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17.Adjektive im Mhd. Steigerung.

Durch Abschwächung der Endsilbenvokale nahm das Paradigma der Adjektive bereits im Mhd. ihre heutige Gestalt an:

alle Endsilbenvokale wurden zu –e [e] abgeschwächt, z.B. blinta >blinde

die Endung des N. Sg. der ehemaligen ja-Stämme wurde allmählich apokopiert, z.B. snelli > snelle

von zwei unbetonten Vokalen blieb nur einer erhalten, z.B. blintemu > blindem

die Suffixe des Komporativs ubd des Superlativs bekamen die heutige Klangform.

Der Umlaut, den die Suffixe ahd. –ir, -ist bewirkten, dehnte sich auf die meisten umlautsfähigen einsilbigen Adjektive aus und wurde zum Kennzeichen der Steigerungsformen. Die umlautslosen Steigerungsformen und die schwankenden Formen gehen auf die Konkurrenz der Suffixe ahd. –ir und –or, -ist und –ost zurück. Viel langsamer entwickelte sich die heutige Gebrauchsnirm der starken, schwachen und flexionslosen Formen des Adjektivs. Zuerst wurde der Gebrauch der flexionslosen Form des Adjektivs im Prädikat die Regel. Der Gebrauch der schwachen Form nach dem bestimmten Artikel hatte sich bereits seit dem Ahd. durchgesetzt. Im Laufe der mhd. Periode breitete sich diese Regel auch auf Demonstrativ- und Possessivpronomen aus, so dass sich das Prinzip der Monoflexion in der attributiven Wortgruppe immer mehr durchsetzte. Doch schwankt der Gebrauch der starken und schwachen Deklination der Adjektive nicht nur im Mhd, sondern auch im Fnhd. Ein eigenartiger Charakterzug des Mhd. isr der häufige Gebrauch flexionsloser Formen des Adjektivs als Attribut. Suppletiv-Steigerung. Einige Adjektive bilden in fast allen indogermanischen Sprachen die Steigerungsstufen von anderen Stämmen, es sind die besonders häufig verwedeten gut, schlecht, groß, klein:guot – bezzer – best.

18. Die Vereinfachung der Verbalflexion: die Abwächung des Themavokals, Abwächung der Suffixe der schwachen Verben

Die Abschwächung des Themavokals im Präsens begann bereits im Ahd. aber in den meisten Formen des Präsens erschien er noch als selbstständiges Morphem. Im Mhd. wurde Themavokal überall zu –e abgeschwächt, blieb aber noch ein selbstständiges Morphem. In der 1.P. Sg. wurde die Personalendung –u zu –e abgeschwächt. In der nhd. Zeit wurde der Themavokal infolge der fortschreitenden Abschwächung in der 2. und 3. P. Sg. synkopiert. (ahd. nimist, mhd. nimest, nhd. nimmst).

Die Abschwächung der Suffixe der schwachen Verben der 1. Klasse begann ebenfalls bereits im Ahd. Zu Beginn der mhd. Zeit wurden alle Suffixe den schwachen Verben zu –e abgeschwächt, wodurch die Unterscheidung der schwachen Verben nach den Klassen aufgehoben wurde. (1.Kl. ahd. – teilen, mhd. –teilen, 2. Kl. ahd. –diogon, mhd –dienen, 3.Kl. ahd. folgen, mhd. –folgen). Auf diese Weise verloren die Suffixe der schwachen Verben ihre Bedeutung. Der zu –e abgeschwächte Vokal zwischen dem Wurzelmorphem und der Personalendung blieb im Mhd. vorerst bestehen, wurde aber in der Folgezeit synkopiert oder verschmolz mit der Personalendung.

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