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13. Negation, Entwicklung der verbalen Klammer.

Negation

In den Sätzen, wo außer der Verneinungspartikel ne verneinende Pronomen oder Adverbien gebraucht wurden, wurde infolge der Schwachtonigkeit der Partikel ne die zweite Verneinung (das verneinende Pronomen oder Adverb häufiger gebraucht). Auf diese Weise entwickelte sich auch in solchen Sätzen eine Gesamtverneinung.

Im 16Jh. Kam die doppelte Verneinung aus dem Gebrauch, und die Gesamtveneinung wurde zur Regel. Es bildeten sich auf diese Weise 2 Modelle von Verneinungssätzen, die den Gegenwartssprache eigen sind:

1.mit der Verneinungspartikel nicht.

2.mit einem verneinenden Pronomen oder Adverb.

Entwicklung der verbalen Klammer

Ein Teil des zusammengesetzten Prädikats nahm im Satz die 2.Stelle ein. Die Stellung des zweiten Teils war noch ungebunden. Die absolute Kontaktstellung kam in dieser Zeit nur noch selten vor. Es traten 2 Varianten der Wortstellung ungefähr gleichbeeutend auf:

1.die vollständige Klammer.

2.die unvollständige Klammer.

Die relativ freie Stellung des zweiten Teils des Prädikats weicht mit der Zeit immer mehr der Klammer. Während sich im 14-15.Jh. die vollständige Klammer und die freie Stellung des zweiten Teils des Prädikats ungefähr die Waage hielten, ergibt sich für das ausgehende 16.Jh. schon das Verhältnis 13 oder 14 zugunsten der Klammer. Die regelmäßige Durchführung der Klammer erfolgt erst im 17-18Jh. Im Zusammenhang mit der bewussten Regelung des gesamten Baus.

14. Der komplexe Satz. Die Satzverbindung.

Der komplexe Satz

Besonders intensiv entwickelten sich in der frnhd. Zeit Modelle der Adverbialsätze:

1.Temporalsätze (Das System der Temporalkonjunktionen war sehr reich):

-Temporalsätze der Gleichzeitigkeit (Konjunktionen - als, wenn)

-Temporalsätze der dauernden Gleichzeitigkeit (die Dauer eines Geschehens wurde durch die Dauer eines anderen Geschehens wiedergegeben; Konjunktionen - so lang, indem als )

-Temporalsätze der wiederholten Gleichzeitigkeit ( Konjunktionen - als dicke, so dicke, so oft)

-Temporalsätze der Vorzeitigkeit (nachdem)

-Temporalsätze der Nachzeitigkeit (bis das)

2. Kausalsätze (weil, da, denn)

3. Finalsätze (damit)

4. Vergleichsätze (als ob, als wenn)

5. Bedingungssätze (so, wo, wenn, wann)

6. Konzessivsätze (obschon, obgleich, obwohl, wenngleich, ob auch, wenn auch, wenn noch)

7. Konsekutiv- und Modalsätze(so…dass).

Wortstellung im Satzgefüge: Es war die Tendenz zur Endstellung des Prädikats besonders gebräuchlich. Die Hauptursache der Verallgemeinerung dieser Wortstellung liegt in dem wachsenden Bedürfnis nach Normung der deutschen Sprache und nach Schaffung einer einheitlichen verbindlichen Sprachnorm.

Die Satzverbindung

Im Frnhd. wurde die Sprache durch neue beiordnennde Konjunktionen und neue Typen der Satzreihe bereichert. Neben den alten kopulativen und adversativen Konjunktionen waren neue Konjunktionen benutzt:

1.kopulative – dazu, zudem, darüber, sodann, gleichwohl, überdies, alsdann

2.adversative – hingegen, überdem, nicht…sondern, entweder…oder.

Es entwickeln sich auch Konjunktionen, die zum Ausdruck solcher beiordender Verbindungen dienen, die die älteren Sprachdenkmäler nicht aufweisen:

1.Konsekutive Verbindung – darum, daher, demnach, deswegen.

2.Kausale Verbindung – denn, ja.

3.Konditionale Verbindung – zwar, aber, dennoch, allein, gleichwohl.

Nicht alle neue Konjunktionen kann man in der Gegenwartssprache finden. Viele von ihnen waren synonymisch und konkurrierten eine Zeitlang miteinander.

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