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Учение об акционерных компаниях.doc
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§ 2. Jeder Aktionдr besitzt je nach der Anzahl seiner Aktien Miteigentum

an der Dampf-Dresch-Maschine, den dazu gehцrigen Utensilien und dem Gewinne,

der durch den Betrieb der Maschine erworben wird. Er haftet aber auch in gleicher

Weise fьr alle Verbindlichkeiten, welche aus dem ganzen Unternehmen entspringen.

§ 3. Fьr jede eingezahlte Aktie а 10 Taler erhalten die GesellschaftsMitglieder

von dem Vorsitzenden und dem Kassirer unterzeichnete Aktienscheine, die auf

den Namen lauten.

§ 4. Die VerдuЯerung von Aktienscheinen an Gesellschafts-Mitglieder ist

dem Kassirer sofort anzuzeigen, damit derselbe die notwendige Umschreibung

in dem Grundbuche vornimmt, und wird der VerдuЯerer bis zur geschehenen Unischreibung

als alleiniger Eigentьmer der Aktien angesehen. Eine VerдuЯerung an Andere,

welche nicht Gesellschafts-Mitglieder sind, ist dem Vorstande sofort anzuzeigen

und nur dann zulдssig, wenn seitens der Gesellschafts-Mitglieder nicht von

dem denselben zustehenden Vorkaufsrechte Gebrauch gemacht wird, und wenn der

Kдufer aus Herrstein, Mцrschied, Oberhosenbach, Breitental oder Niederhosenbach

ist.

§ 5. Der Besitz einer Aktie begrьndet, wenn der Inhaber in dem Grundbuche

als Eigentьmer eingetragen worden, Stinunrecht, so wie aktives und passives

Wahlrecht in der Generalversammlung.

§ 6. Ort und Zeit der Generalversammlung ist stets im Amtsblatte und

auf sonstige ortsьbliche Weise in den Gemeinden bekannt zu machen, desgleichen

der Gegenstand der jedesmaligen Verhandlung.

§ 7. Die Generalversammlung ist beschluЯfдhig, wenn mindestens swei Drittel

sдmmtlicher Aktien-Inhaber erschienen sind. Bei gewцhnlichen Abstimmungen

wird auf jede vertretene Aktie eine Stimme gerechnet. Bei Vornдhme von.Wahlen,

besonders bei Vorstands-Wahlen, hat jedoch jeder erschienene Mitglied nur

eine Stimme.

Ist eine vorschriftsmдЯig berufene Generalversammlung nicht beschlubfдhig

geworden, so ist nochmals eine solche einzuberufen, und soll diese zweite

Versammlung dann, auch wenn nicht 2/3 sдmmtlicher Aktien vertreten sind, beschluЯfдhig

sein, was bei der Einladung besonders hervorzuheben ist.

§ 8. Die Generalversammlung wдhlt alle zwei Jahre im Monate Juni einen

Vorstand von fьnf Personen aus ihrer Mitte, worin mindestens drei Ortschaften

vertreten sein sollen. Die Abstimmung ist schriftlich.

§ 9. Der so gewдhlte Vorstand wдhlt sich aus den Gesellschaftsmitglie

dem einen Vorsitzenden, Protokollfьhrer und Kassirer.

§ 10. Der Vorstand hat die Anschaffung der Maschine und der dazu gehцrigen

utensilien zu besorgen; er hat den Betrieb der Maschine zu regeln und zu ьberwachen,

das dazu notwendige Personal zu ernennen, nдmlich:

l) einen Geschдftsfьhrer und Maschinisten, 2) einen Heizer und zweiten

Maschinisten und 3) einen Einleger; er hat die Vergьtung des Personals festzustellen

und mit demselben die Kontrakte abzuschlieЯen. Der Vorstand hat femer die

etwa cotwendigen Reparaturen an der Maschine rechtzeitig vornehmen zu lassen.

Sodann hat der Vorstand das Rechnungs-und Kassenwesen der Gesellschaft

zu besorgen, die Aktien-Einzahlungen, sowie die Dreschgelder punktlich und

rechtzeitig einzuziehen und der Generalversammlung spдtestens bis zum 15.

