- •Die wissenschaftlichen Grundlagen der Methodik
- •Die Beziehung der Methodik zu den anderen Wissenschaften
- •Die wichtigsten theoretischen Konzeptionen der allgemeinen Methodik des fu
- •Die wichtigsten methodischen Kategorien und Begriffe
- •Die Konzeption des Lehrfaches „die Fremdsprache“
- •2. Persönlichkeitsprofil und Berufsbild eines Fremdsprachenlehrers
Die Konzeption des Lehrfaches „die Fremdsprache“
Die Frage „was?“ betrifft vor allem den Status des Lehrfaches „die Fremdsprache“ (FS). Fremdsprachenunterricht bezeichnet das Lehren und das Erlernen einer Fremdsprache in Bildungsinstitutionen oder im Privatunterricht.
Die Hauptaufgabe des Deutschunterrichts ist die Entwicklung der Sprachbeherrschung im Deutschen.
Die Ziele und Aufgaben des Fremdsprachenunterrichts bzw. des Deutschunterrichts beschränken sich nicht auf die Vermittlung der Grundlagen der Sprachbeherrschung. Der Sprachlernprozess ist eng mit Erziehung verbunden. Die Realisierung von Erziehungszielen vollzieht sich im Prozess der Sprachaneignung.
Das Erlernen einer Fremdsprache durch die Schüler ist obligatorisch.
Drei Zielbereiche stehen beim Lehren und Lernen von FS im Vordergrund:
1) pragmatische Kompetenz (praktische Beherrschung),
2) landeskundliche Kompetenz (allgemeinbildende Wirkung),
3) humanistische Kompetenz (erzieherische Wirkung).
Die erste Kompetenz umfasst die bekannten sprachlichen Tätigkeiten und Kenntnisbereich, die zweite – das Vermitteln von Kenntnissen über fremde Länder und deren Kulturen, die dritte – zur Völkerverständigung, zur Offenheit, Toleranz und Kommunikabilität.
Der Ausbildungsinhalt des Faches „Deutsch“ schließt ein:
Kenntnisse,
Fertigkeiten,
sprachkommunikatives Können (Fähigkeiten),
Motivation.
Kenntnisse d.h. Kenntnisvermittlung bzw. Kenntnisgewinnung in Lexik, Grammatik und Lautung unter dem Tätigkeitsaspekt, d.h. Grundkenntnisse über das Sprachsystem als Handlungsinstrument;
Kenntnisse über Sprachhandlung unter dem kommunikativen Aspekt;
Kenntnisse über Sprachhandlungstypen für die Lösung bestimmter kommunikativer Aufgabe (KA);
situativ bedingte landeskundliche Kenntnisse.
Die Fertigkeit ist eine durch Übung erworbene Geschicklichkeit, Gewandtheit im Ausführen bestimmter Tätigkeit.
Wir unterscheiden zwischen produktiven Fertigkeiten (Sprechen und Schreiben) und rezeptiven Fertigkeiten (Hörverstehen und Lesen).
Die Fertigkeiten können überlagert werden. Für den DU ist die Überlagerung von Fertigkeiten von Belang. Die Überlagerung (die Interferenz) kann positiv oder negativ sein. Die Interferenz beeinflusst stark die Prozessgestaltung von Fertigkeiten und ihre Qualität.
Sprachkommunikatives Können (die Fähigkeit) ist eine Summe der Erfahrungen beim Sprachgebrauch, die sich aus der Kenntnis der sprachlichen Mittel, ihrer Verfügbarkeit und ihrem Einsatz in der Kommunikationspraxis ergeben. Das sprachkommunikative Können kann nur im Rahmen von vier Sprachtätigkeiten (Hörverstehen, Sprechen, Lesen, Schreiben) erfasst werden. Es äußert sich in Sprachhandlungen, die im DU in der Schule thematisch, inhaltlich und situativ begrenzt sind.
Die Lernmotivation ist der Schlüssel für nachhaltige Lernprozesse. Man unterscheidet persönlichkeitseigene Motivation (wirkungsvolle Stundengestaltung vom Lehrer, seine Autorität, seine Meisterschaft einerseits und das individuelle Verhalten des Schülers für die Aneignung der FS andererseits) und soziale, mit den gesellschaftlichen Erfordernissen und Bedingungen verbundene Motivation.
Eine hinreichende Motivation wird aus der praktischen Tätigkeit des Menschen bezogen. Sprachliche Kommunikation geschieht nicht um ihrer selbst willen, sie ist notwendig für den Erfolg der praktischen Tätigkeit, an der die Kommunizierenden teilnehmen. Die praktische Tätigkeit im Rahmen des Fremdsprachenerwerbs ist im Idealfall nur mit den Mitteln der erlernten Sprache zu bewältigen.
