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стилистика шпори.doc
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51. Distanzwiederholung: die Anapher,die Epipher, die Rahmen - oder Ringswiederholung, die Anadiplose, Echowiederholung, die Paronomasie.

Bei der Distanzstellung der wiederholten Elemente sind mehrere Kompositionsarten möglich. Sie übersteigen den Rahmen eines Satzes. Da sind:

Anapher ist die Wiederholung eines Sprachelements am Anfang von Sätzen oder Absätzen. Gemeint ist dabei die Wiederholung am Anfang nicht in zwei aufeinanderfolgenden Sätzen, sondern nach einem größeren Intervall: am Anfang eines Absätzes, einer Strophe, eines Kapitels, eines Buches.

Epipher ist die Wiederholung eines Sprachelements am Ende mehrerer Sätze oder Absätze:

Er macht alles schnell. Er liest schnell, er ißt schnell, er...

Die Rahmen- oder Ringswiederholung besteht in der Wiederkehr derselben Sprachelemente am Anfang und am Ende eines Satzes oder Textes. Warum hast du mich im Stich gelassen, ganz allein, warum?

Anadiplose ist eine Art der Wiederholung, bei der das letzte Wort oder die Wortgruppe eines Satzes an der Spitze des nächsten Satzes wiederaufgenommen wird: War es der Regen? Der Regen auf den dunkelroten Ziegeln? Es regnete, regneteununterbrochen.

Echowiederholung. Wenn ein und dasselbe element unregelmässig im Text wiederkehrt, ohne an einer festen Stelle gebunden zu sein, wirkt es wie ein Echo- oder Leitmotiv. Mit den anderen Worten kann man sagen, es ist die Wiederholung eines Wortes durch den ganzen Text.

Paronomasie ist eine rhetorische Figur. Als Spielart des Wortspiels verbindet die Paronomasie Wörter miteinander, welche semantisch oder etymologisch nicht zusammengehören, sich jedoch im Klang ähneln. Oft haben die sich ähnelnden Wörter gegensätzliche – zumindest unterschiedliche – Bedeutung. Wer rastet, der rostet

52. Stilistisch bedingte Besonderheiten der Aussprache

Für die Stilkunde ist die Aussprache in mancher Sicht relevant. Vor allem hängt die Sprechweise von der Sprechsituation ab, die ihrerseits funktional bedingt ist. Bei einer privaten Unterhaltung im Alltagsleben oder beim öffentlichen Vortrag ändert sich die phonetische Ausgestaltung der Rede. Die Aussprache im Stil der Alltagsrede zeichnet sich durch eine gewisse Lässigkeit aus: die unbetonten Vokale werden leicht reduziert, sogar einzelne Konsonanten fallen aus, manche Silben werden verschluckt, die Endungen undeutlich ausgesprochen. Daraus entstehen Verschmelzungen, Verkürzungen, die zum Merkmal der Alltagsrede werden: runter, rüber, warn. Regelmäßig fehlt die Personalendung –e in der 1.P.Sg: ich hab, sag. Allerdings findet sich Apokope von –e oft in der Poesie teils wegen Rhythmus und Reim, teils als Stilisierung der Volkssprache. Einige Besonderheiten der Aussprache dienen zur Gestaltung des Sprachporträts. Es gibt stilistisch markierte und unmarkierte Allophone. Auch das soziale und kulturelle Niveau, das Alter und Geschlecht äußern sich teilweise in der lautlichen Gestaltung der Rede. Eine falsche Aussprache von Fremdwörtern kann vom Autor als Mittel der Ironie in der Figurensprache gebraucht werden.