Das Wort als Grundeinheit der Sprache
auf der lexikalisch-semantischen Ebene als kleinster, relativ selbständiger Träger der Semantik;
auf der morphematischen Ebene dagegen als eine aus dem Redestrom potenziell isolierbare morphematische Einheit, die zwar teilbar sein kann, jedoch im System zur Einheit eines morphologischen Paradigmas zusammengeschlossen ist;
auf der phonologischen Ebene als eine durch mögliche Pausen isolierbare Einheit;
auf der graphemischen Ebene als eine durch Leerstellen im Schriftbild isolierbare Einheit;
auf der syntaktischen Ebene kann es durch seine syntaktische Funktion, Satzglied, vertausch- und umstellbar zu sein, definiert werden.
Phonetische Ausgestaltung des deutschen Wortes
Die Lautgestalt der deutschen Wörter wird durch die Kombination von etwa 40 Phonemen bestimmt.
Im Deutschen besitzt das Wort eine morphologisch gebundene Betonung. In einfachen Wörtern ist gewöhnlich die erste Silbe betont.
Abweichend: bei den Suffixen -ei und -ieren.; in einigen Zusammensetzungen: Fünf´markstück; bei Abkürzungen; bei Fremdwörtern.
Die Hauptbetonung im Deutschen ist stark zentralisierend, sie gestaltet das Wort als eine lexikalische Ganzheit.
Die Konsonanten im Auslaut und im Silbenauslaut werden stimmlos ausgesprochen;
Die Vokale im Wort- oder Silbenanlaut erhalten den festen Einsatz;
In unbetonten Silben werden die langen Vokale quantitativ reduziert.
Lexikologische Grundbegriffe
Das Lexem: Grundeinheit des Wortschatzes (und damit der Grundbegriff der Lexikologie). Ein Lexem ist ein lexikalisches Zeichen, also eine Einheit aus Form und Bedeutung. Ein Lexem enthält mindestens ein Grund- oder Basismorphem. Es kann aus mehreren Morphemen (dies ist z.B. bei Wortbildungskonstruktionen der Fall) und auch mehreren Wörtern bestehen (Letzteres trifft beispielsweise auf Phraseologismen zu).
Das Morphem ist das kleinste sprachliche Zeichen (als Einheit aus Form und Bedeutung), also die kleinste eine (eigenständige) Bedeutung tragende sprachliche Kategorie.
Man unterscheidet als Arten von Morphemen:
Grund- oder Basismorpheme
Wortbildungsmorpheme
grammatische Morpheme
Z. B. vergleichbare
Lexikologische Grundbegriffe
Das Semem [ze'me:m] ist eine (usuelle, lexikalisierte) Bedeutungsvariante eines Lexems.
Aus einer anderen theoretischen Perspektive ist das Semes Konfiguration semantischer Merkmale, ein Bündel von Semen.
Das Sem (semantisches Merkmal)
Als Sem oder semantisches Merkmal betrachtet man die - als atomistisch vorgestellte - kleinste Einheit der Bedeutung. Sememe lassen sich nach dem Konzept der Merkmalsanalyse restlos in semantische Merkmale oder Seme zerlegen. (z.B. 'konkret' vs. 'abstrakt', 'belebt' vs. 'unbelebt', 'männlich' vs. 'weiblich' u.Ä.).
Konventionalität
Sprachliche Zeichen sind prinzipiell arbiträr, konventionell: Die Angehörigen einer Kommunikationsgemeinschaft einigen sich (meist stillschweigend, nur selten bewusst) darüber, mit welchem Ausdruck (oder Zeichen) eine bestimmte Sache bezeichnet wird.
