
- •Der Artikel. Der Gebrauch des unbestimmten Artikels
- •Die Stilistik ist ein Zweig der philologischen Wissenschaften. Sie verf?gt ?ber ein speziefisches Forschungsgebiet und besitzt ihre Aufgaben.
- •Der Gegenstand der Stilistik umfa?t vier gro?e Fofschungsgebiete:
- •Der funktional-stilistisch differenzierte Wortbestand.
- •Irgendwie zueinander in Beziehung gesetzt: durch eine Дnderung in der
- •Verweile doch, du bist so sch?n! ( j. W. Goethe. Faust.) Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nicht.( Schopenhauer) Egoismus ist Einsamkeit ( Schiller).
Die Stilistik ist ein Zweig der philologischen Wissenschaften. Sie verf?gt ?ber ein speziefisches Forschungsgebiet und besitzt ihre Aufgaben.
Stilistik ist die Lehre von s?mtlichen Stilen einer Nationalsprache, von ihren Beziehungen zueinander und ihren gegenseitigen Durchdringen. Sie untersucht die sprachlichen Verwendungsweisen nicht nur auf dem Gebiet der sch?nen Literatur, sondern auch auf allen Gebieten des Gesellschaftsleben. Untersucht werden die Stile mit allen ihren Untergruppen, den sogenannten Gattungsstilen, sowie ihre individuelle Verwendung von einzelnen Pers?nligkeiten. Die Erforschung des literarisch-k?nstlerischen Stils mit allen seinen Komponenten ?berschreitet den Rahmen der Stilistik, sie geh?rt zu den Aufgaben der Literaturwissenschaft. Sobald wir uns mit Textanalyse befassen, sind ?berschneidungspunkte zwischen Stilistik und Literaturwissenschaft nicht zu umgehen.
Der Gegenstand der Stilistik umfa?t vier gro?e Fofschungsgebiete:
1. Lehre von der Vervendung der sprachlichen Ausdrucksmittel. Dazu geh?rt die Untersuchung aller dem m?ndlichen und schriftlichen Verkehr zu Gebote stehenden Ausdrucksmittel und ihre Erkl?rung als Bestandteile eines einheitlichen Sprachsystems. Ferner Analyse ihrer Verwendung in den verschiedenen funktionalen Stilen. 2. Geschichte des Stils. Hierher geh?rt die Untersuchung der einzelnen Stiltypen in ihrer historischen Entwicklung, d. h. monographische Analyse einzelner Stile im L?ngsschnit der Zeit
.3. Lehre von den Individualstilen. Hierher geh?rt die Untersuchung von Einzelstilen bedeutender Wissenschaftler, Publizisten, Diplomaten ... In diesem Teil der Stilistik soll gezeigt werden, wie der Eizelstil gr??er Meister auf die Sprach- und Stilnormen der Epoche Einflu? aus?bt.4. Lehre von den sprachlichen Individualstilen in der sch?nen Literatur. Hier grenzt die Stilistik mit der Literaturwissenschaft.Zu der theoretischer Stilistik gesellt sich die angewandte Stilistik, die sog. Sprach- und Stilinterpretation. Theoretische und angewandte Stilistik geh?ren als Theorie und Praxis einer Wissenschaft untrennbar zusammen.An die Grundsatzfragen der Stiltheorie kann man aus makrostilistischen und mikrostilistischen Sicht hereingehen. Die Differenzierung zwischen Makro- und Mikrostilistik ist seit 1975 zun?chst von Risel vertreten worden (Risel/Schendels 1975), sp?ter von Sowinski (1983) erg?nzt und erweitert worden. Aufgabe der Mikrostilistik ist: die stil. Leistungen der sprachlichen Einheiten aller Ebenen zu erkennen und zu systematisieren. Zu der funktionalen Mikrostilisik rechnen wir den stilistischen Aspekt der Linguistik. Dazu geh?ren die stil. Lexikologie, Phraseologie, stil. Morphologie und Syntax, stil. Wortbildung und Phonostilistik. Mikrostilistik bildet das Fundament f?r die Makrostilistik. Aufgabe der Makrostilistik ist die Erforschung des Stils als Komplexerscheinung. Zur Makrostilistik z?hlen wir die Funktionalstilistik (Beschreibung der einzelnen Stilen durch Registrierung der quantativen und qualitativen Anwendungsnormen in dem kommunikativen Bereich des Gesellschaftsverkehrs) und Textinterpretation.Wir m?ssen auch