Добавил:
Upload Опубликованный материал нарушает ваши авторские права? Сообщите нам.
Вуз: Предмет: Файл:
Prufung гамз.docx
Скачиваний:
1
Добавлен:
01.05.2025
Размер:
157.13 Кб
Скачать

14. Gemination, Geminationsarten. Vereinfachung der Gemination.

Die Gemination.(gesetz von Holzman) – die Verdoppelung eines Konsonanten (lat. geminare- verdoppeln) durch das folgende j. In dieser Stellung konnten alle einfachen Konsonanten (außer r) nach dem kurzen Vokal verdoppelt werden.

Am häufigsten tritt die Gemination in den Verben auf, bei denen das Themasuffix -j- bereits geschwunden oder als "e" erhalten geblieben ist, und auch bei der Deklination der Substantive der -ja und jo-Stämme: got. biajan, dhd.bitten, ae. biddan "bitten"; got. sibja, ahd. sippa, ae. sibbia "Sippe".

Bereits im Germanischen gibt es eine große Anzahl von Doppelkonsonanten; besonders häufig sind ll, mm, nn und ss. Diese Geminanten werden meist als vorhistorische Assimilation erklärt, ln>ll, nw>nn. Da diese Geminanten in allen germanischen Sprachen in gleicher Weise auftreten, spricht man auch von gemeingermanischer Gemination. Hierzu gehören z.B. brinnan "brennen" und and. brennen "brennen machen".

In vielen Fallen begegnet uns geregelte Vereinfachung der Gemination, und zwar im Auslaut der Wörter, z.B. swimman - swam. kunnan - Aon, Gen. feiles – Nom. fel; und vor Konsonanten, z.B. brennan - branta, küssen - kusta, grimmer (Adj.) - grimlicho (Adj.).

Geminationsarten

1. Gemination durch Assimilation. Bereits im Urgerm. gibt es eine große Anzahl von Doppelkonsonanten; besonders häufig sind ll, mm, nn und ss. Diese Geminaten werden meist als vorhistorische Assimilation erklärt, ln > ll, nw > nn. Da diese Geminaten in allen germ. Sprachen in gleicher Weise auftreten, spricht man auch von gemeingerm. Gemination. Hierzu gehören z.B. ahd. brinnan intr. „brennen“ und ahd. brennen „brennen machen“, dem letzteren entspricht got. brannjan, as. brennian. Beide Formen weisen bereits Gemination auf, ein Beweis dafür, daß es sich um eine gemeingerm. und nicht um eine westgerm. Gemination handelt. In der Konjugation des Präs. bleibt die Gemination erhalten, z.B.: stellen, ih stellu, du stellis, er stellit.

2. Gemination durch Vokalausfall. Bisweilen sind Doppelkonsonanten durch den Ausfall eines Vokals zwischen zwei gleichen Konsonanten entstanden, z.B.: elilenti > ellenti „anderes Land, Verbannung“, heêriro > hêrro „der Hehre, Ehrwürdige, der Herr“.

Sehr häufig findet sich diese Erscheinung auch beim Prät. sw. Verben, z.B. leitta < leitita „leitete“.

3. Gemination durch die ahd. Lautverschiebung. In der ahd. Lautverschiebung sind aus den inlautenden p, t, k die Doppelfrikative ff, zz, hh geworden, z.B. ahd. offan, ëzzen (s. tabellarische Übersicht oben).

Diese Einfachung erfolgte deshalb, weil der zweite Teil der Geminaten keine neue Silbe zu eröffnen hatte. Oft erfolgte die Vereinfachung der Gemination durch Analogie, besonders häufig in der Konjugation des Präsens. Neben bitten, ich bittu steht du bitis, er bitit. Nach diesen beiden Formen können dann auch der Infinitiv und die Übrigen Formen gebildet werden.

Соседние файлы в предмете [НЕСОРТИРОВАННОЕ]