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1 WAGO-I/O-SYSTEM
1.1Komponenten
Das WAGO-I/O-SYSTEMÿ besteht aus verschiedenen Komponenten, mit denen modular und anwendungsspezifisch Feldbusknoten für verschiedene Feldbusse aufgebaut werden können.
Bild 1.1: Aufbau eines Feldbusknotens mit dem WAGO-I/O-SYSTEM
Allgemein:
Ein Feldbusknoten besteht grundsätzlich aus einem Feldbus-Koppler (1) bzw. einem Programmierbaren Feldbus-Controller (1) als Kopfstation, einer Anzahl von Busklemmen (2) und einer Endklemme (3), die den Abschluss bildet.
In den folgenden Beschreibungen wird für Feldbus-Koppler der Begriff Koppler und für den Programmierbaren Feldbus-Controller die Bezeichnung Controller verwendet.
1 – Koppler/Controller:
Der Koppler/Controller stellt das Bindeglied zwischen dem eingesetzten Feldbus und dem Feldbereich mit seinen E/A-Funktionen dar. Alle notwendigen Kontrollund Steuerungsaufgaben zum einwandfreien Betrieb der E/A-Funktionen werden durch den Koppler/Controller ausgeführt. Die Anbindung an unterschiedliche Feldbussysteme erfolgt durch die jeweils entsprechenden Koppler/Controller z. B. für PROFIBUS, INTERBUS, CAN, MODBUS u. s. w. Eine nachträgliche Umrüstung auf ein anderes Feldbussystem durch Austausch des Kopplers ist möglich.
Der Controller ist gegenüber dem Koppler mit zusätzlicher SPS-Funktionalität ausgestattet. Das ermöglicht eine Signalvorverarbeitung, durch die die Datenmenge im Netzwerk erheblich reduziert werden kann. Bei Feldbusausfall kann der Controller das Steuerungsprogramm autark weiter abarbeiten. Alternativ kann der Controller den Knoten in einen definierten Zustand führen. Anlagenmodule werden durch den Controller zu eigenständig testbaren Einheiten. Im Auslieferungszustand, also ohne Anwenderprogramm, verhält sich der Controller wie ein Koppler.
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Der Controller kann nach der internationalen Norm für Steuerungsprogrammierung, IEC 1131-3 bzw. der entsprechenden europäischen Norm EN 61131-3, in allen 5 Sprachen, AWL, KOP, FUP, ST und AS, vom Anwender programmiert werden.
Das Programmiersystem WAGO-I/O-PRO1 wird für folgende Funktionen eingesetzt:
∙Programmerstellung
∙Einstellung des Controllers
∙Laden des Programms in den Controller
∙Simulation
∙Testund Inbetriebnahme
∙Visualisierung während des Betriebes
∙Softwaredokumentation
Das Programmiersystem läuft auf einem IBM-kompaktiblen PC (Systemanforderungen siehe Benutzerhandbuch WAGO-I/O-PRO).
2 - Busklemmen
An den Busklemmen erfolgt die Einund Ausgabe der Prozessdaten. Den unterschiedlichen Anforderungen entsprechend stehen Busklemmen für verschiedenste Aufgaben zur Verfügung. Es gibt digitale und analoge Einund Ausgangsklemmen, Zählerklemmen, Busklemmen für Winkelund Wegmessung sowie Kommunikationsklemmen.
Die einzelnen Busklemmen werden in den folgenden Registern detailliert beschrieben.
3 - Endklemme
Die Endklemme des Knotens ist unbedingt erforderlich. Sie wird grundsätzlich als letzte Klemme gesetzt, damit die interne Kommunikation des Knotens garantiert ist. Die Endklemme besitzt keine E/A-Funktion.
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1 WAGO-I/O-PRO Handbuch, deutsch, Bestell-Nr. 759-120/000-001
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1.2Montage
Alle Komponenten des Systems können direkt auf eine Tragschiene gemäß EuropaNorm EN 50022 (TS 35) aufgerastet werden. Die Montage ist einfach und Platz sparend. Alle Klemmen haben die gleiche Bauform. Dadurch wird der Projektierungsaufwand sehr gering gehalten.
