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Die fantastische Welt der Fantasy
Mit der Verfilmung von "Herr der Ringe" erlebte die Fantasy-Literatur ihren ersten Boom. Seitdem hört ihre Leserschaft nicht auf zu wachsen – egal ob es um junge Zauberer, Hobbits oder Vampire geht.
Vampire, die sich in Menschen verlieben, Physiker, die durch die Zeiten reisen, und Orks, die eine Gefahr für die Menschheit sind – die Kreativität in der Fantasy-Literatur kennt keine Grenzen. Markus Heitz ist einer der Autoren, dessen Geschichten bei deutschen Fantasy-Fans besonders beliebt sind. Fantasy ist für ihn besonders spannend, weil er seine eigenen Gesetze machen kann: "Ich kann selbst entscheiden, wie eine Welt aussieht", erzählt Heitz. Über 30 Bücher hat der Autor schon geschrieben und für einige hat er den Deutschen Phantastik Preis bekommen. Nur etwa ein halbes Jahr braucht er von der Idee bis zum fertigen Text. Das schnelle Tempo und die große Menge an Publikationen sind typisch für fantastische Schriftsteller, denn ist ein Roman einmal erfolgreich, folgt oft eine ganze Serie. Ihr boomendes Geschäft haben die meisten Fantasy-Autoren der Verfilmung von "Herr der Ringe" zu verdanken. Viele Autoren, deren Bücher vorher kaum einer kannte, unterhalten heute eine treue und große Leserschaft. Dank der guten Nachfrage sind auch immer mehr Verlage an der Veröffentlichung von Fantasy-Romanen interessiert.
Auch für Markus Heitz geht es erfolgreich weiter. Innerhalb weniger Monate erscheinen gleich zwei Bände seiner Vampir-Reihe "Kinder des Judas". Fantasy-Fans können sich also auch weiterhin auf viele neue fantastische Romane freuen.
Autorin: Nadine Wojcik/Viviana Klein
(Quelle: http://www.dw-world.de/dw/article/0,,6102017,00.html)
Fragen zum Text
1. Markus Heitz gefällt es, Fantasy-Romane zu schreiben, weil …
a) er sich dabei an seine eigene Kindheit erinnert.
b) er dabei eine eigene Welt erfinden kann.
c) er sehr an Orks und Hobbits interessiert ist.
2. Welche Aussage ist richtig: "Nach der Verfilmung von 'Herr der Ringe' …
a) haben viele Fantasy-Autoren den Deutschen Phantastik Preis bekommen."
b) sind Fantasy-Romane sehr beliebt geworden."
c) ist die Fortsetzung von Markus Heitz Vampir-Reihe erschienen."
3. Welche dieser Wesen sind keine Fantasy-Figuren?
a) Vampire und Zauberer
b) Hobbits und Orks
c) alle sind Fantasy-Figuren
4. Über 30 Bücher hat Markus Heitz schon …
a) veröffentlicht.
b) erschienen.
c) verfilmt.
5. Ergänzen Sie das fehlende Wort: "… der guten Nachfrage sind viele Verlage an Fantasy-Romanen interessiert."
a) Durch
b) Trotz
c) Wegen
Aufgabe 4. Arbeitsauftrag
Gibt es in Ihrem Land bekannte Fantasy-Romane? Schreiben Sie eine kurze Zusammenfassung des Buches, das Ihnen am besten gefallen hat, und stellen Sie es in der Gruppe vor.
Aufgabe 5. Lesen Sie den Text, erklären Sie mit den Beispielen, was ist das „Kurzgeschichte“?
Die Kurzgeschichte - eine Kleinform der Epik
Was ist charakteristisch für eine Kurzgeschichte?
Die Kurzgeschichte ist eine Kleinform der erzählenden Dichtung. Das wesentliche einer Kurzgeschichte ist nicht, dass sie sehr kurz ist, sondern es sind bestimmte Merkmale:
1. unvermittelter/direkter Einstieg in das Geschehen
2. nur eine einzige Handlung, wobei meistens eine Figur in einem entscheidenden Augenblick ihres Lebens beschrieben wird
3. der Schluss bleibt meist offen
4. sehr häufig metapherreiche Sprache; kurzer, knapper Satzbau
5. sie spielt zu der Zeit, in der sie geschrieben wurde
Historisches zur Kurzgeschichte
Die Kurzgeschichte stammte ursprünglich aus Amerika und erschien in Europa bis ins 20. Jahrhundert unter den Namen „ Short-story“. Erst 1920 wurde der amerikanische Begriff eingedeutscht.
Die ältesten Texte wurden von Washington Irving (um ca. 1820: Irving´s Sketchbook) und von Edgar Allan Poe (Tales of the Gotesque and Arabesque“ um 1840) geschrieben. 1910 wurden Kurzgeschichten in der 1. Kurzgeschichtensammlung zusammengefasst: American Stories
Schon 1930 war die Zahl der Kurzgeschichtenautoren nicht mehr erfassbar. Der Einfluss aus dem Amerikanischen war offensichtlich. Um 1959 versuchen Wolfgang Borchert und Heinrich Böll Schockwirkung bei ihren Lesern hervorzurufen. Mit „Eine Rechnung, die nicht aufgeht“ steigert Wolfdietrich Schnurre sogar ins Absurde. Zirka zur gleichen Zeit tritt eine Gegenbewegung, die stark ins novellenhafte zurückführt, auf. Vertreten wird diese Richtung von Alfred Andersch („Geister und Leute“) und Siegfried Lenz („Das Feuerschiff“).
1962 sucht Hans Bender („Mit dem Postschiff“) Kurzgeschichten, wo Figuren selbst, nicht der Dichter, Geschichten machen. Die besten Beispiele sind dafür Kriegsgeschichten: Thema ist meist der Konflikt christliche Humanität und auswegloses Schicksalsgefühl. Als Ausweitung dazu ist die Auseinandersetzung Universum-Tod-Nichts.
Pichler Victoria
Aufgabe 6. Versuchen Sie eine Kurzgeschichte zu schreiben. Hier sind einige Wörter, die Sie in Ihrer Geschichte benützen sollen:
Variante A:
viel,
Radierer,
Handtuch,
Sommer,
Horst,
Vogel,
grün,
Forelle,
wandern,
schön,
Meer,
Tasse,
Buch,
schielen,
25.
Variante B:
Tante,
weiß,
streichen,
10 000,
auftreten,
blass,
Stuttgart,
dumm,
Saft,
gießen,
Schwelle,
gemein,
Märchen,
Holz,
Lautsprecher.
Variante C:
Mucke,
vielseitig,
träumen,
Teller,
Herbst,
dunkel,
Moosbeere,
ungeachtet,
Eule,
tanzen,
Schneeglöckchen,
Frühling,
hexen,
grau,
1/2.
Aufgabe 7. Schreiben Sie eine Top-Liste aus Ihrer Lieblingsbücher. Annoncieren Sie die ersten drei in der Gruppe.
Aufgabe 8. Bereiten Sie eine Präsentation über Ihren Lieblingsschriftsteller, seinen Lebensweg und Werke.
DAS
THEATER
Aufgabe 1. Was halten Sie von dem modernen Theater? Spielten Sie in der Schule im Theater mit? Lesen Sie und übersetzen Sie den Text. Fassen Sie den Inhalt kurz zusammen.
