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Hausarbeit_SoWi_rechtspopulismus.docx
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3.3. Perspektive der Rechtspopulisten und deren Forschung.

Wenn man die Angaben aus dieser Tabelle als bedingungslos wissenschaftlich fundierte Daten einsetzt, sollten sie höchstwahrscheinlich nur im Bezug auf die erste Phase mit zwei Unterphasen gelten, da diese Periode historisch abgelaufen ist und die Forscher können daraus einige Konsequenzen ziehen. Was die Angaben der Phase „Modernität“ angeht, dürfen sie nicht als endgültig bestätigte Züge dieser Periode gegolten werden, da diese nur die auf der Basis der anderen Forschungen vom Autor geschaffenen künstlichen Voraussetzungen der heute sich herausbildenden Tendenzen sind.

Diese Tendenzen festzustellen und weitere Entwicklungen der Rechtspopulisten zu prognostizieren ist die Aufgabe der Politologen und Soziologen, die selbst zugestehen müssen, dass ihr Forschungsgegenstand zu kompliziert und vielfältig sei: es gebe heute viele innerparteiliche Strömungen, die verschiedene Positionen im Bezug auf die Europakritik (weiche und harte Variante) und auf die Zusammenarbeit mit den rechten Flügeln der etablierten konservativen Parteien haben, eine neue Stärkung der nationalistischen Stimmungen und eine große Aussicht den Anteil in nationalen und europäischen Vertretungsorganen zu erhöhen, so D. Plehwe (vgl. Plehwe, 2014, S. 63-72).

Es ist umstritten, ob sie eine reale politische Alternative werden können, da ihre Popularität auf der erfolgreichen aber künstlichen und unnatürlichen Mischung eines rechtsextremen Gerüstes mit einer modernen demokratischen Hülle aufbaut. Und sie wird nie eine für die Gesellschaft akzeptable ganzheitliche Ideologie darstellen, wenn diese Gesellschaft noch im Rahmen des nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffenen demokratischen Bewusstseins bleibt.

4.Fazit.

Der rasante Aufstieg und das zweidimensionale Wesen der rechtspopulistischen Parteien befinden sich im unmittelbaren Zusammenhang und man darf auch davon ausgehen, dass diese Symbiose den sensationellen Aufstieg der Popularität und der Bedeutung der Rechtspopulisten bedingt hat.

Die ideologischen Kernpunkte der Rechtspopulisten wurden durch die gesellschaftliche Entwicklung und den tiefen Transformationsprozess beeinflusst, was einen Teil der neofaschistischen Nachkriegsbewegungen sich modernisieren und eine Nische im Leben der heutigen Gesellschaft finden ließ. Einige ursprüngliche Kernpunkte wurden fast gänzlich ausgestrichen, andere verschleiert, überarbeitet oder mit den aktuellen neuen Ideen zusammengebunden, was die Rechtspopulisten verschiede Bevölkerungsgruppen gewinnen ließ.

Die einzigen Faktoren, die die Entwicklung und das Schicksal der Rechtspopulisten beeinflussen können, sind permanenter gesellschaftlicher Wandel und die Fähigkeit sich flexibel an neue Bedingungen anzupassen. Deswegen sollten Forscher nur von diesen Faktoren ausgehen, wenn sie die künftige Entwicklung der rechtspopulistischen Parteien nicht nur verstehen, sondern auch voraussagen wollen.

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1 Entwicklung des Rechtspopulismus in Ungarn und Polen wie in anderen osteuropäischen postsozialistischen Ländern verfügt über eigene Grundzüge, die durch einen anderen historischen Hintergrund bedingt sind.

2 Das Paradebeispiel ist die Serie der sogenannten „Verschwörungen gegen Republik“ unter Rechten in Italien am Ende der 1970er.

3 Was besonders osteuropäische Länder betrifft.

4 M. Le Pen hat sich im Vergleich mit ihrem Vorgänger und Vater endgültig vom Antisemitismus distanziert und G. Wilders bezeichnet Israel als „das einzige Licht der Demokratie im Nahen Osten“ (Weinthal, 2011).

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