Die Reihenfolge analoger und digitaler Klemmen ist beim Aufrasten nicht zu beachten. Die sichere Positionierung und Verbindung des Kopplers/ Controllers und der einzelnen Busklemmen erfolgt über ein Nutund Federsystem. Bedingt durch die automatische Verriegelung sitzen die einzelnen Komponenten nach der Montage fest auf der Schiene.
Der Koppler/Controller muss mit der seitlichen orangefarbenen Verriegelungsscheibe auf der Tragschiene fixiert werden.
Das Herausnehmen des Kopplers/Controllers erfolgt durch lösen der Verriegelungsscheibe und ziehen der ebenfalls orangefarbenen Entriegelungslasche.
Um den Koppler/Controller zu fixieren, wird mit Hilfe eines Schraubendrehers auf die obere Nut der Verriegelungsscheibe gedrückt.
Zum Herausnehmen des Kopplers/Controllers ist die Verriegelungsscheibe durch Drücken auf die untere Nut wieder zu lösen
Bild 1.2: Koppler/Controller,
Verriegelungsscheibe
Durch Ziehen einer Entriegelungslasche ist es auch möglich, eine Busklemme aus dem Verband zu lösen.
Bild 1.3: Busklemme lösen
Dabei ist zu beachten, dass dadurch die Versorgungsspannung der Feldebene und die Datenübertragung unterbrochen werden. Es ist sicherzustellen, dass durch die Unterbrechung von PE kein Zustand eintreten kann, der zur Gefährdung von Menschen oder Geräten führen kann!
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Durch einen CAGE CLAMP® -Anschluss erfolgt |
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die rüttelsichere, schnelle und wartungsfreie |
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Verbindung von Leitern mit einem Querschnitt |
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von 0,08 bis 2,5 mm². Dabei führen Sie einen |
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Schraubendreher oder ein Betätigungswerkzeug |
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in die Öffnung unterhalb des Anschlusses ein. |
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Dadurch wird die CAGE CLAMP® |
betätigt. |
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Anschließend können |
Sie den |
Leiter |
in die |
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Bild. 1.4: Leiterenden stecken |
entsprechende Öffnung einführen. Wenn Sie das |
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Betätigungswerkzeug |
wieder |
herausziehen, |
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klemmt der Leiter fest. |
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Die Klemmkraft passt sich automatisch dem Querschnitt an. Die Käfigzugfeder drückt flächig gegen den Leiter, ohne ihn zu beschädigen. Leiterverformungen werden ausgeglichen und ein Selbstlockern wird verhindert. Die Übergangsstelle zwischen Leiter und CAGE CLAMP® ist vor korrosiven Einflüssen wirksam geschützt. Die Verbindung kann schnell hergestellt werden und ist ausserdem wartungsfrei, es entstehen keine Kosten für das periodische Prüfen der Klemmverbindungen.
Bild 1.5: Sicherungshalter ziehen
Die Einspeiseklemmen des
WAGO-I/O-SYSTEMS sind teilweise mit einem Sicherungshalter ausgerüstet. Um die nachfolgenden Klemmen “spannungsfrei” zu schalten, kann der Sicherungshalter herausgezogen werden. Dazu können Sie mit einem Schraubendreher in einen der beidseitig vorhandenen Schlitze greifen und dann den Halter anheben.
Wenn Sie die Abdeckung des Sicherungshalters herunterklappen, können Sie die Sicherung aus dem Halter herausziehen oder hineinstecken. Anschließend schließen Sie die Abdeckung wieder und schieben den Sicherungshalter in die ursprüngliche Position zurück.
Bild 1.6: Sicherungshalter öffnen
Bild 1.7: Sicherung wechseln
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Die Busmodule dürfen nicht auf die
Goldfederkontakte gelegt werden, um
Verschmutzung und Kratzer zu vermeiden!
Bild 1.8: Goldkontakte
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