Добавил:
Опубликованный материал нарушает ваши авторские права? Сообщите нам.
Вуз: Предмет: Файл:
Скачиваний:
48
Добавлен:
11.10.2020
Размер:
3.04 Mб
Скачать

Taskkonfiguration...

Diagnosemeldungen anzeigen

Wenn es vom Zielsystem und der aktuellen Konfigurationsdatei unterstützt wird, steht für das aktuell in der Steuerungskonfiguration markierte Modul im Kontextmenü der Befehl Diagnosemeldungen anzeigen zur Verfügung. Dieser Befehl ist nur im Online Modus verfügbar und bewirkt, dass aktuelle Diagnoseinformation zum Modul aus der Steuerung gelesen und in einem Fenster angezeigt wird.

6.7 Taskkonfiguration...

Überblick

Außer über das spezielle Programm PLC_PRG kann die Abarbeitung eines Projekts auch über die Taskverwaltung gesteuert werden.

Eine Task ist eine zeitliche Ablaufeinheit eines IEC-Programms. Sie ist definiert durch einen Namen, eine Priorität und einen Typ, der festlegt, welche Bedingung Ihren Start auslöst. Diese Bedingung kann entweder zeitlich definiert sein (Zyklusintervall, freilaufend) oder durch ein internes oder ein externes Ereignis, bei dessen Eintreten die Task ausgeführt werden soll; beispielsweise die steigende Flanke einer globalen Projektvariable oder ein Interrupt-Event der Steuerung.

Jeder Task kann eine Folge von Programmen zugeordnet werden, die beim Ausführen der Task abgearbeitet werden sollen.

Durch Zusammenwirken von Priorität und Bedingung wird festgelegt, in welcher zeitlichen Abfolge die Tasks abgearbeitet werden.

Für jede Task kann eine Zeitüberwachung (Watchdog) konfiguriert werden.

Im Online Modus kann die Task Abarbeitung in einer grafischen Darstellung verfolgt werden.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, Systemereignisse (z.B. Start, Stop, Reset) direkt mit der Ausführung eines Projektbausteins zu koppeln.

Die Taskkonfiguration befindet sich als Objekt in der Registerkarte 'Ressourcen' im Object Organizer. Der Task-Editor erscheint in einem zweigeteilten Fenster.

Beispiel für eine Taskkonfiguration

Im linken Fensterteil werden die Tasks in einem Konfigurationsbaum dargestellt. In der ersten Zeile steht 'Taskkonfiguration', darunter folgen der Eintrag 'System-Ereignisse' und die Einträge für die einzelnen Tasks, die durch den Tasknamen repräsentiert werden. Unterhalb jedes Taskeintrags hängen die zugehörigen Programmaufrufe.

Im rechten Fensterteil wird zu dem im Konfigurationsbaum markierten Eintrag der Eigenschaftendialog geöffnet. Hier können die einzelnen Tasks, Programmaufrufe bzw. SystemEreignisse definiert werden. Die in den Eigenschaften-Dialogen verfügbaren

6-46

CoDeSys V2.3

6 - Die Ressourcen

Konfigurationsmöglichkeiten sind zielsystemspezifisch und werden durch eine in der Target-Datei referenzierte Beschreibungsdatei im XML-Format definiert. Falls dort die Standarddefinitionen durch kundenspezifische ergänzt werden, stehen diese in einem zusätzliches Registerblatt 'Parameter' im rechten Fensterteil zu Konfiguration zur Verfügung.

Hinweis: Sie sollten nicht in mehreren Tasks gleiche String-Funktionen (siehe Standardbibliothek standard.lib) verwenden, da in diesem Fall bei der Abarbeitung der Tasks Gefahr des Überschreibens besteht.

6.7.1Arbeiten im Taskkonfigurator

Die wichtigsten Befehle finden Sie im Kontextmenü (rechte Maustaste).

Am Kopf der Taskkonfiguration steht das Wort "Taskkonfiguration". Wenn sich vor dem Wort ein Pluszeichen befindet, dann ist die nachfolgende Liste der Taskeinträge zugeklappt. Mit Doppelklick auf die Liste oder Drücken der <Eingabetaste> können Sie diese aufklappen. Daraufhin erscheint ein Minuszeichen und bei erneutem Doppelklick darauf klappt die Liste wieder zu.

An jede Task ist eine Liste von Programmaufrufen angehängt; die ebenfalls aufund zugeklappt werden kann.