Mai eines jeden Jahres Rechnung abzulegen.

§ 11. Zur Prьfung der Jahresrechnung wдhlt die Generalversammlung zwei

Mitglieder aus ihrer Mitte; welche ihr darьber Bericht erstatten, nachdem

sie die Rechnung revidiert, mit den Bьchern, insbesondere mit dem Handbuche

des Geschдftsfьhrers, verglichen und den baaren Kassenbestand gezдhlt haben.

Diese erteilen dann bei richtigem Befund Namens der Generalversammlung die

Decharge.

§ 12. Streitigkeiten ьber einzelne Punkte der Rechnung, sowie ьber Differenzen

zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern und zwischen Mitgliedern entscheidet

die Generalversammlung, ohne daЯ eine Berufung gegen diese Entscheidung zulassig

wдre.

§ 13. Der Vorsitzende des Vorstandes der Gesellschaft hat nicht nur die

Leitung der Verhandlungen in den gewohnlichen Vorstandssitzungen, sondern

auch in der Generalversammlung zu ьbernehmen und kann er, so oft der Vorstand

es wьnscht, die Generalversammlung berufen. Auf den Antrag der Aktionare muЯ

er dies nur dann, wenn mindestens 50 Aktien-Inhaber solches schriftlich verlangen.

§ 14: Der K a s s i r e r hat die Kasse der Gesellschaft zu fьhren, und

erhдlt dafьr auf den Vorschlag des Vorstandes eine von der Generalversammlung

festzusetzende Gratifikation. Der Vorsitzende und die ьbrigen Mitglieder erhalten

nur fьr Reisen, die sie im Interesse der Gesellschaft machen mьssen, Vergьtungen,

und werden letztere von dem Vorstand festgesetzt und angewiesen. Der Kassirer

fьhrt das Grundbuch ьber die Inhaber der einzelnen Aktien und hebt die Gelder

nach Anweisung des Vorsitzenden und nach dem von dem Geschдftsfьhrer gefьhrten

Handbuche.

§ 15. Die Mitglieder des Vorstandes sind verpflichtet, sich einzeln im

Interesse der Gesellschaft um die Art des Betriebes der Maschine zu bekьmmern,

das Handbuch des Geschдftsfьhrers nachzusehen, Beschwerden gegen das Dienstpersonal

entgegenzunehmen und an den Vorstad zu bringen, welcher ьber dieselben entscheidet.

§ 16. Die Maschine beginnt alljдhrlich mit dem Dreschen, sobald das Kцm

geschnitten ist, und hat der Vorstand nach Anhцrung der ьbrigen Aktionдre

dann die Reihenfolge des Ortes zu bestimmen, wo die Maschine arbeiten soll.

§ 17. In den einzelnen Orten haben die Aktionare das Vorrecht mit dem

Ausdreschen, und hat das betreffende Vorstandsmitglied daselbst mit dem Geschдftsfьhrer

die Reihenfolge im Dreschen zu bestimmen, auch die Ordnung dabei zu handhaben.

§ 18. Der Transport beider Maschinen hat immer der Ort zu ьbernehmen,

welcher dieselben zunдchst erhдlt. Ebenso fallen die Heizungskosten der Dampfmaschine

den Eigentьmern des gedroschenen Getreides zu, welche ьberhaupt den Brandbedarf

rechtzeitig an Ort und Stelle zu liefern haben. In Betreff der Aufstellung

der Maschine haben sich die Getreideeigentьmer den Anordnungen des Geschдftfьhrers

zu fьgen und die von demselben fьr erforderlich gehaltene Anzahl Arbeiter

zu stellen; desgleichen haben sie das zur Speisung der Dampfmaschine nцtige

Wasser zu liefern und das Getreide so bereit zu halten, daЯ mit dem Dreschen

ununterbrochen fortgefahren werden kann, auch dafьr zu sorgen, daЯ sich in

dem zu dreschenden Getreide keine fremden Gegenstдnde befinden, welche die

Maschine gefдhrden kцnnten.