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lektsii_po_teor_kursu.doc
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15. Die satzarten. Die wortstellung in einem aussagesatz

Je nach der Zieleinstellung des Sprechenden unterscheidet man Aussagesätze, Fragesätze und Aufforderungssätze.

In den Aussagesätzen wird etwas mitgeteilt. In einem Aussagesatz steht der konjugierbare Teil des Prädikats (das Verbum finitum) immer an der zweiten Stelle. In den Fragesätzen erkundigt sich der Sprechende nach etwas Neuem, was ihm unbekannt ist. Die Fragesätze werden in Satzfragen und Wortfragen eingeteilt.

In den Satzfragen steht an der ersten Stelle das Verbum fini­tum, z. В.:

Hat Kollege Schuster seinen Vortrag schon gehalten?

In den Wortfragen steht an der ersten Stelle ein Fragewort, z. В.:

Wann hat Kollege Schuster seinen Vortrag gehalten?

In den Aufforderungssätzen wird eine Aufforderung, ein Befehl oder eine Bitte des Sprechenden an eine andere Person ausgedrückt. In Befehlssätzen wird das Prädikat meistenteils durch den Imperativ ausgedrückt und steht an der ersten Stelle, z. В.:

Lernt die Wörter der Lektion 3!

In einem Aussagesatz unterscheidet man gerade und invertierte Wortfolge.

Bei gerader Wortfolge steht das Subjekt an der ersten Stelle, das Prädikat oder der konjugierbare Teil des Prädikats nimmt die zweite Stelle ein, der nicht konjugierbare Teil des Prädikats steht am Ende des Satzes. Die übrigen Satzglieder stehen zwischen den beiden Teilen des Prädikats, z. В.:

Die Studenten kommen in den Hörsaal.

Die Studenten haben ihren deutschen Freunden zum Weihnachten ein Wörterbuch geschenkt.

Bei invertierter Wortfolge steht ein Nebensatzglied an der ersten Stelle, das Prädikat oder der konjugierbare Teil des Prädikats steht an der zweіten Stelle und das Subjekt nimmt die dritte Stelle ein, z. B,:

In den Hörsaal kommen die Studenten.

Zum Weihnachten haben die Studenten ihren deutschen Freun­den ein Wörterbuch geschenkt.

Die Objekte stehen gewöhnlich nach dem Verbum finitum. Das Dativobjekt (die Person) steht ge­wöhnlich vor dem Akkusativobjekt (der Sache), z. В.: Die Eltern schenkten dem Jungen ein Bilderbuch.

Die Objekte, die durch Personalpronomen ausgedrückt sind, stehen in der Regel vor Objekten, die durch andere Wortarten ausgedrückt sind, z. В.:

Endlich brachte er ihm das Buch. Endlich brachte er es seinem Freund.

Stellung der Verneinung „nicht".

Die Verneinung „nicht", die sich auf das Prädikat bezieht, steht gewöhnlich nach dem Verbum finitum (oft am Ende des Satzes) und unmittelbar vor dem nicht konjugierbaren Teil des Prädikats, z. В.:

Ich brauche das Buch nicht. Mein Freund hat den neuen Film noch nicht gesehen.

Die Verneinung „nicht", kann sich auf ein beliebiges Satzglied beziehen und steht dann unmittelbar vor diesem Satzglied, z. В.:

Nicht alle haben am Ausflug teilgenommen. Ich fühle mich nicht wohl. Sie geht nicht ins Kino, sondern in die Bibliothek.

Stellung des Reflexivpronomens.

Bei gerader Wortfolge steht das Reflexivpronomen „sich" unmittel­bar nach dem Verbum finitum, z. В.:

Sie bereiten sich auf die Prüfung vor.

Bei invertierter Wortfolge sind zwei Fälle zu unterscheiden:

  1. Ist das Subjekt durch ein Personalpronomen oder die Pronomen „man" und „es" ausgedrückt, so steht das Reflexivpronomen „sich" nach dem Subjekt, z. В.:

Am Morgen beschäftigte er sich mit Grammatik.

2. Ist das Subjekt durch eine andere Wortart ausgedrückt, so steht das Reflexivpronomen „sich" in der Regel vor dem Subjekt, z. В.:

Am Morgen beschäftigte sich der Student mit Grammatik.

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