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49. Wiederholung und ihre Abarten: der Parallelismus, die Antithese, der Chiasmus.

Wiederholung — Figuration der Hinzufügung. Wie die Aufzählung ist das ein syntaktisches Stilmittel und als solches braucht es einen Satz oder mehrere Sätze, um seinen stilistischen Effekt zu entfalten.

Abarten:

Die lexikalische, wörtliche Wiederholung, bei der ein Wort, eine Wortgruppe oder ein Satz mehrmals in vollständig gleicher Form wiederaufgenommen werden, z.B. Lernen,lernen und nochmals lernen.

Die begriffliche, sprachlich variierte Wiederholung, bei der Wort, Wortgruppe oder Satz in irgendwie veränderter Form wiederauftauchen, z.B. Er lernte gut, sie besser.

Die synonymische Wiedeholung, bei der nicht dasselbe Wort, Wortgruppe, Satz, verändert oder unverändert, wiederkehrt, sondern ein sinngleicher oder sinnänlicher Ausdruck, z.B. Ein kleines, winziges Männchen.

Etymologische Wiederholung ist die Wiederholung von Wörtern gleichen Stammes, z.B. Gar schöne Spiele spiel ich mit dir.

Epizeuxis — Wörter, Wortgruppen, Sätze folgen — sich wiederholend — aufeinander. Sie zeugen vom emotionalen Zustand des Sprechers. In Aufwallung von Gefühlen wird das Wort mehrmals wiederholt. Das ist Mittel der Eindringlichkeit, der Nachdrücklichkeit. Diese Figur dient der Hervorhebung. Am häufigsten begegnet man diese Figur in der Alltagsrede, in der Poesie, in der Belletristik, in der Folklore: Nichts! Nichts! Nichts kriegen wir!

Anapher — das Wort wird am Anfang einiger Sätze oder Absätze, Kapitel wiederholt (oder ein Satz wird am Anfang einer Strophe usw. wiederholt)

Epipher — Gegenstück der Anapher; wörtliche Wiederholung am Ende aufeinander folgender Sätze oder Teilsätze, Absätze, Strophen usw.

Symploke — Wiederholung der gleichen Wörter am Anfang und am Ende zweier oder mehrerer aufeinander folgender Verse oder Sätze.

Anadiplose— das letzte Wort einer syntaktischen Einheit (sei das ein Satz, Absatz, Kapitel) an der Spitze des nächsten Satzes wiederaufgenommen wird, z.B. der Mensch lebt durch den Kopf, der Kopf reicht ihm nicht aus.

Parallelismus — sich wiederholender Satzbau, der syntaktisch gleichwertige Wörter, Wortgruppen oder Sätze innerhalb mehrere Sätze an gleicher Stelle wiederkehren lässt. Der Parallelismus bedeutet sie Wiederholung derselben syntaktischen Struktur bei mehreren Sätzen, Ansätzen oder Strophen.

Antithese — auch Kontrast genannt. Zwei Begriffe werden parallel gestellt, dann gegenübergestellt: N. ist ein guter Dramatiker, aber ein mäßiger Lyriker. Die Antithese spielt eine wichtige rolle im Stil dr wissenschaftlichen Prosa. Sie trägt zur logischen Gliederung des Gedankengehalts bei und bewirkt durch Schärfe und gegenüberstellung größere Klarheit und dadurch größere Überzeugungskraft.

Chiasmus = Kreuzstellung: kreuzender Satzbau, der syntaktisch gleichwertige Wörter. Der Chiasmus ist eine rhetorische Figur, bei der Satzglieder und Teilsätze (Subjekt, Prädikat, Objekt) nach dem Schema SPO-OPS kreuzweise entgegengesetzt in ansonanten parallelen Sätzen angeordenet werden. Z.B. Der Welt ist groß, klein ist der Verstand.

50. Stilfiguren der Häufung: Aufzählung.

Das ist eine syntaktische Erscheinung, die in der deutschen Stilistik „Häufung", „Anhäufung", „Doppelung" genannt wird. Man zählt Gegenstände, Erscheinungen, Teile eines Ganzen, einer größeren Einheit auf, um einen Eindruck von dieser Einheit zu vermitteln. Zu diesen Figuren gehören solche, die zur Verknüpfung von Wörtern und Sätzen dienen.

Die Aufzählung. Darunter versteht man die Aneinanderreihung von mindestens drei gleichartigen Komponenten. Die Aufzählung realisiert sich in einigen Erscheinungsformen.

Das Asyndeton ist die Aufzählung gleichartiger Satzglieder ohne Bindewort, das ist eine unverbundene Häufung: Alles rennet, rettet, flüchtet.

Das Monosyndeton ist die Aufzählung gleichartiger Satzglieder nur mit einem Bindewort meistens zwischen den vorletzten und letzten Komponenten: Frost, Dreck, Schweiß und Ledergeruch umgaben ihn.

Das Polysyndeton ist die Aufzählung der Satzglieder mit zwei und mehr Bindewörtern: Und es wallet und siedet Und brauset und zischt.

Die Akkumulation, eine Figur der Häufung, ist eine Art der Aufzählung. Das ist eine Anreihung von Wörtern, meistens aber Syntagmen oder kurzen Sätzen, die thematisch zusammengehören und auf die obengenannte Art verbunden sein können. Die Akkumulation kann durch koordinierendes Zuordnen erfolgen: Riesige Schlammfluten, eingestürzte Häuser, Vieh, das brüllend umherläuft, verstörte Menschen.

Die Amplifikation ist die Aufzählung mit Zusammenfassung. Der zusammenlassende Begriff kann sowohl am Anfang, als auch in der Mitte sowie am Ende der Aufzählung stehen: Die Teller und die Gläser, die Kleider und die Mienen, die Bildchen an den Wänden und die Worte auf den Lippen, alles verriet, dass die Marnets weder arm noch reich waren.

Die Klimax (Gradation) ist die Auszählung der Wörter in steigender Linie. Konjunkte sind steigernd angeordnet: Es regnete stundenlang, nächtelang, tagelang, wochenlang.

Die Antiklimax ist die Aufzählung der Wörter in fallender Linie, die Glieder sind nach abnehmenden Grad angeordnet: Hansen malte alle, war bekannt in sämtlichen Straßen, Gassen und Gässchen. Der abfahrende Zug wurde klein, kleiner und immer kleiner.