6. Das Adverb
Echte
Adverbien sind Inflexibilia. Sie bezeichnen lokale,
temporale, modale, kausale
und andere Beziehungen, die gewöhnlich ihren Ausdruck in
Umstandsergänzungen finden. Wie alle oben behandelten Wortarten
gehören die Adverbien zu den Autosemantika und haben entweder
benennende (nominative) oder verweisende (pronominale) Bedeutung.
Nach der Bedeutung
unterscheidet man:
1. Lokaladverbien
da, dort,
dorthin, daher, hier, hierher, links, rechts, wo, wohin, woher u.
a.
Temporaladverbien
jetzt,
bald,
nie, niemals, heute, gestern, mor-
gens, nachts, wann u.
a.
Modaladverbien
gern,
so, anders, eilends, derart, dergestalt u.
a.
Kausaladverbien
daher,
deswegen, warum, darum u.
a.
Finaladverbien
wozu,
dazu, dafür, hierfür u.
a.
Adverbien
der Quantität
etwas,
mehr, minder, genug, zweimal,
zweifach u.
a.
Adverbien
der Intensität
so,
gar, sehr, zu, allzu, besonders u.
a.
Die Adverbien nähern sich,
wie oben gezeigt wurde, den Numeralien und besonders eng den
Pronomen. Innerhalb jeder Bedeutungsklasse gibt es
Pronominaladverbien, die ebenso wie Pronomen folgende Reihen bilden:
demonstrative
Adverbien: da,
dort, dann, hier, so,
darum,
dazu
u.a.;
fragende
Adverbien: wo,
wann, wohin, wie, warum, wozu u.
a.;
indefinite
Adverbien: irgendwo,
irgendwann, je, jemals u.a.;
negative
Adverbien: nie,
niemals, nirgends u. a.
Wie die Pronomen berühren
sich auch die Adverbien nicht nur mit den oben behandelten Wortarten,
sondern auch mit den syntaktischen Funktionswörtern, da sie neben
den Konjunktionen und Relativpronomen zur Verbindung von
Teilsätzen im komplexen Satz (Relativadverbien) Verwendung
finden.
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