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3. KUNST 18.10.2012.doc
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Das letzte Abendmahl

(Secco* entstanden zwischen 1495 und 1498)

Das bereits während der Entstehung von vielen Künstlern bewunderte Bild Das letzte Abendmahl (Cenacolo), ein Wandgemälde mit den Maßen von 8,8 m x 4,6 m, entstand in den Jahren 1494 bis 1498. Es stellt den Moment dar, in dem Jesus seinen Jüngern mitteilt, dass einer von ihnen ihn in wenigen Stunden verraten würde. Das Bild ist bis heute Gegenstand vieler Legenden.

L eonardo malte das Bild in Tempera auf eine getrocknete Gipswand (Seccomalerei) – kein Fresko und auch nicht in Öl, wie eine Legende später behauptete. Die Tempera-Trägersubstanz hielt nicht lange auf dem Gipsuntergrund und dieser auch nicht auf der Wand. Durch Feuchtigkeit und Schimmelbildung kam es zu Abblätterungen und Schuppenbildung. Dieser Prozess dauerte jahrzehntelang. Die Restaurierungsversuche im 18. Jahrhundert gründeten auf der falschen Annahme, das Werk sei in Öl ausgeführt worden. So hat man es einmal mit Öl überstrichen, in der Hoffnung, dadurch die Farben wiederherstellen zu können. Andere versuchten es mit unterschiedlichen „Geheimmitteln“, meistens schädlichen Lacken und Klebstoffen. Erst Mitte der 1970er Jahre konnte der weitere Verfall durch moderne Restaurierungstechniken aufgehalten werden, eine weitere Restaurierung folgte um die Jahrtausendwende. Der Zustand des Werks wurde mittlerweile mit einer Auflösung von 16 Gigapixel dokumentiert. Trotz der großen Beschädigungen hinterließ das schon halb aufgelöste Bild immer wieder einen tiefen Eindruck auf die unterschiedlichsten Betrachter. Im Mai 1788 sah auch Goethe auf seiner Rückreise aus Rom das Bild. Später schrieb er einen Aufsatz über Leonardos Abendmahl, in dem es unter anderem heißt:

wodurch Leonardo dieses Bild hauptsächlich belebte: Es ist die Bewegung der Hände; dies konnte aber auch nur ein Italiener finden. Bei seiner Nation ist der ganze Körper geistreich, alle Glieder nehmen teil an jedem Ausdruck des Gefühls, der Leidenschaft, ja des Gedankens...

Um die Personen als Charaktere darstellen zu können, suchte Leonardo seine „Typen“ sorgfältig aus und fertigte viele Gesichtsstudien an, siehe: Das letzte Abendmahl. Die Gesichter von Jesus und Judas blieben unvollendet, der Perfektionist Leonardo fand keine befriedigende Lösung für eine malerische Darstellung.

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* Technik, bei der auf frischem Kalkmörtel mit Erdfarben gemalt wird.

Michelangelo Buonarroti

S ein eigentlicher Name ist Michelangelo di Ludovico di Lionardo di Buonarroti Simoni. Am 6. März wurde Michelangelo in Caprese als Sohn eines Florentiner Beamten geboren. Bereits im Alter von 13 Jahren wurde er in der Technik der Freskomalerei unterrichtet. Parallel dazu studierte er die Werke „Giottos“. Sein Vater unterhielt gute Beziehungen zum Herrscherhaus der Medici. Man vermutet, dass die Ausbildung zum Bildhauer 1489 in den Mediceischen Gärten stattfand. Somit waren die Medici seine größten Förderer. Sie ermöglichten ihm auch den Weg in die „Platonische Akademie“. Dort kam Michelangelo mit Philosophen, Dichtern und Gelehrten in Kontakt. 1492 ließ Michelangelo sich vorübergehend in Venedig und Bologna nieder, wo er mehrere Marmorstatuetten für die Kirche San Domenico schuf. Von 1496 bis 1501 hielt er sich erstmals in Rom auf. Hier zeigte er sein Können und Ausdrucksvermögen erstmals in großen Skulpturen. 1501 kehrte Michelangelo nach Florenz zurück, wo er im öffentlichen Auftrag sein bekanntestes Werk, den 4,34 m hohen David schuf.

Die Skulptur zeigt den biblischen Helden David im Moment äußerster Konzentration unmittelbar vor seinem Kampf gegen Goliath. Der David stand für den bedrohten Stadtstaat, der sich gegen den Riesen Karl VIII. von Frankreich zu verteidigen hatte. 1534 siedelte Michelangelo endgültig nach Rom, da die Architektur dort einen größeren Aufschwung machte als in seiner Heimat. Zwischen 1535 und 1546 baute er an Kirchen und Palästen und vollendete den Bau der Peterskirche im Auftrag des Papstes. 1549 erfolgte die Ernennung zum „Obersten Architekten von Sankt Peter“. Michelangelo starb am 18. Februar 1564 im Alter von 89 Jahren in Rom. Er wurde auf eigenen Wunsch in Florenz bestattet.

Aufgabe 20. Lesen Sie das Gedicht von Christoph Mickwitz, versuchen Sie Ihre eigene Übersetzung zu schaffen:

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