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55. Merkmalsausprägungen: Kohäsion und Kohärenz.

Die Kohäsion oder Textkohäsion ist der syntaktische Zusammenhang von Texten in Rede bzw. Schrift. Die Kohäsion bezieht sich auf die äußere Gestalt des Textes, auf z. B. TempusformenPronomen oder Deixis und damit tendenziell auf die Oberflächenstruktur. Es gibt verschiedene Kohäsionsmittel, die uns einen Text als zusammenhängend erkennen lassen, z. B.: Rekurrenz Die Wiederaufnahme eines bereits eingeführten Lexems im weiteren Textverlauf.  Pro-Formen Mittels Pronomen, Adverbien, Pronominaladverbien wird auf ein Bezugselement des sprachlichen Kontextes verwiesen.  Die Textdeixis ist die sprachliche Bezugnahme auf im Text eingeführtes Wissen. Vorwissensdeixis ist ein Verweis auf textexternes Weltwissen, welches für das Textverständnis vorausgesetzt wird. Situationsdeixis stellt einen Bezug zur konkreten Situation her, in welche der Text eingebettet ist. Substitution werden Wörter verwendet, die auf dasselbe Referenzobjekt verweisen (SynonymeMetaphern). Tempus Die Tempusverwendung dient als Hinweis auf die zeitliche Abfolge der Ereignisse. Ellipse Der Textverweis wird durch eine Leerstelle erzeugt.

Die Kohärenz gibt an in welcher Weise, der Text in Rede bzw. Schrift inhaltlich zusammenhängt oder als zusammenhängend betrachtet wird – im Gegensatz zur Kohäsion aber auf logischer und nicht auf sprachlicher Ebene.

Eine Folge der Kohärenz ist in bestimmten Sprachsituationen bestimmte Reaktionen, die aus den vorigen Sprechakten folgen. So wird auf eine Begrüßung als Reaktion zunächst wieder eine Begrüßung erwartet. Die Kohärenz bezieht sich dabei auf den Inhalt, die Tiefenstruktur. Der Begriff wird auch im weiteren Sinn verwendet und umfasst dann alle Mittel, die Sätze in einem Text miteinander verbinden, also auch die Mittel, die sonst unter Kohäsion verstanden werden. Texte, die an der Oberfläche, in ihrer syntaktischen Form, nicht zusammenhängend erscheinen, können in ihrem Inhalt durchaus einen Zusammenhang besitzen.

56. Text – kommunikative Einheit. Textbegriffe, Textdefinition.

kohärente, strukturierte sprachliche Einheit mit Funktion in der Kommunikation; in sich abgeschlossene sprachliche Einheit, mit der sprachlich gehandelt wird, der ein Sinn zugrundeliegt und deren Sätze semantisch-syntaktisch verknüpft sind; komplexes Zeichen als Resultat und Grundlage kognitiver Prozesse in sprachlich-kommunikativen Handlungen Eine endgültige, allgemein anerkannte Definition des Terminus Text liegt noch nicht vor.

Die Textbegriffe sind heterogen und teilweise widersprüchlich. Es sind ganz unterschiedliche Perspektiven, aus denen der Gegenstand ‚Text‘ in verschiedenen Epochen und sprachwissenschaftlichen Teildisziplinen betrachtet wurde und wird: als materiales, verbales, semiotisches, syntaktisches, semantisches, pragmatisches, kommunikatives, situatives, soziales, kognitives ... Phänomen.

Textdefinitionen:

  1. „Ein Text ist ein durch ununterbrochene pronominale Verkettung konstituiertes Nacheinander sprachlicher Einheiten“.

  2. „Rede nennen wir sprachliche Einheiten mündlicher oder schriftlicher Art, die nicht mehr Bestandteil höherer sprachlicher Einheiten sind“.

  3. „Ein Text ist eine abgeschlossene sprachliche Äußerung“.

  4. „Mit Text kann man alles bezeichnen, was an Sprache so vorkommt“.

  5. „Der Terminus ‘Text’ bezeichnet eine begrenzte Folge von sprachlichen Zeichen, die in sich kohärent ist und die als Ganzes eine erkennbare kommunikative Funktion signalisiert“.

  6. „Ein Text ist jeder geäußerte sprachliche Bestandteil eines Kommunikationsaktes in einem kommunikativen Handlungsspiel, der thematisch orientiert ist und eine erkennbare kommunikative Funktion erfüllt, d.h. ein erkennbares Illokutionspotential realisiert“.

  7. „Ein Text ist eine kommunikative Okkurenz (engl. occurence), die sieben Kriterien der Textualität erfüllt [(1) Kohäsion, (2) Kohärenz, (3) Intentionalität, (4) Akzeptabilität, (5) Informativität, (6) Situationalität, (7) Intertextualität.]. Wenn irgendeines dieser Kriterien als nicht erfüllt betrachtet wird, so gilt der Text nicht als kommunikativ. Daher werden nicht-kommunikative Texte als Nicht-Texte behandelt“.