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копылова (Deutsch in Geologie).doc
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Wortliste zum Text 19

e Abtastung - зондирование;обследование

r Abgrund - пропасть,бездна

r Abschnitt - участок

s Anzeichnen - признак

e Aufnahme - (фото)съемка;фотоснимок;фотография

r Einfall - падение(света)

e Erhebung - возвышенность;холм

e Faltenzone - складчатчя зона

e Feuchtigkeit - сырость;влажность;влага

s Flußtal - долина реки(речная долина)

e Funkortungsaufnahme - радиолокационная съемка

e Funkwelle - радиоволна

e Halbwüste - полупустыня

s Laub - листва,зелень

e Luftaufnahme - аэрофотосъемка

e Neigung - наклон,отклонение,наклонение

e Pflanzenbewachsung - растительный покров

s Raumschiff - космический корабль

e Richtung - направление

r Schatten - тень

e Schlucht - ущелье,каньон

e Scholle - глыба;пласт(земли); льдина; дислоциро-ванный массив

e Senke - впадина;низина

r Sichtbereich - диапазон,обозримость,видимость

r Träumer - мечтатель

s Trümmergestein - обломочная порода

s Vermögen - возможность,способность

e Verwerfung - сброс

e Voraussetzung - предпосылка

s.ausbreiten - распространяться

beruhen - основываться(на чем-либо)

durchfeuchten - пропитывать влагой,увлажнять

ergeben - выявлять,показывать

herauskommen - получаться,выходить (на фото)

hinschreiten - идти,шагать

messen - измерять

s. zurechtfinden - ориентироваться,разбираться(в чем-л)

allerhand - 1. кое-что,немало; 2. всякий,разный

buchstäblich - буквально

empfindlich - (свето)чувствительный

feingliedrig - хрупкий

flächenhaft - двухмерный

gegenwärtig - современный

gewaltig - огромный

räumlich - трехмерный,объемный

schräg - косой,наклонный

umsonst - зря,напрасно

in Augenschein nehmen - осмотреть что-л

im Begriff sein - собираться,намереваться (что-л сделать)

in der Gegenwart - в настоящее время

die Geheimnisse lüften - проникнуть в тайну,узнать тайну

Berechnungen anstellen - делать (производить расчет)

immer wieder - снова и снова

unter Mittag - после полудня

in der Tat - в самом деле

an Umfang gewinnen - увеличиваться,возрастать

von Wert sein - быть значимым,иметь ценность

Annotieren, Referieren, Übersetzen (Sprechaufgaben zum Text 20 auf der Seite 11 )

  1. Anhöhen, Senken und Flüsse

An einem der Leningrader Regenabende saß ich in der Bibliothek und sah die geologischen Arbeiten M.W. Lomonossows durch. Ich fand darin einen Ausspruch, der sich unmittelbar auf die neuen Erkundungsmethoden nutzbarer Bodenschätze bezog, Methoden nämlich, die mit dem Studium der Formen des uns umgebenden Reliefs verbunden sind.

Der Gelehrte schrieb: “Den Ort selbst, an dem Adern lagern, können folgende Merkmale offenbar machen: Ist irgendeine langgesteckte Schlucht oder Furche an einer Stelle vorhanden, von der man nicht denken könnte, Wasser habe sie ausgespült, so muß man dort suchen, denn der Berg wird allgemeine Merkmale von darin befindlichen Erzen zeigen.”

Was veranlaßte Michail Wassiljewitsch Lomonossow zu dieser Schlußfolgerung? Erfahrung oder Intuition des Forschers? Vielleicht hat er diese Zeilen auch geschrieben, nachdem er sich mit einem Bericht bekanntgemacht hatte, wonach man am Fluß Tagil einen Berg mit “einem magnetischen Nabel von über 2 m Höhe” erblickt hatte.

Vielerlei Ärger hatte dieser Berg den zaristischen Bürokraten bereitet. Im Jahre 1669 hatten sie eine Zarenurkunde u.a. folgenden Inhalts erhalten: “Dem Herrscher wurde kundgetan, daß es im Kreis Werchotursk einen magnetischen Stein gibt, er ist aus Eisenerz.”

Sogleich entsandte man den Strelitzenleutnant Fjodor Nakorjakow mit zehn Mann. Er ließ drei pud Erz (ca. 50 kg) brechen. Nur gab es damals niemanden im Ural, der das Erz hätte schmelzen und trennen können. Also brachte man es nach Moskau. Es wurde in der Waffenkammer erprobt, und man teilte mit, daß “das Eisen härter sei als das schwedische, doch zu jeglicher Sache tauglich”. Dann wurde der Magnetstein nach Riga gebracht zu dem Erzschmelzmeister Johannes Miller und schließlich zu dem holländischen Meister Andreas Tallus. Überall lobte man das Eisen aus dem Ural. In sowjetischer Zeit erwuchs hier das metallurgishce Kombinat Magnitogorsk, die “Magnitka”.