wissen, welche Sprachnormen f?r diesen oder jenen Stil der schriftlichen und m?ndlichen Literatursprache zu einem bestimmten Zeitpunkt g?ltig sind, und damit ber?hren wir den Begriff der Stilnormen. Es gibt verh?ltnism??ig wenige abstrakte Begriffe im Bereich der Sprach- und Literaturwissenschaften, die einen derart gro?en Bedeutungsumfang und entsprechend weiten Verwendungsbereich haben, wie das Wort "Stil". Es gibt eine Vielfalt von Definitionen. Genauere Untersuchungen dieser Komplexit?t zeigen jedoch, dass in den zahlreichen Stildefinitionen eigentlich nur unterschiedliche Aspekte des mehr oder weniger gleichen Gegenstandes vorliegen, die erst in der Zusammenschau der berechtigten Einzelperspektiven das Ph?nomen "Stil" kennzeichnen.E. Riesel in ihrem Buch "Stilistik der deutschen Sprache" behauptet, dass die Vieldeutigkeit des Wortes "Stil" seine strenge Abgrenzung gegen die Fachausdr?cke "Sprache" und "Rede" erfordert. Wenn wir unter Sprache eine spezifische Struktur, ein System von lexischen, grammatischen und phonetischen Mitteln verstehen, dass zur Verst?ndigung im Gesellschaftsverkehr dient, so stellt die Rede die Verwendung des sprachlichen Zeichensystems in konkreten Sprech- und Schreibakten dar. Rede ist demnach sprachliche ?u?erung (Information) zu bestimmten Mitteilungszwecken in bestimmter Sprechsituation.Die Tatsache, dass die Sprache ganz verschiedenen und immer komplizierten Sph?ren der menschlichen T?tigkeit als wichtigstes Verst?ndigungsmittel dienen mu?, f?hrt zwangsl?ufig zur Vervolkommnung ihres Systems, zu einer funktionalen und expressiven Differenzierung ihrer Au?drucksm?gligkeiten. Die Art und Weise, wie die sprachliche M?glichkeiten in konkreter Rede gebraucht werden, bezeichnen wir als " Stil". Stil ist also, auf die k?rzeste und allgemeinste Formel gebracht, die Verwendungsweise der Sprache im Sprech- und Schreibakt - ein System von Gesetzm??igkeiten der Ausdrucksgestaltung.
Diese Definition kann sich auf zwei Stilbegriffe beziehen: auf den Individualstil des Menschen und sog. funktionalen Stil. Unter dem funktionalen Stil verstehen wir die historisch ver?nderliche, funktional und expressiv bedingte Verwendungsweise der Sprache auf einem bestimmten Gebiet menschlicher T?tigkeit, objektiv verwirklicht durch eine zweckentsprechend ausgew?hlte und gesetzm??ig geordnete Gesamtheit lexischer, grammatischer und phonetischer Mittel. Die funktionalen Stile sind bestimmten zeitlichen Ver?nderungen unterworten. Mit der Entwickung der Gesellschaft sterben alte, ?berfl?ssig gewordene Verwendungsweisen der Sprache ab, entstehen neue Formen des Gesellschaftsverkehrs mit erweiterten neuen Aufgaben. Auch in den Stilen, die ganze Reihe von Epochen hindurch bestehen, gehen gewisse Ver?nderungen vor sich, teils in ihren sozialen Aufgaben, teils in ihrer sprachlichen Gestaltung.
2.Grundkriterium der Stilklassifikation ist die Einleitung nach der spezifischen Funktion, die die betreffenden sprachlichen Verwendungsweisen im gesellschaftlichen Verkehr ausben. Auerdem mssen noch folgende zwei Faktoren in Betracht gezogen werden:
1.der Verstndigungsweg ( schriftlich oder mndlich);
2.die Verstndigungsart (monologisch oder dialogisch).
Mit diesen beiden Faktoren hngt der Charakter der Normung zusammen (literarisch oder umgangsprachlich; dazwischen als Auflockerung der literarsprachlichen Normung: literarisch-umgangsprachlich).Der bestimmte Mitteilungszweck zieht eine bestimmte linguistische Spezifik des Stilsystems nach sich. Die linguistische Spezifik besteht aus zwei Komponenten:1) aus den sogenannten Stilzgen;
2) aus den konkreten lexisch-phraseologischen, grammatischen und phonetischen Mitteln, die diese Stilzge sprachlich realisieren.
