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Контрольная работа Практика языка БОГАТКО распр...doc
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01.05.2025
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Вариант № 2.

Aufgabe I. Ergänzen Sie folgende Zitate der deutschen Dichter:

1) „Die Welt wird alt und wird wieder jung, doch … … … … … “.

(F. Schiller, Hoffnung)

2) „Ich kenne die Weise, ich … … … , ich kenn´ … … … … “.

(H. Heine, Deutschland. Ein Wintermärchen)

3) „Früh übt sich, was … … … …“.

(F. Schiller, Wilhelm Tell)

4) „Der Worte sind genug gewechselt, lasst … … … … …“!

(J.W. Goethe, Faust)

Aufgabe II. Erklären Sie die ursprüngliche und übertragene Bedeutung folgender Ausdrücke:

1) viele Hunde sind des Hasen Tod;

2) Schwein haben;

3) etwas geht gegen den Strich;

4) den Faden verlieren;

5) leeres Stroh dreschen;

6) den Rahm abschöpfen;

7) ans Ruder kommen;

8) den Kürzeren ziehen;

Aufgabe III. Übersetzen Sie folgenden Text ins Deutsche.

Братья Гримм

Братья Якоб и Вильгельм Гримм, чьи научные исследования и популярные «Сказки» пользуются всемирной известностью, занимают выдающееся место в развитии немецкой литературы и филологической науки первой половины XIX века. Оба брата с увлечением изучали историю, германские языки, литературу и народное творчество еще в то время, когда они занимались юридическими науками в Марбургском университете. Позднее братья работали сначала в библиотеке в Касселе, а затем в Гёттингенском университете. Научная и литературная деятельность братьев Гримм была так многогранна и интересна, что в 1841 году они стали профессорами университета в Берлине и были избраны членами Берлинской академии наук. Совместная работа братьев протекала в тесном содружестве, несмотря на то, что их методы исследования отчасти были различны.

Уже в это время ими были начаты исследования в области германской и романской филологии, сделавшие их известными не только в Германии, но и далеко за ее пределами. В то время как Якоб Гримм, ставший одним из основоположников сравнительно-исторического языкознания. руководил исследованиями и теоретически их обосновывал, Вильгельм Гримм преимущественно собирал, изучал и издавал памятники древней поэзии и народные сказки. Широко известная «Немецкая грамматика» Якоба Грима в четырех томах и его «История немецкого языка» в двух томах – это произведения, в которых поставлен вопрос об историческом развитии немецкого языка и определено его место среди других германских языков. В 1854 году Якоб и Вильгельм Гримм начали издавать «Словарь немецкого языка», над которым уже в наше время продолжали работать ученые бывшей Германской Демократической Республики вместе с учеными Федеративной Республики Германии. Работа была завершена только к началу 1961 года.

Своими филологическими исследованиями братья Гримм показывали, что изучение культуры и языка одной группы народов (например, германских) может быть успешным лишь в том случае, если учитывать связь этих народов с другими группами народов (например, романской или славянской). Еще Н. Г, Чернышевский указывал, что в работах Якоба Гримма факты играют огромную роль, Это и дало Якобу Гримму возможность стать основателем исторической филологии.

Гуманистические и демократические взгляды братьев Гримм наиболее ясно выражены в их литературной деятельности. Исследование и литературная обработка немецких народных сказок проводились братьями Гримм на серьезной научной основе, ибо многочисленные варианты сказок были не только записаны, но и сопоставлены с романскими, славянскими, индийскими и персидскими сказками, а это дало ученым возможность сделать много новых наблюдений и прийти к новым теоретическим выводам.

Героями сказок являются главным образом люди труда, чести и справедливости – ремесленники, рыбаки, пастухи, солдаты – люди сильные и умные. Поэтому они обычно побеждают, и братья Гримм особо подчеркивают оптимизм народной сказки, оканчивающейся победой добра над злом. Очень интересен язык сказок, ибо ученые стремились сохранить свойственные народной речи выражения, пословицы, образные сравнения, особые типы сложных слов, прямую речь. Некоторые сказки были записаны на диалектах, а это позволило показать различные оттенки народных говоров.

Научное и литературное наследие братьев Гримм составляет важную часть не только немецкой, но и мировой культуры.

Aufgabe IV. Übersetzen Sie folgenden Text ins Russische.

Josef Hofmiller: Die Bücher und wir

Von Alfons von Kastilien stammt der Ausspruch, der Mensch brauche drei Dinge, um glücklich zu sein: gute Freunde zur Gesellschaft, guten Wein zum Trinken, gute Bücher zum Lesen (Tabak und Kaffee waren noch nicht entdeckt). Aber die guten Freunde sterben uns einer nach dem anderen, der gute Wein ist noch vergänglicher als die guten Freunde – was sich am besten hält, sind die Bücher. Sie sind wie Tischleindeckdich. Sie sterben nicht, sie werden nicht sauer, sie sind immer zur Stelle, immer bereit zu uns zu sprechen, sofern nur wir den guten Willen haben ihnen zuzuhören. Von den vielen hundert Büchern, die wir im Leben gelesen haben, reut uns selten eins. Aber wie viele reuen uns, die wir nicht lasen, damals, wo das Leben noch unendlich lang vor uns lag, und die Zeit so billig war wie die Semmeln!

