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BA-3-ZIEL DER AUSSAGE.doc
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6) Den neutralen / expressiven Ausdruck des Gedankens oder der Empfindung.

Die Vielfalt der kommunikativen und der inhaltlichen Faktoren, unter de­ren Einfiuss die Aussagesätze stehen, bedingt auch die Vielfalt ihrer formalen Baustrukturen.

ÜBUNG 1. Analysieren Sie den folgenden Text nach dem Bau und nach dem Ziel der Aussage. Bestimmen Sie die Art von Aussagesätzen nach den oben gegebenen Richtlinien.

Die Rolle der Frau

1. Wenn man an die Bedeutung denkt, die das Wort Emanzipation ursprünglich hatte (nämlich: mündig werden, aus der Gewalt des Haus­vaters entlassen werden, erwachsen werden), dann merkt man, dass das alles ganz falsche Vorstellungen sind. 2. Ein emanzipierter Mensch ist nicht einer, der seine "wahre Natur" verrät oder über sie hinauswächst, im Gegenteil, erst wenn ein Mensch emanzipiert, mündig und frei ist, hat er Gelegenheit, seiner wahren Natur zu folgen, er selbst zu werden. 3. Ob nun ein junger Römer von seinem Vater unabhängig und für sich selbst verantwortlich geworden war, ob ein Bauer aus der Leibeigen­schaft entlassen wurde oder ob eine Frau sich aus der Abhängigkeit von einem Mann oder von Männern emporgearbeitet hat — immer be­deutet die Emanzipation, dass ein Mensch nun selbst entscheiden kann, wie er leben möchte, und dass er auch die Verantwortung für sein Han­deln übernimmt. 4. Ein Mensch, der innerlich unabhängig ist, wird in seinem Leben nicht so sehr von äußeren Gesetzen und von Richtlinien bestimmt, von Belohnungen und Sicherheit verlockt oder von Strafen geschreckt. 5. Er kennt seine eigenen Bedürfnisse und handelt so, wie er es für richtig und gut für sich und für die anderen hält, für die er sich auch verantwortlich fühlt. 6. Ein emanzipierter Mensch — ein Mann oder eine Frau — ist recht schwer zu charakterisieren. 7. Es gibt ihn wahrscheinlich noch kaum. 8. Er ist so etwas wie ein Leitbild. 9. Er gehört zu dem noch nicht verwirklichten Traum von einer menschlichen Gesellschaft, den die Sozialisten und die politischen Utopisten entwar­fen. 10. Die Lebensumstände, in denen die meisten Menschen heute leben müssen, auch wenn es ihnen materiell gut geht — die Art, wie sie erzogen wurden, die Arbeit, die sie machen müssen, — hindert sie daran, emanzipiert zu sein. 11. Eine emanzipierte Frau ist nicht ein­fach ein "Mann mit Busen", denn die Männer sind ja auch fast alle nicht emanzipiert (auch wenn einige Männer eine größere Chance da­zu haben). 12. Eine emanzipierte Frau ist eine echtere Frau als eine unemanzipierte, weil sie ein ganzer Mensch ist (Wyss H. Das rosarote Mädchenbuch. Frankfurt/M., 1982. S. 17-18).

ÜBUNG 2. Bestimmen und erklären Sie den Unterschied in der Struktur der folgenden Sätze. Gebrauchen Sie diese Sätze in einem passenden Zusammenhang.

1. Ich habe Schwindel. — Mich schwindelt. — Mir ist schwindlig. 2. Ich habe Angst. — Mir ist angst und bange. 3. Ich friere. — Mich friert. 4. Ich bin schläfrig. — Ich will schlafen. 5. Ich habe Hunger. — Ich bin hungrig. 6. Ich bin glücklich. — Das macht mich glücklich.

ÜBUNG 3. Bestimmen und erklären Sie den Unterschied zwi­schen den folgenden sinnverwandten Sätzen. Gebrauchen Sie diese Sätze in einem passenden Zusammenhang.

1. Man streitet viel über dieses Buch. — Über dieses Buch wird viel gestritten. 2. Am Nachbartisch lachte und scherzte man. — Am Nach­bartisch wurde gelacht und gescherzt. 3. Man baut im Moment sehr viel. — Im Moment wird sehr viel gebaut. 4. Sie war sehr aufgeregt.

  • Nur sie war sehr aufgeregt. 5. Ich will dir den Spaß nicht verderben.

  • Den Spaß will ich dir nicht verderben.

ÜBUNG 4. 1) Lesen Sie das Gedicht "Christian" von Resi Ghro-mik. 2) Lesen Sie die Analyse dieses Gedichtes von Erich Trunz. 3) Wie kann man das Gedicht anders interpretieren? Machen Sie Ihre eigene Analyse des Gedichtes.

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