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Лекція 7 Теорет курс.docx
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3.Nominalformen des Verbs

1) Infinitiv I und II

Im Unterschied zu den finiten Verbformen, die konjugierbar sind, drücken die infiniten Formen (Nominalformen des Verbs) nicht die Kategorien der Person, des Numerus und des Modus, sondern nur die des Tempus und des Genus aus. Nach den morphologischen Merkmalen unterscheidet man drei infinite Verbformen: Infinitiv, Partizip I, Partizip II.

Die Grundform des Infinitivs ist der Infinitiv I (Präsens) Aktiv: lesen, kommen. Neben dem Infinitiv I Aktiv gibt es noch den Infinitiv II (Perfekt) Aktiv; gekommen sein, gelesen haben.

Zum Infinitiv I Aktiv und zum Infinitiv II Aktiv gibt es bei passivfähigen Verben entsprechende Passivformen – Vorgangspassiv und Zustandspassiv:

geöffnet werden (Infinitiv I Vorgangspassiv) - geöffnet worden sein (Infinitiv II Vorgangspassiv)

geöffnet sein (Infinitiv I Zustandspassiv) - geöffnet gewesen sein (Infinitiv II Zustandspassiv)

Infinitiv

Infinitiv I Infinitiv II

A ktiv Passiv Aktiv Passiv

Vorgangspassiv Zustandspassiv Vorgangspassiv Zustandspassiv

Der Infinitiv wird vor allem in Verbindung mit einem finiten Verb gebraucht, von dem die verbalen Merkmale getragen werden (Person, Zahl, Genus, Tempus, Modus).

Der Infinitiv ist immer Vollverb und erfüllt in den notwendigen Verbindungen mit finitem Nicht-Vollverb syntaktische Rolle:

1.des Subjektes (immer mit Partikel zu):

Zu schreien gehört sich nicht.

Es gefällt ihm, eingeladen zu werden.

Solche Verbindungen können nur wenige unpersönliche oder unpersönlich gebrauchte Verben eingehen.

2.des grammatischen oder lexikalischen Prädikatsteils (mit oder ohne zu):

Die Aufgabe war schnell zu lösen.

Ich konnte das übersetzen.

Wir werden verreisen.

Sie blieb stehen.

3.des Objektes (in der Regel mit zu) bei Verben, Adjektiven und Partizipien:

Ich hoffe, sie bald zu sehen. Er verlangte, den Schüler zu bestrafen.

Der Vater war stolz, diese Worte über seinen Sohn zu hören.

Alle waren erstaunt, so was zu sehen

Ohne Partikel zu wird der Infinitiv nach den Wahrnehmungsverben gebraucht:

Ich sah das Auto halten.

4.des Attributes:

Sein Bemühen, die Prüfung gut zu bestehen, wurde belohnt.

Er hat das Recht, diese Papiere zu lesen.

In der freien Verbindungmit dem finiten Verb (valenzunabhängigen Infinitivkonstruktionen (an)statt... zu, ohne... zu, um ... zu) erfüllt der Infinitiv die syntaktische Rolle der Adverbialbestimmung:

Der Junge ging ins Kino, (an)statt seine Hausaufgaben zu erfüllen.

Das Kind lief auf die Straße, ohne auf die Autos zu achten.

Er rennt, um die Straßenbahn zu erreichen.

Der Infinitiv kann isoliert gebraucht werden als Einwortsatz, der eine Aufforderung ausdrückt:

Absteigen! Singen! Aufhören!

Syntaktische Funktionen des Infinitivs beweisen seine nominalen Merkmale und als verbales Merkmal kann seine Funktion des Hauptvalenzträgers im zusammengesetzten Prädikat genannt werden.

2)Partizipien

Die Partizipien bezeichnen Eigenschaften von Wesen und Dingen, die als Ergebnis eines Geschehens entstanden sind. Sie besitzen sowohl nominale als auch verbale Merkmale, weil sie ihrer Entstehung, Bildung und ihrem Gebrauch nach zwischen Adjektiv und Verb stehen. Man nennt im Deutschen Partizipien „Mittelwörter". Wie finite Verben bezeichnen Partizipien ein Geschehen, aber ohne Bezugnahme auf den Täter und Kommunikationsprozess, darum enthalten sie die Kategorie des Modus nicht. Die Kategorien der Person, des Numerus sind für sie nicht eigen, wenn sie mit einem finiten Verb in Verbindung sind. Die Kategorie der Zeit wird bei ihnen im Verhältnis zum finiten Verb ausgedrückt; als Gleichzeitigkeit/Nachzeitigkeit („Präsenspartizip“ oder Partizip I) oder Vorzeitigkeit („Perfektpartizip“ oder Partizip II) zum finiten Verb.

Nominale Merkmale der Partizipien:

Die Partizipien stehen den Adjektiven nahe und können attributiv gebraucht werden: das gelesene Buch, das spielende Kind. In Verbindung mit einem Substantiv übernimmt das Partizip die adjektivischen Merkmale für Genus, Kasus, Numerus, Deklinationsart und Komparation (Partizip I in übertragener Bedeutung: die schreiendsten Farben, ein geeigneteres Beispiel). In Verbindung mit einem finiten Verb sind Partizipien in der Form unveränderlich, die verbalen Kategorien werden durch das finite Verb getragen. Man vergleicht die Genusformen von Partizipien als Prädikativ und als Attribut:

ihr Vortrag war überzeugend - ihr überzeugender Vortrag

sein Roman ist gelungen - sein gelungener Roman

Manche Partizipien werden als solche nicht mehr aufgefasst und sind zu Adjektiven geworden, ihre Verbindung mit dem Verb ist verblasst: verrückt, verlegen, spannend, glänzend, ausgezeichnet, dringend, geschickt usw. Die Partizipien können substantiviert werden, dabei behalten sie die Deklination der Adjektive bei: der Gelehrte, der Verwandte, der Abgeordnete, der Verwundete, der Erwachsene, der Reisende, das Unbekannte u.a.