- •Postoperatives Antithromotischesmanagement in der Herzchirurgie Standard Operating Procedure Postoperatives Antikoagulationsmanagement bei herzchirurgischen PatientenInnen
- •Zweck / Ziel
- •2. Prophylaxe Venöse Thromboembolie bei herzchirurgischen PatientenInnen
- •Thrombozytenaggregationshemmer nach Koronare Bypass Operation
- •4. Antikoagulation nach Herzklappeneingriffen
- •4.1. Antithrombotisches Management
- •Indikationen für die antithrombotische Therapie nach Herzklappenoperation.
- •4.2 Ziel-inr
- •4.3 Management bei Überdosierung von Vitamin k-Antagonisten und Blutungen
- •4.4 Kombination der oralen Antikoagulation mit Thrombozytenaggregationshemmern.
- •4.5 Unterbrechung der Antikoagulation
- •Bridging Therapy for Prosthetic Valves
- •Excessive Anticoagulation and Serious Bleeding With Prosthetic Valves: Recommendation
- •2.2 Bridging bei der Unterbrechung oraler Antikoagulationstherapie.
- •2.5 Schrittmacher/ automatische Defibrillator -Implantation unter oraler Antikoagulation
- •I. Herzklappenerkrankungen
- •1. Zustand nach Aortenklappenersatz
- •2. Zustand nach Mitralklappenersatz
- •3. Zustand nach Mitralklappenrekonstruktion (Ring)
- •4. Zustand nach Kombinierter Aorten- und Mitralklappenersatz
- •II. Koronare Herzerkrankung
- •III. Venenthrombosen/Lungenembolie
- •IV. Sonstige Indikationen
- •V. Sonstiges
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SOP-Postoperatives Antikoagulationsmanagement in der Herzchirurgie HDZ Klinikum Karlsburg |
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Postoperatives Antithromotischesmanagement in der Herzchirurgie Standard Operating Procedure Postoperatives Antikoagulationsmanagement bei herzchirurgischen PatientenInnen
Zweck / Ziel
Die vorliegende SOP bezweckt für die herzchirurgischen PatientenInnen einheitliche Therapiestandards bei dem postoperativen Antikoagulationsmanagment wiederzugeben. Das sichert eine qualitativ hochwertige und homogene Behandlung der PatientenInnen und bewirkt gleichzeitig eine schnelle Orientierung und Einfindung neuen KollegenInnen, in der klinischen Praxis. Die Erstellung dieser Leitlinie ist durch eine systematische Aufarbeitung und Zusammenstellung der aktuell verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz gekennzeichnet. Der Therapiestandard wird regelmäßig an die aktuellen Erkenntnisse dieses Fachgebiets angepasst. Die SOP ersetzt nicht die ärztliche Evaluation des individuellen PatientenInnen und die Anpassung der Therapie an dessen spezifische Situation.
Grundsätzlich ist postoperativ die Wiederaufnahme einer abgesetzten Therapie bzw. die Einleitung einer neuen Therapie mit dem/der OperateurIn abzustimmen und sollte bei Standardabweichungen in dem OP-Bericht dokumentiert werden.
2. Prophylaxe Venöse Thromboembolie bei herzchirurgischen PatientenInnen
Allgemein gehören herzchirurgische PatientenInnen zur hoch Risiko VTE-Gruppe. Es gelten die S3 Leitlinie zur VTE-Prophylaxe (venöse Thromboembolie).
medikamentöse Prophylaxe NMH, 1x tgl. wird bevorzugt, bei niedermolekularen Heparinen besteht ein geringeres Risiko der Heparininduzierten Thrombozytopenie als bei unfraktioniertem Heparin.
Basismassnahmen (Frühmobilisation, Bewegungsübungen, Anleitung zu Eigenübungen).
Physikalische Maßnahmen (z. B. Medizinische Thrombose-Prophylaxe-Strümpfe) können angewendet werden. sogar sollten nach ACCP (American College of Chest Physicians) Leitlinien …
Thrombozyrenaggregationshemmer sollten zur VTE-Prophylaxe nicht eingesetzt werden.
Thrombozytenaggregationshemmer nach Koronare Bypass Operation
Für die oralen Plättchenfunktionshemmer beginnt der Effekt innerhalb des ersten Tages nach erneutem Therapiebeginn und wird am ersten postoperativen Tag verabreicht. Falls indiziert, wird auch eine Beschleunigung des Wirkungseintritts durch Erhöhung der postoperativen Startdosis (z.B. ASS 500 mg, Clopidogrel 300 mg) eine Option (OP-Bericht). Grundsätzlich ist die Gabe von Heparin (unfraktioniertes / niedermolekulares Heparin) kein Ersatz für die fehlende Plättchenhemmung.
Standard-Bypassoperation (LIMA, ACVB), gute Empfängergefässe
Standdosierung ASS 100mg lebenlang, Clopidogrel 75 mg 6 Wo postoperativ.
Aspirin should be given postoperatively to all patients without contra-indications after coronary artery bypass grafting in order to improve the long-term patency of vein grafts. The dose given should be 150—325 mg. Studies show a trend towards maximal benefit with 325 mg/day in the first year. (Grade A recommendation based on level 1a and 1b studies).
Lübecker-Schema:
PTT 50-60s ab 6h postop, 125 mg ivASS 6h postop., ASS 300mg .
Standard-Bypassoperation (LIMA, ACVB), schlechte Empfängergefässe
ASS 100mg lebenlang, Clopidogrel 75 mg lebenslang
Die Therapie ist hier immer vom/von der OperateurIn anhand des intraoperativen Befundes festzulegen! Bei frischem akutem Koronarsyndrom, intraoperative TEA oder Venenpatch ist die intravenöse Behandlung mit UFH, PTT gesteuert (Ziel 60-70 s) zu empfehlen. Falls keine verstärkte postop. Blutung, dann 6 h postop. beginnend.
