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12.Vokalismus des Mhd., neue Konsonanten.

Das System des mittelhochdeutschen Vokalismus weist gegenüber dem althochdeutschen Zustand folgende Neuerungen auf. Es erscheinen umgelautete Vokale ä, ö, ü. Mit dem Ergebnis des sogenannten Sekundärumlauts entstandenen offenen Laut ä, verfügt der mhd. Vokalismus über drei Varianten des kurzen e-Lautes. Der lange e-Laut kommt dagegen in zwei Varianten vor: geschlossen und offen. Unter den Diphthongen erscheinen neue Phoneme iu, öu, üe

Die neuen Konsonantenphoneme sind [sch], [z] und labiodentales w [v]. 1. Entwicklung des neuen Lautes [δ]. Seit der Mitte des 11. Jhs erscheint statt AHD sk, sc die Schreibung sch. Die neue Schreibung erfolgt vermutlich nach dem Schema s + k > s + ch > [δ], z.B. AHD.skuld, sculd > MHD. schuld. Seit dem 13. Jh. wird [s] zu [δ] im Wortanlaut vor l, m, n, v. Für die Bezeichnung des [δ]-Lautes wurde die bereits vorhandene Schteibung sch benutzt. 2. Entwicklung des Lautes [z]. Um die Mitte des 13. Jhs wirds im Wortanlaut und im Inlaut vor Vokalen stimmhaft: [s] > [z], ohne dass diese Wandlung besonderen Ausdruck in der Schreibung findet: AHD. [s] sīn > MHD. sīn > NHD. [z] sein usw. 3. Wandel des Halbvokals w Im Ahd. und zu Beginn des Mhd. war w ein bilabialer Halbvokal, was die Formen ahd. seo 'See', G. swes, mhd. se, G. sewes bezeugen (der Halbvokal w wird im Wortauslaut vokalisiert). Im 13. Jh. entwickelt er sich zum labiodentalen stimmhaften Geräuschlaut.

13.Konsonantismus: Konsonantenverdoppelung. Auslautverhärtung.

Die Konsonantenverdoppelung ist im Mhd. weitgehend abgeschlossen und nur aus vorhergehenden Sprachperioden nachweisbar. Verdoppelt erscheinen im Mhd. die Konsonanten p, t, k, b, g, d, f, s, z, m, n, l, r. Man spricht bei den mhd. Geminanten von gedehnten oder langen Konsonanten. Während der erste Teil eine Silbe abschließt, eröffnet der folgende eine neue. Deshalb steht im Mhd. niemals Doppelkonsonanz im Wortauslaut, z.B. begin-nen, aber began. Es gibt zwei wichtigsten Geminationen: Urgermanische und Westgermanische. Die Geminanten erster Gruppe, die für alle germanische Sprachen zutreffen können, sind teils durch Zusammentritt gleicher Konsonanten bei der Wortbildung, teils durch Assimilation, teils durch Gefühlslautung entstanden. Westgermanische Gemination. Darauf ist im Mhd. das Nebeneinander von Formen wie knabe – knappe zurückzuführen. Es beruht darauf, dass in den westgermanischen Dialekten die Konsonanten j, m, n, l, r, w zur Dehnung des vorhergehenden Konsonanten geführt haben.

Auslautverhärtung. Im MHD werden die phonetischen Unterschiede je nach Stellung der Konsonanten im Inlaut oder Auslaut genauer wiedergegeben als im NHD.  Die stimmhaften Konsonsnten b, d, g werden im Auslaut oder vor einem stimmlosen Konsonanten stimmlos ausgesprochen und entsprechend geschrieben.z.B. mhd. tac – G.tages = nhd. Tag – G. Tages.

14.Konsonantismus: Assimilation. Dissimilation. Konsonantenschwund.

Unter Assimilation versteht man die völlige oder teilweise Angleichung eines Lautes an einen banachbarten. Es handelt sich um einen Vorgang, der in allen Sprachperioden wirksam wird und sowohl Konsonanten als auch Vokale erfaßt. Konsonantenveränderung infolge Assimilation:

-n- > -m- vor Labialen: aneboz > amboz

-mb- > -mm- oder –m-: zimber > Zimmer

-ent- + -v- > empf-: entvahen > emphahen

Zur Assim. gehört auch die „Erweichung“ des t zu d in den Konsonantenfolgen –nt-, -mt-, -lt-, -rt-, ein Vorgang, der bereits am Ende der ahd. Zeit begonnen hat: rumta > rumde

Konsonantenschwund infolge Assimilation. Die Assim. kann auch zum völligen Ausfall von Konsonanten führen. Es kommt z.B. zum Ausfall des mittleren von 3 Konsonanten:

Ausfall von –k-: tinkte > tinte

Ausfall von –t-: lustsam > lussam

Ausfal von –h- vor –st-, in der Konsonantenfolge –ht- und nach –r: hineht > hint; mihst > mist

Unter Dissimalation versteht man die Abänderung eines Lautes, wenn der gleiche Laut in der Nähe vorkommt, wodurch die Aussprache erleichtert wird. Daneben ist auch Veränderung der Reinhenfolge der Konsonanten oder sogar deren gänzlicher Schwund möglich. Häufig werden Liquiden und Nasale betroffen. Das Wortgut ist oft entlehnr. Konsonantenveränderung infolge Dissimilation:

nicht unmitelbar ausfeinanderfolgende –r- und –r- werden zu –r- und –l- oder –l- und –r-:marmor > marmul

-m- und –n- > -m- und –l- oder –n-: samanon > samelen

Konsonantenschwund infolge Dessimilation. Totale Dissimilation betrifft besonders das –n- in Endsilben vor einem Konsonanten, wenn die vorletzte Silbe bereits auf einen Nasal endet: honag > honec.

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