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2. Deutsch in fruebuergerlicher Zeit. Die grossen Schreibsprachen. Sprachliche Einigungstendenzen.

Die Interesse zur Muttersprache wird in fnhd. Periode immer stärker. Die Humanisten übersetzen mehrere Werke der Weltliteratur ins Deutsche. Es entstanden zahlreiche Wörterbücher, meistens lateinisch-deutsche. Die Humanisten sammelten und gaben auch deutsche Sprichwörter heraus. Viele lateinische Sprichwörter und geflügelte Worte werden auch im Deutschen geläufig.

Ganz besondere Verdienste in der Entwicklung der deutschen Sprache der Neuzeit hatte aber die reformatorische Tätigkeit von Martin Luther.

Viele Ideologen, Wissenschaftler, Künstler verfassen ihre Werke in deutscher Sprache (Thomas Münzer, Paracelsus, Albrecht Dürer, Ortholph Fuchssperger, Heverlingh). Von ganz besonderem Interesse sind dabei Werke, die der Pflege der Muttersprache gewidmet sind. Im 17. Jh. begann eine aktive Arbeit im Bereich der Rechtschreibung, Lexik und Grammatik (Valentin Ickelsamer, Laurentius Albertus, Albert Ölinger, Johannes Clajus).

Bereits im 14./15. Jh. entwickelt sich intensiv die Kanzlei- und Geschäftssprache. Seit dem 14. Jh. erscheinen Urkunden der kaiserlichen Kanzlei in deutscher Sprache. In den Hansestädten (Lübeck, Stralsund, Rostok, Wismar, Hamburg) entwickelt sich die Geschäftssprache. Von großer Bedeutung für das Zusammenwachsen der verschiedenen regionalen Varianten der deutschen Sprache war die Erfindung des Buchdrucks im 15. Jh. (Johannes Guttenberg). Die Drucker arbeiteten in Mainz, Stralsund, Bamberg, Köln, Augsburg, Basel, Nürnberg, Ulm, Lübeck und Leipzig.

Wichtige Drucksprachen:

Oberdeutsche:

-Die Bayerisch-Oesterreichische (Ingolstadt und Wien)

-Schwaewbische (Augsburg, Ulm, Tuebingen)

-Die Alemannische (Basel, Zuerich, Strassburg)

-Die Ostfraenkische (Nuernberg, Bamberg)

Mittledeutsche:

-Die Westmitteldeutsche (Frankfurt, Mainz, Koeln)

-Die Ostmitteldeutsche (Wittenberg, Erfurt, Leipzig)

Die bekanntesten Namen und die wichtigsten Werke dieser Periode der deutschen Sprachentwicklung sind Sebastian Brandt („Das Narrenschiff“), Thomas Murner („Doctor murners narrenbeschwörung“), Till Eulenspiegel (ein Volksbuch), das niederdeutsche Epos „Reynke de vos“, Hans Sachs (als Meistersinger bekannt).

3.Luthers Rolle in der Entwicklung der deutschen Sprache.

Luther machte in den Jahren 1522-1523 die Bibeluebersetzung. Er uebersetzte Altetestament und Neutestament. Sprachform vom Bibel – das Ostmitteldeutsche, die Sprache der saechsischen Kanzlei.

Der Mittelpunkt seiner Reformation waren Sachsen und Thüringen.

Die Neurengen in der Sprache:

- die Aussprache ( Son, koennen statt mhd. Sun , kuennen)

- DIphtonge in mein, Haus, Leute

- Dehnung kurzer Vokale in offener Tonsilbe, Kuerzung einiger langen Vokale

- Die Orthographie ( die Konsonantenhaeufunge (скупчення) werden aufgegeben Zeit statt czeitt)

- Grossschreibung der 80% der Substantive

- die Morphologie ( Ausgleich beim sogennanten grammatischen Wechsel : ich war – wir ware; Verwendung des Morphems –er als Pluralzeichen)

- Wortgut, das verstaendlich war

- Neubildungen ( Geheimnis, Muttersprache) , viele Woerter erhielten neue Bedeutung : Arbeit, Glaube, Kirche)

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