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копылова (Deutsch in Geologie).doc
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Wortliste zum Text 5 s Adern - 1. Артерия; 2. Жила ; прожилок r Bruch - 1.Трещина,разлом;2. Обвал, обру-

шение; 3. каменный карьер;

4. болото, топь

e Erdkruste - земная кора

e Eruption - извержение(вулкана)

s Geheimnis - тайна

s Herangehen - подход

r Hauptschöpfer - главный созидатель, творец

s Rohr - труба, трубка

r Verfechter - защитник,поборник, борец

e Vergangenheit - прошлое

r Widerspruch - 1.противоречие;2.возражение

e Wirklichkeit - действительность

e Zusammensetzung - 1.состав; 2.образование,

abkühlen - охлаждать

anhäufen - нагромождаться, накапливаться,

ausfließen - вытекать

beobachten - наблюдать

s. beschränken - ограничиваться

eindringen - проникать

entgegenhalten - 1 сравнивать, противопоставлять

2 возражать

erforschen - исследовать

ermitteln - устанавливать, определять,

erstarren - застывать

erzeugen - 1 порождать; 2 создавать,

scheinen казаться, производить впечатле-ние

umfassen - охватывать

verfolgen - 1 преследовать;2 наблюдать

vorschlagen - предлагать

vorziehen - предпочитать

zusammenstellen - 1 сопоставлять;2 составлять

feinkristallin - мелкокристаллический

gläsig - стеклянный

gleich - равный, одинаковый,подобный

sogenannt - так называемый

überzeugt - убеждённый

unterschiedlich - разный,различный

vollständig - полный, полно

wiederum - 1 снова, опять; 2 наоборот,

напротив

wertvoll - ценный(весьма),драгоценный

der Ansicht sein -придерживаться взглядов, мнения

Gründliches Lesen

(Sprechenaufgaben zum Text 6 auf der Seite 9 )

  1. Allerwichtigste von Lagerstättenbildung

Das sind vor allem die magmatischen Lagerstätten, die zum Beispiel Eisen, Titan, Chrom und andere Erzminerale führen. Chrom und Titan sind übrigens Metalle mit hoher Schmelztemperatur. Ihre Entstehung braucht somit ein besonders “heißes” Milieu.

Die als Magma emporgetragenen Schmelzen kühlen rasch ab, wenn sie nahe an die Erdoberfläche gelangen. Bisweilen kühlen sie aber auch langsam ab, wenn sie verhältnismäßig tief in der Erdkruste zu liegen kommen. In diesen magmatischen Schmelzen finden ununterbrochene geochemische Umwandlungen statt. Sie beeinflussen entscheidend die Aufeinanderfolge, in der diese oder jene Erzminerale ausschmelzen und teilweise kristallisieren. Doch vorerst ist es unmöglich, mit eigenen Augen einen natürlichen Magmaherd zu sehen und die Erzbildungsprozesse zu beobachten.

Leichter wäre es, zu erfassen, wie durch Vulkanausbrüche Lagerstätten entstehen. Ihre Lava ist ebenfalls Magma, die “unterwegs” zur Erdoberfläche Erdgas, Wasserdämpfe und Gesteinsbrocken mit sich gerissen hat. Lava heißt übrigens aus dem Griechischen übersetzt “Brei.” Vulkanische Lagerstätten können also ein großes Sortiment nutzbarer Bodenschätze enthalten. Man findet hier Gold, Kupfer, Zink und Blei. Auch Schwefel, Quecksilber und andere chemische Elemente werden angehäuft, sogar Diamanten können hier lagern.

Eine besondere Rolle spielen postmagmatische Lagerstätten, die sich im Anschluß an die magmatischen Vorgänge abspielen. Das Magma kühlt ab. Die heißen Gase und Lösungen entweichen in die umliegenden bereits festen Gesteine. Dabei laufen viele chemische Reaktionen ab. Alte Minerale werden wieder aufgelöst, während sich neue, aus den herangeführten Lösungen, innerhalb der Gesteine niederschlagen.

Was aber geschieht dort, wohin die Glut des Magmaherdes nicht mehr gelangt? In diesem Falle spricht man von günstigen Bedingungen für die Bildung hydrothermaler Lagerstätten. Hydro – d.h. Wasser, thermos – warm. Die heißen wäßrigen Lösungen können sich durch Ritzen und Spalten der Gesteine ziemlich weit vom ursprünglichen Magmafluß entfernen. Auf ihrem Weg kühlen sie ab und schlagen Minerale nieder, wie z. B. Kupfer, Blei, Zinn oder Gold. In den Spalten und Klüften entstehen Adern hydrothermaler Bodenschätze.

Damit haben wir das von der Natur geschaffene Bild nur sehr grob, schematisch skizziert. In manchen Details entspricht es wahrscheinlich der Wirklichkeit nicht, in vielem aber kommt es ihr nahe. Wenigstens bestätigt dies die Erfahrung der Erkundungsgeologen, die gelernt haben, unter den verschiedensten magmatischen Gesteinen Erze zu suchen, die wertvolle Metalle enthalten. Dabei haben sie bestimmte Gesetzmäßigkeiten aufgeklärt, die bei der Standortverteilung von Erzlagerstätten eine gewisse Rolle spielen.

Einst bestieg der altgriechische Philosoph Empedokles den Ätna. Auf seinem Gipfel verweilte er bis ans Ende seiner Tage. Er versuchte, die “Arbeit” der unterirdischen Kräfte zu begreifen, wollte erfahren, wie Gold, Eisen, Kupfer oder Edelsteine entstehen.

Die Stelle, an der Empedokles, Hütte stand, nennt man heute den “Philosophenturm.”

Auch heute steigen Gelehrte zu den Vulkanen empor in dem Bestreben, die Geheimnisse der glühenden Tiefen des Planeten zu enträtseln. Oder sie versuchen, die Entstehungsbedingungen von Bodenschätzen in Laboratorien zu rekonstruieren, wobei Temperatur und Druck, die bestimmten Erdtiefen und Prozessen entsprechen, in Elektroöfen hergestellt werden. Im Wettstreit mit der Natur lernt der Mensch ständig Neues über die komplizierten Prozesse der Lagerstättenbildung kennen. Was heute gesichert erscheint, kann also morgen schon ganz anders aussehen.