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8.Vokalsystem des Ahd.

Kurzvokale. Im Ahd. gab es folgende kurze Vokale: a, e, e, i, o, u (fiter, erda, gesti, wizzan, boto, sunu). Je nach Herkunft und Qualität unterscheiden wir ein offenes e das vom Germanischen vererbt ist und ein geschlossenes, das infolge «des Primärumlauts aus dem ahd. kurzen a entstanden ist.

Langvokale. Das Ahd. weist folgende lange Vokale auf: a, e, i, o, u (släfan, mero, stigan, cra, brut). Sie werden in den Textausgaben meist durch den Zirkumflex gekennzeichnet). Das altgermanische e wurde im Ahd. zu a, vgl. got. slepan — ahd. slafan (schlafen), got. jer — ahd. jar (Jahr).

Diphthonge. In den althochdeutschen Texten kommen u. a. folgende Diphthonge vor: ei, ou, io, ie, iu, ia, uo (stein, ouga, lioht, hier, friunt, sliaf, bruoder). Die ahd. Diphthonge haben eine spezifische Lautung: sie werden aus zwei kurzen Bestandteilen gebildet, von denen der erste stärker betont wird als der zweite (dieser ist eigentlich ein Gleitlaut), also, ahd. brief ist als (bri-ef) zu sprechen. Das ahd. ei ist auch als e mit i-Nachschlag zu sprechen, z. B. arebe-it, ste-in.

In den ahd. Schriftdenkmälern weisen die Diphthonge zahlreiche Varianten auf. So entspricht dem fränkischen uo der Diphthong ua in dir alemannischen und das alte o (< germ. o) in der bairischen Mundart. (vgl. also fränk. fuor, alem. fuar, bair. for «ich fuhr»). Das letztere ist nach 850 auch zu uo geworden. Auch das germ. au nimmt im Basischen die Form ao (bis zum Beginn des 9. Jhs.) an, wobei im Fränkischen und Alemannischen hier der Monophthong o auftritt.

9.Diphthonge. Ahd. Diphthongierung. Monophtongierung.

Diphthonge. In den althochdeutschen Texten kommen u. a. folgende Diphthonge vor: ei, ou, io, ie, iu, ia, uo (stein, ouga, lioht, hier, friunt, sliaf, bruoder). Die ahd. Diphthonge haben eine spezifische Lautung: sie werden aus zwei kurzen Bestandteilen gebildet, von denen der erste stärker betont wird als der zweite (dieser ist eigentlich ein Gleitlaut), also, ahd. brief ist als (bri-ef) zu sprechen. Das ahd. ei ist auch als e mit i-Nachschlag zu sprechen, z. B. arebe-it, ste-in.

In den ahd. Schriftdenkmälern weisen die Diphthonge zahlreiche Varianten auf. So entspricht dem fränkischen uo der Diphthong ua in dir alemannischen und das alte o (< germ. o) in der bairischen Mundart. (vgl. also fränk. fuor, alem. fuar, bair. for «ich fuhr»). Das letztere ist nach 850 auch zu uo geworden. Auch das germ. au nimmt im Basischen die Form ao (bis zum Beginn des 9. Jhs.) an, wobei im Fränkischen und Alemannischen hier der Monophthong o auftritt. Die Germanischen Diphtonge ai und au wurden im Altsächsischen allgemein, im Ahd. vor bestimmten Konsonnanten zu e und o.

  1. der Diphtong ai wurde zu e, wenn h,r,w folgte; sonst ai>ei: got.laisjan, as. Lerian, ahd. leran „lehren“ got. stain, as. sten, ahd. stein „Stein“ got. maiza, ahd. mero "mehr".

b) der Diphthong au wurde zu o vor h und den Dentalen (d, t, s, n, r, l); sonst au>ou:

got. hauhs, as. hoh, ahd. hoh "hoch"

got. augo, as. oga, ahd. ouga "Auga"

got. daupus, ahd. tod "Tod"

got. laus, ahd. los "los"

lat. caulis, ahd. kol "Kohl"

got. laun, ahd. lon "Lohn".

c) germanisches e wurde zu ia diphthongiert. In den Schriftdenkmälern der zweiten Hälfte des 8.Jh. steht noch e oder der Diphthong ea, z.B. her. hear, "hier". Anfang des 9Jh. wird e, ea> ia: hiar; in der zweiten Hälfte des 9Jh. ia >ie: hier,

as. meda, ahd. miata "Lohn"

as. het, ahd. hias, "hieß"

as. red, ahd. riat, "riet"

lat. speculum, ahd. spiagal, "Spiegel"

lat. tegula, ahd. ziagal, "Ziegel".

d) germanisches o wurde im Fränkischen gegen Ende des 8Jh. zu uo diphthongiert, z.B. fuor "ich fuhr". Im Bairischen blieb im 9.Jh. noch o: for, das Alemannischen hatte ua: fuar. Erst am Ausgang des 9.Jh. breitete sich das uo über den gesamten hochdeutschen Sprachraum aus.

got. fotus, ahd. fuos, "Fuß"

got. bropar, ahd. bruoder, "Bruder"

got. sokjan, ahd. suohhan, "suchen".

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