MODBUS-Protokoll. Die Standard-Einstellung ist der RTU-Modus (siehe Kapitel MODBUS) und 4-Leiter-Anschluss. Die Steckerbelegung ist wie folgt:
9-pol. D-SUB |
Signal |
25pol. SUB D |
Signal |
Farbe |
1 |
- |
- |
- |
- |
2 |
RxD |
14 |
SD A |
braun |
3 |
TxD (RxD) |
16 |
RD A |
rot |
4 |
DE |
- |
- |
- |
5 |
GND |
25 |
SG |
gelb/schwarz |
6 |
Vcc |
- |
- |
- |
7 |
RxD (inv) |
18 |
SD B |
schwarz (braun Paar) |
8 |
TxD(RxD) (inv) |
19 |
RD B |
schwarz (rot Paar) |
9 |
- |
- |
- |
- |
Tabelle 2.3: Steckerbelegung Yokogawa-Interface
Schalter für RS 485
Die Einstellung für 2- oder 4-Leiter-Anschluss und das Zubzw. Abschalten der entsprechenden Abschlusswiderstände erfolgt über Schalter, die durch das Gehäuse verdeckt sind. Um an die Schalter zu gelangen, muss das Gehäuse vom Koppler/Controller entfernt werden. An der Unterseite des Gerätes, auf den beiden kurzen Seiten, befindet sich jeweils eine vorstehende Verriegelung. Die beiden kurzen Seiten müssen auseinandergedrückt werden, damit das Gehäuse an der Metallplatte des Gerätes vorbeigeschoben werden kann. Dazu ist gleichzeitig von oben auf den rechten Teil des Kopplers/Controllers, die Versorgungsseite, zu drücken.
16 |
MODBUS / Koppler/Controller |
01.10.99
Durch das Gehäuse wird verhindert, dass die Einstellungen im späteren Betrieb unbeabsichtigt verändert werden können. Sollte im Fehlerfall dennoch ein Eingriff in die Einstellungen notwendig sein, so sollte die vorherige Einstellung am Aufkleber markiert werden.
Nach Änderung der Einstellungen wird das Gehäuse wieder auf den Koppler/Controller geschoben. Dabei ist darauf zu achten, dass eventuell unten die breitere Seite des Kopplers/Controllers leicht zur Seite geschoben werden muss, wenn die Metallplatte nicht problemlos wieder in das Gehäuse gleitet. Außerdem müssen eventuell die Drehschalter in die vorgesehenen Aussparungen gedrückt werden.
Die Schalter auf der Schnittstellen-Platine zur Einstellung von 2- und 4-Leiter- Anschluss bzw. für die Abschlusswiderstände finden Sie in der folgenden Abbildung:
Bild 2.9: Schnittstellen-Platine
Beim 2-Leiter-Anschluss sind RxD und TxD kurzgeschlossen. Durch den Abschluss wird ein Serienkreis aus 3 Widerständen an die Endpunkte der Busleitung geschaltet.
Bild 2.10: Interne Abschluss-Widerstände und Schnittstellen-Schalter
Die Standard-Einstellung des ausgelieferten Kopplers/Controllers ist 2-Leiter-Anschluss und abgeschalteter Abschlusswiderstand.
Bei 4-Leiter-Anschluss können zusätzlich auch die Empfangsleitungen abgeschlossen werden.
MODBUS / Koppler/Controller |
17 |
01.10.99
2.5.2 RS 232
Koppler : 750-314 und 750-316
Controller: 750-814 und 750-816
Der MODBUS kann auch direkt an einer RS 232-Schnittstelle betrieben werden. Der D-SUB-Anschlussstecker wird in diesem Fall wie folgt angeschlossen:
9-pol. D-SUB |
Signal |
Richtung |
Beschreibung |
1 |
- |
|
nicht genutzt |
2 |
TxD |
Out |
Signal empfangen |
3 |
RxD |
In |
Signal übertragen |
4 |
- |
|
nicht genutzt |
5 |
GND |
PWR |
Signalund Versorgungsmasse |
6 |
- |
|
nicht genutzt |
7 |
- |
|
nicht genutzt |
8 |
- |
|
nicht genutzt |
9 |
- |
|
nicht genutzt |
Tabelle 2.4: Steckerbelegung RS 232
Die Pinbelegung erlaubt die Verwendung von handelsüblichen 9-poligen 1:1-Buchse/ Stecker-Leitungen zum direkten Anschluss an einen PC.
18 |
MODBUS / Koppler/Controller |
01.10.99