Mit dem Befehl 'Einfügen' 'Task einfügen' wird eine Task nach dem markierten Eintrag eingefügt

Mit dem Befehl 'Einfügen' 'Task anhängen' wird eine Task am Ende des Konfigurationsbaums eingefügt.

Mit dem Befehl 'Einfügen' 'Programmaufruf einfügen' wird ein Programmaufruf zu einer im Konfigurationsbaum markierten Task eingefügt.

Die Konfiguration eines im Konfigurationsbaum selektierten Eintrags erfolgt im Eigenschaften-Dialog im rechten Fensterteil durch Aktivieren/Deaktivieren von Optionen bzw. Einträge in Eingabefelder. Es öffnet entweder der Dialog zum Festlegen der Taskeigenschaften (siehe 'Task einfügen'), der Dialog zum Eintragen des Programmaufrufs (siehe 'Programmaufruf einfügen') oder die Tabelle der SystemEreignisse. Die vorgenommenen Einstellungen werden sofort in den Konfigurationsbaum übernommen und dort angezeigt, sobald der Fokus wieder dorthin gesetzt wird.

Ein Taskoder Programmname kann auch direkt im Konfigurationsbaum editiert werden. Dazu wird mit einem Mausklick auf den Namen oder durch Drücken der <Leertaste>, wenn ein Eintrag markiert ist, ein Editierrahmen geöffnet, in dem die Bezeichnung geändert werden kann.

Mit den Pfeiltasten kann im Konfigurationsbaum der nächste bzw. vorangehende Eintrag selektiert werden.

'Einfügen' 'Task einfügen' oder 'Einfügen' 'Task anhängen'

Mit diesem Befehl fügen Sie der Taskkonfiguration eine neue Task hinzu. Die Einträge bestehen jeweils aus einem Symbol und dem Tasknamen.

Ist ein Taskeintrag oder der Eintrag 'System-Ereignisse' im Konfigurationsbaum selektiert, steht der Befehl 'Task einfügen' zur Verfügung. Die neue Task wird nach der selektierten eingefügt. Ist der Eintrag "Taskkonfiguration" selektiert, steht der Befehl 'Task anhängen' zur Verfügung und die neue Task wird ans Ende der bestehenden Liste angehängt.

Die maximal mögliche Anzahl an Tasks ist vom Zielsystem definiert. Beachten Sie, dass gegebenenfalls durch die Steuerungskonfiguration für bestimmte Module bereits eine gewisse Anzahl an Tasks reserviert ist (Definition in der aktuellen cfg-Datei).

Wenn eine Task eingefügt wird, öffnet sich der Dialog zur Festlegung der Taskeigenschaften.

CoDeSys V2.3

6-47

Taskkonfiguration...

Dialog zur Festlegung von Taskeigenschaften

Geben Sie die gewünschten Attribute ein:

Name: ein Name für die Task, mit der sie im Konfigurationsbaum erscheint; der Name kann auch dort editiert werden, indem durch Anklicken oder Drücken der Leertaste ein Eingabefeld geöffnet wird.

Priorität (0-31): eine Zahl zwischen 0 und 31, wobei 0 die höchste, 31 die niedrigste Priorität darstellt

Typ:

Zyklisch ( ) : Die Task wird entsprechend der bei Intervall eingegebenen Zeit zyklisch gestartet.

Freilaufend ( ) : Die Task läuft bei Programmstart los und wird dann nach jeder Abarbeitung wieder neu gestartet. Es gibt keine Zykluszeitvorgaben.

Ereignisgesteuert (): Die Task wird gestartet, sobald die bei Ereignis eingetragene Variable eine steigende Flanke erhält.

Extern ereignisgesteuert (): Die Task wird gestartet, sobald das bei Ereignis eingetragene Systemereignis eintrifft. Die unterstützten Ereignisse, die in der Auswahlliste angeboten werden, sind zielsystemspezifisch und werden ebenfalls über die Target-Datei definiert (Nicht zu verwechseln mit System-Events !).

Eigenschaften:

Intervall (für Typ 'Zyklisch' oder 'Freilaufend'): die Zeitspanne, nach der die Task erneut gestartet werden soll. Wird eine Zahl eingegeben, kann im Auswahlfeld dahinter die Einheit - Millisekunden [ms] oder Mikrosekunden [µs] - gewählt werden. Eingaben in Millisekunden erscheinen nach dem nächsten Fokuswechsel im TIME-Format (z.B. "t#200ms"); sie können auch direkt in diesem Format in die Eingabezeile geschrieben werden. Bei Angaben in Mikrosekunden wird weiterhin nur die Zahl dargestellt (z.B. "300").