Demnach lassen sich folgende funktionale Stile untescheiden:
1. Stil des ffentlichen Verkehrs;
2. Stil der Wissenschaft;
3. Stil der Publizistik und Presse;
4. Stil des Alltagsverkehrs;
5. Stil der schnen ( schngeistigen) Literatur.
Die Hauptschwierigkeit der Stilklassifikation besteht darin, dass die Kriterien fr die Bestimmung der Begriffe „gesellschaftliche Funktion" und „linguistische Spezifik eines funktionalen Stils" noch nicht einwandfrei festgelegt sind. Innerhalb jedes Stiltyps gibt es starke Schwankungen sowohl in der gesellschaftlichen Funktion als auch in der linguistischen Spezifik. Das Problem bleibt immer noch nicht gelst.
Eine Flle ungelster Probleme enthlt die Bestimmung von Wesen und Merkmalen des Stils der schnen Literatur, der nicht als streng geschlossenes, isoliertes Ausdrckssysten betrachtet werden kann. Seine sprachliche Spezifik besteht eben darin, dass smtliche Quellen sprachlichen Ausdrucks verwendet, smtliche Elemente der verschiedensten funktionalen Stile herangezogen werden knnen.
Die einzelnen funktionalen Stile (Sprachstile) schlieen eine grere oder kleinere Anzahl von Abarten mit gewissen Ausdrucksvarianten in sich ein. Diese Abarten der funktionalen Stile bezeichnen wir als Gattungsstile. Die Gattungsstile stellen funktionale Verwendungsweise der Sprache dar. Zum Sril des offiziellen Verkehrs gehren eine Reihe kleinerer Gattungsstile, wie etwa: der Stil der mter und Kanzleien, der Stil des Gerichtswesens, der Stil des Handelsverkehr u. a.m. Diese Gattungsstile werden durch die gemeinsamen Stilzge des offiziellen Verkehrsstils zusammengehalten, unterscheiden sich durch einzelne Momente der sprachlichen Realisierung: durch engspezialisierte Lexik, durch besondere phraseologische Klischees, durch gewisse nderungen im Charakter des Satzbaus.
Funktional-stilistisch undifferenzierter Wortbestand. Wenn wir den gesamten Wortbestand nach seiner Zugehörigkeit zu den einzelnen schriftlichen und mündlichen Stilen der Nationalsprache untersuchen, müssen wir zwei große Gruppen unterscheiden:
3.. den funktional-stilistisch undifferenzierten Wortbestand (allgemeinverständliche und allgemeingebräuchliche Wörter, die in sämtlichen Stilen gleicherweise verwendet werden). II. den funktional-stilistisch differenzierten Wortbestand.
Zu dieser Gr. gehört vor allem die mehr oder weniger stabile lexische Basis der Sprache, bestehend aus allgemeinverständlichen und allgemeingebräuchlichen Wörtern einfach-literarischer Prägung mit expressiver Nullfärbung. Dieser Kernwortschatz ist funktional-stilistisch undifferenziert, weil er in allen Stilen das sprachliche Fundament bildet. Die Wörter des Grundwortbestands sind in ihrer Verwendung unbegrenzt; dazu kommt, dass sie in allen fun-len-und Gattungsstilen das gleiche Gewicht, die gleiche Verbreitung haben. Numeralien, Pronomen, allg-gebräuchliche Sub-ve (Tisch, Mensch) können keine Synonyme bilden, weil sie zu allgemeine Begriffe ausdrücken. Zur Lexik mit funktionaler Neutralität und absoluter Nullexpressivität gehören die Massen abgeleiteter und zusammengesetzter Wörter vom Typ beschlagen, abschlagen,dunkel- rot,Rothaare, radfahren.
Die funk-stil. Undiff-te Gr. bereichert sich ständig durch Zustrom aus der funk-stil.diff-en Gr. Es handelt sich um jene Wörter, die ihre enge Wortschicht verlassen, um in den allgemeinen Gebrauch einzugehen.(Bildschirm,Komputer,cd-rom,Farbfernsehen). Auch phras-e Fügungen können in den funk.Stil undiff.WB. eingereiht werden (Aufmerksamkeit schenken.,den Entschluss fassen).