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3.Die Sprachdenkmäler des Althochdeutschen

Eines der ältesten Sprachdenkmäler der altaermanischen Sprachen ist die Gotische Bibel(Codex argenteus), sie wurde aus dem Griechischen vom gotischen Bischof Wulftla im 4. Jh.u.Z. übersetzt Sie gibt reichen Aufschluß über den Bau altgermanischer Sprachen.

Der Beginn der schriftlichen Überlieferung der deutschen Sprache um 770 bedeutete einen wichtigen Wandel in den Existenzformen der d. Sprache. Die Übergang von der gesprochenen zur geschriebenen Sprache eröffnet die eigentliche althochdeutsche Periode, die bis zur Mitte des 11. Jhs. fortdauerte.

Das deutsche Schrifttum befriedigt zuerst die Bedürfnisse der christlichen Missionierung und dem Lateinunterricht. Hauptstätten des Schrifttums sind Klöster und Schreibstuben von Grafschaften und Bischofssitzen, Besonders intensiv entwickelt sich das Schrifttum im fränkischen und bayrischen Bereich, wo das Christentum am frühesten Fuß gefaßt hatte.

Die ersten althochdeutschen Sprachdenkmäler sind Glossare, d.h. Listen lateinischer Wörter mit Übersetzung (die ältesten Glossensammlungen entstanden um 770 in Freising und in Fulda) und Interlinearübersetzungen, d.h. lateinische kirchliche Texte mit deutschen Übersetzungen zwischen den Textzeilen, die beim Lateinunterricht in den Klosterschulen verwendet wurden.

Große Bedeutung für die Entwicklung deutschen Schrifttums hatte die Sprachpolitik Karls des Großen .Er trat für den Gebrauch der Muttersprache im Interesse der christlichen Missionierung ein. Er verlangte die muttersprachliche Predigt und ließ kirchliche Texte, Gebete, Psalmen und Hymnen ins Deutsche übersetzen. Zu seinen Lebzeiten wurde^esefapein theologisches Traktat des Erzbischofs von Sevilla lsidor(560- 636) Über den katholischen Glauben" übersetzt.Die Übersetzung der Evangelienharmonie (Bibeltext) im 9.Jh. in Fulda ist eines der bedeutendsten Sprachdenkmäler. Das ist der Bibeltext des christlichen Schriftstellers Tatian aus Syrien (2. Jh.).

Die Versdichtung diente auch der christlichen Missionierung. Das sind vor allem das Bruchstück eines Poems über den Weltuntergang und das jüngste Gericht "Muspilli"(um 830); die ’'Evangelienharmonie" des gelehrten Mönchs Otfried von Weißenburg(um 865), eine Nachdichtung der Bibel. Das Gedicht "Ludwigslied", das den Sieg des fränkischen Königs Ludwig III. über die Normannen (881) verherrlicht und Ludwig wird als frommer, gottesfdürchtiger König geschildert. Die "Straßburger Eide" gibt eine Vorstellung von der sprachlichen Teilung, die sich nach der Aufspaltung des fränkischen Großreiches vollzogen hatte. Dieses Dokument wurde 842 in Straßburg abgefaßt, als Ludwig der Deutsche und Karl der Kahle während des "Bruderkrieges" ein Bündnis gegen Lothar schlossen. Es ist der Text eines Eides. Damit beide Heere den Eid verstehen konnten, mußte er in zwei heimische Sprachen übersetzt werden - ins Altfranzösische und ins Althochdeutsche.

Die einzige uns überlieferte Aufzeichnung der epischen Dichtung ist ein Fragment aus dem Poem "Hildebrandslied" (Anfang des 9.Jhs.).Die Anfänge deutscher philosophischer Prosa sind mit der Übersetzungstätigkeit Notkers des Deutschen(995-1022) verbunden. Als Vorsteher der Klosterschule in St. Gallen(Die Schweiz) bediente sich Notker der Muttersprache zu Lehrzwecken, wozu er zahlreiche Psalmen und lehrhafte Texte ins Deutsche übertrug. Von besonderem Wert sind seine Übersetzungen philosophischer Schriften, des römischen Philosophen Boethius “Trost der Philosophie", die Schriften Aristoteles u.a.

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