Ereignis (für Typ Ereignisgesteuert' oder 'Extern ereignisgesteuert'): eine globale Variable, die nach steigender Flanke die Ausführung der Task bewirken soll. Mit der Schaltfläche oder mit <F2> können Sie die Eingabehilfe zur Auswahl aus den verfügbaren globalen Variablen öffnen.

Wenn in beiden Feldern kein Eintrag vorgenommen wird, hängt das Abarbeitungsintervall davon ab, welches Laufzeitsystem verwendet wird (sehen Sie hiezu die spezifische Dokumentation des Laufzeitsystems; beispielsweise wird in diesem Fall bei CoDeSys SP NT ab V2.2 ein Intervall von 10 ms eingesetzt).

6-48

CoDeSys V2.3

6 - Die Ressourcen

Zeitüberwachung

Zeitüberwachung aktivieren Aktivieren Sie diese Option (), wenn die Task mit einem Fehlerstatus beendet werden soll, sobald sie in ihrer Abarbeitung die unter 'Zeit' angegebene Watchdog-Zeit überschreitet (Watchdog-Mechanismus).

Zeit (z.B.: t#200ms): Watchdog-Zeit; nach dieser Zeit wird der Watchdog-Mechanismus aktiviert, wenn die Task nicht von selbst beendet wurde.

Empfindlichkeit: Anzahl der Überschreitungen der Watchdog-Zeit, die akzeptiert werden, ohne die Steuerung in einen Fehlerzustand zu versetzen.

'Einfügen' 'Programmaufruf einfügen' oder 'Einfügen' 'Programmaufruf anhängen'

Mit diesen Befehlen öffnen Sie den Dialog zum Eintrag eines Programmaufrufs zu einer Task in der

Taskkonfiguration. Der Eintrag im Konfigurationsbaum besteht aus einem Symbol () und dem Programmnamen.

Bei 'Programmaufruf einfügen' wird der neue Programmaufruf vor dem selektierten Programmaufruf eingefügt und bei 'Programmaufruf anhängen' ans Ende der bestehenden Liste der Programmeinträge angehängt.

Dialog zum Eintrag eines Programmaufrufs

Geben Sie in das Feld Programmaufruf einen gültigen Programmnamen aus Ihrem Projekts an, oder öffnen Sie mit der Schaltfläche ... oder mit <F2> die Eingabehilfe zur Auswahl gültiger Programmnamen. Der Programmname kann auch im Konfigurationsbaum noch verändert werden, wenn der Programmeintrag selektiert ist. Dazu wird entweder durch einen Mausklick auf den Namen oder durch Drücken der Leertaste ein Editierfeld geöffnet. Wenn das ausgewählte Programm Eingabevariablen erfordert, dann geben Sie diese in der üblichen Form, und vom deklarierten Typ (z.B. prg(invar:=17)) an.

Die Abarbeitung der Programmaufrufe wird später im Online Modus gemäß der Reihenfolge ihrer Anordnung von oben nach unten erfolgen.

Hinweis: Sie sollten nicht in mehreren Tasks gleiche String-Funktionen (siehe Kapitel 10.16.1, Die Elemente der Standardbibliothek) verwenden, da in diesem Fall bei der Abarbeitung der Tasks Gefahr des Überschreibens besteht.

6.7.2System-Ereignisse

Anstelle einer Task kann auch ein Systemereignis (Event) einen Projektbaustein zur Abarbeitung aufrufen. Die dazu verwendbaren Systemereignisse sind zielsystemabhängig (Definition erfolgt über eine Beschreibungsdatei im XML-Format, die in der Target-Datei referenziert wird). Sie setzen sich zusammen aus der Liste der unterstützten Standardsystemereignisse der Steuerung und eventuell hinzugefügten herstellerspezifischen Ereignissen. Mögliche Ereignisse sind z.B. Stop, Start, Online Change.

Die Zuordnung der System-Ereignisse zu dem jeweils aufzurufenden Baustein erfolgt im Dialog Events, der erscheint, wenn im Konfigurationsbaum der Eintrag " System-Ereignisse" markiert wird:

CoDeSys V2.3

6-49

Соседние файлы в папке 759-333