Weithin sichtbar sind die Vulkane inmitten der Ebene Zentralkasachstans. Wer sie aufmerksamer betrachtet, wird bemerken, daß sie meist aus dichten Quarzitgesteinen bestehen. Dazwischen lagern Kupfererze.

In einer Hügelkette Ostsibiriens streichen die kräftigen Flöze des Eisenerzbeckens von Angara-Pitsk an die Oberfläche aus.

Und im Aserbaidshan gibt es etwa 200 Anhöhen, die an Kegelstümpfe erinnern. Das sind Schlammvulkane. Das Interessanteste aber ist, daß sie den Erkundungsgeologen die Information liefern:In mehreren Kilometern Tiefe finden sich “schwarzes Gold” und “blauer Brennstoff”, d.h. Erdöl und Erdgas.

Der bekannte Geologe D.Golubjatnikow sagte einmal, daß die Schlammvulkane gewissermaßen Erkundungsbohrlöcher besonderer Art darstellen. Von der Natur selbst geschaffen, fördern sie Tiefenproben ölhaltiger Gesteine an die Erdoberfläche.

Auf der Oberfläche unseres Planeten finden wir auch viele Senken. Natürlich muß man nutzbare sedimentäre Mineralien wie Bauxite, Salze oder Kohle an Stellen suchen, die Senkungsgebiete sind oder es früher waren.

Die dunkle Färbung des Bodens und Nagetierhöhlen an der Oberfläche sind charakteristisch für lockere kohlenhöffige Ablagerungen. Sogar der herbstliche oder nächtliche Tau kann den Geologen eine Hilfe sein. Am schnellsten verschwindet er über Austritten von Kohlenflözen.

Der Kundschafter des Erdinneren untersucht aber nicht nur das heutige Relief. Er “sieht” auch das Relief vergangener Epochen, die ehemalige Oberfläche unserer Erde, die jetzt unter Gesteinsschichten verborgen ist.

Welcher Nutzen erwächst den Menschen schon daraus, wenn sie erfahren, wo das Bett eines Flusses früher war? Immerhin entdeckte gerade in einem solchen alten und heute verdeckten Flußbett der bekannte Wissenschafter lwan Michailowitsch Gubkin im Jahre 1910 Erdöllagerstätten.

Wer aufmerksam studiert, wie oft diese ehemaligen Flüsse ihren Lauf änderten, kann die Entwicklung des Erdreliefs verfolgen. Unter Einwirkung der Gravitationskräfte fließen die Gewässer von höheren zu tieferen Gebieten. Das heißt, die Flüsse sind natürliche Instrumente zur Bestimmung solcher Kräfte.

Seit langem schon suchen die Geologen unsichthare Schätze, wobei sie die Veränderungen der Gravitationskräfte an der Erdoberfläche berücksichtigen. Allerdings nicht, indem sie die Täler der heutigen und früheren Flüsse studieren, sondern mit Hilfe sehr empfindlicher Spezialinstrumente.

Wortliste zum Text 20

e Anhöhe - возвышенность,высота

r Bericht - сообщение;отчет; доклад

e Furche - складка,борозда

e Hügelkette - гряда(цепь)холмов

r Kegelstumpf - остаток кегля(усеченный кегель)

s Merkmal - примета,признак

e Nagetierhöhle - нора грызунов

r Schlammvulkan - грязевый вулкан

r Tau - роса

e Urkunde - грамота,документ,удостоверение

e Waffenkammer - оружейная палата

e Zeile - строка,строчка

ausspülen - размывать,подмывать

ausstreichen - (горн.)обнажаться,выходить на поверхность

s.bekanntmachen - знакомиться

berücksichtigen - принимать во внимание, учитывать

brechen - отломить, отбить

entsenden - послать,направить(кого-л)

erinnern an - вспоминать

erwachsen - происходить,проистекать

(из чего-л,отчего-л)

fließen - течь

heißen - называться;звать

loben - хвалить

mitteilen - сообщать

verschwinden - исчезать

immerhin - все-таки,все же,тем не менее

sedimentär - осадочный

Ärger bereiten -доставлять хлопоты, делать неприятности

seit langem - с давних пор; давно

Einführendes Lesen

(Sprechaufgaben zum Text 21 auf der Seite 9 )