Was ist ein gutes Buch? Die Frage scheint schwer zu beantworten. Je nach Alter, Geschlecht, Abstammung. Erziehung, Umwelt, Erlebnisreife scheinen die Voraussetzungen zu verschieden. „Gut ist das Buch, das mich entwickelt“, hat Brandes gesagt. „Es gibt zwei Arten von Büchern“, schreibt Björnson an seine Tochter: „solche, die in den Menschen die Freude am Leben, die Sehnsucht nach dem Guten steigern, und solche, die das nicht tun. Die ersten sind gut, die andern sind schlecht, so ausgezeichnet und genial sie auch in Einzelheiten sein mögen“. Eis gutes Buch und ein guter Wein müssen uns schmecken, aber sie dürfen uns keinen Kater verursachen. Naturreine Bücher sind köstlich wie ein Tropfen von wackerer Kreszenz. Aber wie beim Trinken, ziehen viele Leute, weil sie's nicht besser verstehen, auch beim Lesen Sorten vor, die gepantscht sind, gezuckert, verschnitten, gespritet, parfümiert. Sie wundern sich über ihr seelisches Sodbrennen, weil die Firmen, bei denen sie bestellen, raffiniert aufgeputzte Preislisten versenden, genannt Kataloge, mit geschickt angebrachten Urteilen, genannt Kritiken.

Ich glaube, solange die Konsumenten den Mut ihrer eigenen Meinung aufbringen, wählen sie instinktiv das Gute. Man muss allerdings nicht nur den Mut zur Bewunderung haben. Fast noch wichtiger ist der Mut zur Ablehnung. Gut ist das Buch, das mich fördert, stärkt. Was geht mich die Literatur der Privatschmerzen an? So denken wohl viele, aber wer hat den Mut es auszusprechen? Theodor Fontane hatte ihn. Als er Turgenjews letzten großen Roman Neuland besprach, hielt er mit seinen Bedenken nicht zurück: „Die Geschichte ist sehr vorzüglich, und man hat doch keine rechte Freude daran. Woran liegt das? Man will erkennen, was der Verfasser denn eigentlich für Ideale hat, wofür er schwärmt, was ihm Herzenssache ist. Er schwärmt aber für nichts. Die Altrussen sind ihm lächerlich, die Neurussen sind ihm verächtlich, die Adligen geißelt er als hohl, hochmütig, phrasenhaft. So wird nirgends ein rechtes Behagen geweckt. Man bewundert die Treue der Bilder, aber sie lassen so kalt, wie der Dichter kalt war, der sie schuf. Wir legen das Buch mit dem Gefühl aus der Hand: wie traurig, wie unbefriedigend! Es fehlt alles Versöhnliche, kaum eine Zukunftsperspektive. Das Interesse erlischt, und man ist schließlich froh, dass es ein Ende hat“.

Die berühmtesten Bücher der Welt sind im Kreise von Frauen angeregt worden. Hinter allen Dichtungen, die heute noch das menschliche Herz bewegen, steht als ihr Gegenstand eine Frau. Und diese Dichtungen wären alle längst untergegangen, hätten nicht diese großen Bewahrerinnen sie den kommenden Geschlechtern weitergegeben. Die Frau ist die Hüterin des Alten in allem und jedem. Sie nimmt vorurteilsloser neue Kunst und Dichtung auf als der Mann, aber sie gibt nicht so vorschnell wie er die alte preis. Wenn unsre Mundarten noch das Gold alter schöner Wörter in ihrem rauschenden Strom führen, danken wir's den Ahnfrauen, aus deren Mund sie die Kinder vernehmen. Frauen waren es, die den Brüdern Grimm die deutschen Volksmärchen erzählten, und rheinische Mädchen, die Arnim und Brentano die schönsten Lieder des Wunderhorns vorsangen.

Dass es noch eine Dichtung, dass es noch Dichter gibt, verdanken wir den Frauen: Dichtung, etwas so wenig je Veraltendes wie Blumen, Wolken, Bäume, Seen, Singvögel. Sooft ich in der Straßen- oder der Eisenbahn eine Frau sehe, die liest, ganz Aufmerksamkeit, ganz Hingabe, sage ich mir: wohin wäre längst das Buch verschwunden ohne diese unzähligen stillen, frommen Leserinnen? Sie lesen langsamer, sie behandeln das Buch besser. Und wär's die Göttliche Komödie oder die Portugiesischen Sonette der Barrett-Browning, wär' es die kostbarste Ausgabe des Faust - der Mann fände nicht den Mut, durch diese kleine Zeichen auszudrücken, dass er vor dem Buche Ehrfurcht hegt, dass es ein Fest ist, das Buch in die Hand zu nehmen. Wir sollten es uns zur Gewohnheit machen, jeden Monat wenigstens ein Buch zu kaufen.

Aufgabe V.

a) zeigen Sie anhand des Textes der Aufgabe IV exemplarisch auf, welche Eigenschaften der Frauen und auf welche Weise zur Entwicklung und Aufrechterhaltung der deutschen Dichtung beitragen;

b) wie erklären Sie genauer den Mut der Bücherkonsumenten zur Bewunderung der Bücher und zu ihrer Ablehnung? Haben Sie keine Scheu, manche Bücher abzulehnen?

Aufgabe VI.

Nehmen Sie Stellung zur folgenden Äußerung (etwa 15 Sätze):

«Ohne Weimar ist die Geschichte Deutschlands und der deutschen Kultur nicht denkbar. Weimar ist Deutschland im kleinen. Das ist eine Stadt, in der nicht nur Kultur und Geist, sondern auch Unkultur und Barbarei zu Hause waren».

Aufgabe VII.

Welche Erzählungen deutscher Schriftsteller haben Sie im vorigen Jahr im Deutschunterricht gelesen? Welche Erzählung hat Sie am stärksten beeindruckt? Wer sind die Helden dieser Geschichte? Beschreiben Sie, wie diese Helden in verschiedenen Lebenssituationen handeln oder reagieren. Ist dieses Verhalten aus Ihrer Sicht klug, dumm, mutig, feige, seltsam usw.? Welchen Gedanken will der Autor mit diesem kleinen Werk ausdrücken (etwa 15 Sätze)?