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Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

Man beschloss das Grundgesetz der BRD am 8. Mai 1949. Es trat am 25. Mai 1949 in Kraft. Man wählte den Begriff Grundgesetz /GG/, um den provisorischen Charakter der BRD zu dokumentieren. Seit der Annahme des Grundgesetzes hat man viele Änderungen und Ergänzungen ein­geführt.

Das Grundgesetz regelt die rechtliche und politische Grundordnung der BRD. Es gibt 13 Abschnitte. Abschnitt I enthält die Grundrechte. Abschnitt II behandelt allgemeine Grundsatzätze über die Staatsform und Funktionen von Bund und Ländern. Die Abschnitte III und IV sind den Fragen der Arbeit des Bundestages, des Bundesrates, des gemein­samen Ausschusses; des Bundespräsidenten und der Bundesregierung gewidmet. Abschnitt VII regelt die Gesetzgebung. Abschnitt IX umfaBt die Rechtsprechung, Abschnitt X - das Finanzwesen.

In Übereinstimmung mit dem Artikel 146 des Grundgesetzes verliert es seine Gültigkeit, wenn eine neue Verfassung in Kraft tritt. Diese Verfassung soll das gesamte deutsche Volk in freier Entscheidung beschließen.

Вариант –3 Des Schusters neue Kleider

1.«Ein Vorfall, wie er in der heimlischen Verbrechergeschichte seinesgleichen sucht (…) hat sich am gestrigen Abend in dem benachbarten Köpenick zugetragen. 2. Dort hat ein Gauner in der Maske eines Garde-Offiziers mit Hilfe einer Abteilung Soldaten, die er durch eine gefälschte Kabinettsorder täuschte, den Bürgermeister und den Stadt-Rendanten im Rathaus verhaftet, beide unter militärischer Bewachung nach Berlin transportieren lassen und dann die Stadtkasse, in der sich etwas über 4 000 Mark in Bar befanden, ausgeraubt. 3. Polizei und Gendarmerie sind in fieberhafter Tätigkeit, des Gauners, der mit seinem Raube unangefochten entkam, habhaft zu werden.» 4. Nicht nur in diesem Bericht des «Berliner Lokal-Anzeigers» vom 17. Oktober 1906 schwingt ein bisschen Bewunderung mit; ganz Deutschland lacht über den Mann, der mit einem verwegenen Gaunerstückchen die Uniform-Gläubigkeit der Zeit für seine Zwecke nutzt. 5. Selbst Seine Majestät Wilhelm II. ist nicht unbeeindruckt, wie der Daily Mail aus Berlin zu berichten weiß: «Sein Sinn für Humor wurde zutiefst angerührt, wie seine telegraphische Anmerkung zur Person des vorgeblichen Offiziers als eines genialen Kerls erweist.» 6. Wilhelm Voigt heißt der Hauptmann von Köpenick. 7. Er hat ein unstetes Leben hinter sich. 8. Geboren am 13. Februar 1849 in Tilsit als Sohn eines Schuhmachers, kommt er auf die schiefe Bahn, als der Vater das Trinken anfängt. 9. Er bestiehlt Mitschüler, muss die Schule verlassen, erlernt das Schuhmacherhandwerk, kann von Betrügereien nicht lassen, wandert ins Zuchthaus, zuletzt für 15 Jahre wegen Raubes. 10. Am 5. Februar 1906 ist er wieder frei. 11. Mit entlassenen Zuchthäuslern geht man nicht sonderlich gut um. 12. Die Hauptstadt Berlin weist den Schuster aus. 13. Da besorgt sich Voigt die Hauptmannsuniform. 14. Die Köpenickiade, wie sie hernach durch die Geschichtsbücher gehen wird, wirft ein grelles Licht auf ein Reich, in dem die Uniform als “vornehmstes Kleid” gilt, in dem gerade der Kaiser den Mythos Uniform pflegt. 15. “Wer die Uniform trägt”, kommentiert das “Berliner Tageblatt”, “der siegt nicht, weil er besser oder klüger oder vorsichtiger wäre als die andern, sondern weil er uniformiert ist.” 16. Voigt kommt nicht weit, er wird verhaftet, zu vier Jahren verurtelt. 17. Der Kaiser begnadigt ihn nach zwei Jahren. 18. Der Schuster schlägt ein bisschen Kapital aus der Geschichte. 19. Er tingelt durch die deutschen Jahrmärkte, signiert Postkarten, die ihn als “Hauptmann von Köpenick” zeigen. 20. Später betreibt er in Luxemburg eine kleine Schusterwerkstatt. 21. Am 5. Januar 1922 stirbt Wilhelm Voigt im Alter von 75 Jahren.

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