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15.Deklination der Substantive.

Das mittelhochdeutsche Substantiv. Man unterscheidet bei der Deklination des mhd. Substantivs folgende grammatischen Kategorien:

Kasus: Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ;

Numerus: Singular, Plural;

Genus: Maskulinum, Femininum, Neutrum.

Nach der Deklinationsart ist zwischen starken Substantiven (Gen. Sg. -(e)s, -e oder endungslos, z.B. Gen. Sg. Mask. des gastes, Gen. Sg. Fem. der kraft) und schwachen Substantiven (Gen. Sg. -(e)n, z.B. Gen. Sg. Mask. des boten) zu unterscheiden. Aus den Merkmalen der mhd. Formen ist noch teilweise eine ältere Einteilung der Substantive in bestimmte Deklinationsklassen ablesbar. Die Substantive, die im Mhd. stark flektieren, hatten ursprünglich - noch im Germ. - zwischen Wurzel und Flexionsmorphem ein vokalisches Element, das sog. Thema oder stammbildende Element, zur Verbindung von Wurzel und Endung. Man nennt daher die st. Deklination auch vokalische Deklination. Bei den sw. Substantiven diente ursprünglich ein konsonantisches Element zur Verbindung von Wurzel und Endung, deshalb sprechen wir hier im Mhd. noch von der konsonantischen DeklinationDer Zusammenfall der ahd. Endsilbenvokale a, e, i, o, u zu bewirkte, dass das Substantiv im Mhd. einen geringeren Bestand an unterscheidenden Flexionsendungen aufweist. Dieser Umstand fördert die Entwicklung des Mhd. zum analytischen Sprachbau hin. Starke Deklination. Die Gliederung der starken Deklination erfolgt nach den Genera, und zwar unterscheidet man bei den Maskulina a-, ja/u-, wa- und i-Stämme, bei den Neutra a-, ja-, wa-Stämme und Wörter mit Plural auf –er und bei den Feminina o- und i-Stämme. Schwache Deklination. Die schwach deklinierten Substantive aller drei Genera sind ursprünglich n-Stämme.

16.Der Gebrauch der Kasus. Entwicklung des Artikels im Mhd.

Der Gebrauch der Kasus im MHD stimmt in wesentlichen mit dem des AHD überein. Häufig ist nach wie vor der Genitivus partitivus nach Substantiven und Verben z.B. ein stücke brotes>ein Stück Brot. Gebräuchlich ist der Genetiv auch bei der Negation z.B. hastu niht gotelicher kraft >du besitzest keine göttliche Kraft. Sehr gebräuchlich ist der Genitiv als Objekt in Verbindung mit Verben. Charakteristisch für das Mittelhochdeutsche ist auch der Gebrauch des Genitivs als Prädikativ. Gänzlich verschwunden ist seit Ausgang des althochdeutschen Zeitalters der Instrumentalis; er wurde noch seit der Mitte des ahd. Zeitalters durch den Dativ mit der Präposition mit verdrängt. Das bedeutete den endgültigen Übergang zum heutigen deutschen Vierksus-System.

Die Weiterentwicklung der Kategorie der Bestimmtheit und Unbestimmtheit der Artikel. Bereits im ausgehenden ahd. Zeitalter erweiterte sich erheblich der Anwendungsbereich des bestimmten Artikels. Seit Beginn der mhd. Zeit beobachten wir auch den regelmäßigen Gebrauch des unbestimmten Artikels, so z.B. im „Nibelungenlied“. Auf diese Weise entsteht seit Beginn der mhd. Zeit die Opposition zwischen dem bestimmten und dem unbestimmten Artikel, und der Gebrauch beider Formen des Artikels wird regelmäßig.

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