Am Morgen
Ich heiße Sascha Rodin. Ich bin 17 Jahre alt und studiere an einem Moskauer Technikum. Ich bin im dritten Studienjahr. Jetzt haben wir Praktikum in einem Werk. Das Werk liegt weit von meinem Haus. Die Arbeit dort beginnt um halb neun. Darum stehe ich schon um 7 Uhr auf.
Ich stelle den Wecker auf 6.45. Der Wecker klingelt, ich bleibe noch 15 Minuten im Bett. Dann springe ich aus dem Bett und laufe ins Bad. Ich wasche mich, putze die Zähne, kämme mich. Im Zimmer schalte ich das Radio und höre Musik. Dabei mache ich schnell Morgengymnastik.
Die Mutter bereitet das Frühstück für mich, meinen Bruder Mischa und meine Schwester Olga. Mischa studiert an der Moskauer Universität. Er ist im zweiten Studienjahr. Olga ist noch klein, sie geht in den Kindergarten.
Die Mutter hat viel Arbeit. Wir helfen ihr immer. Ich bringe die Wohnung in Ordnung, der Bruder kauft Brot, Milch, Wurts, Butter, Gemüse.
Ich esse zum Frühstück zwei gekochte Eier, ein Butterbrot und trinke Tee. Olga trinkt Milch mit Brötchen.
Ich frühstücke 10 Minuten. Ich nehme meine Bücher und gehe zur Haltestelle. Der Bus kommt um Viertel vor 8. Ich fahre 30 Minuten. Um 15 nach acht bin ich an Ort und Stelle. Die Arbeit beginnt. Um 18 Uhr haben wir Feierabend. Ich fahre nach Hause. Ich bin müde, aber zufrieden. Die Arbeit gefällt mir.
Wir lernen Fremdsprachen
Ich heiße Wadim. Ich bin Ingenieur. Ich arbeite schon drei Jahre. Die Arbeit beginnt um 8 Uhr. Am Abend besuche ich die Kurse für Fremdsprachen. Ich lerne Deutsch. Unsere Firma hat Kontakte zu deutschen Firmen. Ich brauche Deutschkenntnisse.
Ich gehe dreimal in der Woche zum Unterricht. Ich wohne nicht weit und gehe gewöhnlich zu Fuß. Der Unterricht beginnt um 7 Uhr abends. Um 10 Uhr ist er zu Ende.
Unsere Gruppe ist groß. Wir sind 20 Hörer. Der Lehrer kommt, wir grüßen einander. Die Stunde beginnt. Zuerst prüfen wir die Hausaufgaben. Heute ist das die Überstezung des Textes. Das ist nicht leicht. Wir kennen noch nicht so viele Wörter. Wir gebrauchen die Wörterbücher oft. Ich bin fleißig und arbeite an der Sprache viel. Heute mache ich keine Fehler.
Dann kommt Grammatik. Wir lernen neue Regeln, machen Übungen. Am Ende hören wir einen Text. Wir verstehen nicht alles. Der Lehrer erklärt uns die neuen Vokabeln. Dann stellt er Fragen und wir beantworten sie.
Die Stunde ist sehr interessant, die Zeit vergeht schnell. Schon ist der Unterricht zu Ende. Wir schreiben die Hausaufgabe auf und gehen nach Hause.
Ich bin müde, aber ich muss noch arbeiten. Ich übe die Aussprache, lerne die Wörter, lese Texte, übersetze. Und ich mache schon kleine Fortschritte.
Ein Student erzählt
Seit einigen Monaten bin ich Student der Fakultät für Fremdsprachen. Ich bin im ersten Studienjahr. Unsere Gruppe ist nicht groß: nur 9 Studenten.
Das Studium fällt mir schwer, und oft ist mir der Tag zu wenig. Ich stehe auf, mache Morgentoilette und eile ins Institut. Für das Frühstück habe ich schon keine Zeit. Ich weiß, dass es nicht richtig ist. Das schadet auch meiner Gesundheit.
Im Unterricht arbeiten wir viel. Wir haben jeden Tag 6 oder 7 Stunden. Wir besuchen Vorlesungen, arbeiten in Seminaren mit, haben praktischen Unterricht in Englisch, Deutsch, Polnisch, und ich komme nach Hause recht müde. Ich setze mich an den Tisch und esse zu Mittag. Gewöhnlich sind das eine Suppe, Fleisch mit Reis, eine Tasse Tee oder Kakao. Das Essen bereitet immer meine Mutter zu. Manchmal esse ich in unserer Mensa. Dort ist Selbstbedienung, und ich stehe nicht lange an.
Nachmittags lese ich oder besuche meinen Freund. Er wohnt im Studentenheim. Dann bereite ich meine Hausaufgaben vor. Ich mache mündliche und schriftliche Übungen, lese, übersetze, erzähle nach. Ich arbeite daran bis spät in die Nacht und gehe manchmal um ein Uhr schlafen. Am Morgen sehe ich schlecht aus. Das ist falsch. Also, von morgen an beginne ich ein neues Leben. Ich teile meinen Tag richtig ein, dann fühle ich mich immer gesund und munter.
