Добавил:
Upload Опубликованный материал нарушает ваши авторские права? Сообщите нам.
Вуз: Предмет: Файл:
Stilistik schpora.docx
Скачиваний:
1
Добавлен:
01.04.2025
Размер:
89.19 Кб
Скачать

15. Stilistische Charakteristik der Umgangssprache (auch Alltagssprache)

ist die nicht standardisierte Sprache, die im taglichen Umgang benutzt wird. Sie kann ein Dialekt sein oder eine Zwischenstellung zwischen Standardsprache (Hochsprache) und Dialekt einnehmen. Besonders soziale und regionale Gegebenheiten pragen sie. wird als „volksmundlich“ bezeichnet.

Hohere Mobilitat, Fremdenverkehr, Massenmedien, EDV, U-Musik und anderes beschleunigen heute die alltagliche Sprachentwicklung. Ohnehin lehnt sich die formelle Beschreibung einer Sprache an die Umgangssprache an. Sie nimmt Elemente aus ihr auf und verandert sich mit. Einflusse – Jugendsprache, Soldatensprache, Gefangnissprache, Studentensprache, Bergmannssprache, Jagersprache, Fachsprachen usw.

Die gegenwartige Mobilitat und die Massenmedien schmalern die Zahl der Mundarten und Dialekte kontinuierlich. Zugleich schwindet der Regionalcharakter umgangssprachlicher Elemente.

Der Gebrauch vom Konjunktiv in der Umgangssprache - selten verwendet. Der Konjunktiv I wird meist durch den Indikativ ersetzt, zum Beispiel:Er hat gesagt, dass er ins Theater geht.anstatt Er sagte, dass er ins Theater gehe. Fur den Konjunktiv II wird in der Umgangssprache meist der moderne Konjunktiv (Die „wurde“-Form) verwendet, zum Beispiel: Er hat gesagt, dass er ins Theater gehen wurde.anstatt Er sagte, dass er ins Theater ginge.

16. Wechselwirkung der Hoch- und Umgangssprache.

Die geschriebene Form einer Sprache entspricht in der Regel der Hoch- oder Standardsprache. Sie genisst in der Regel hoheres Ansehen als die gesprochene Form und weist meist eine komplexere grammatische Struktur und einen spezifischen Wortschatz auf. Der Gebrauch von Hoch- oder Umgangssprache hangt von der jeweiligen Sprechsituation ab. Als uberregionale Verkehrssprache wird bei offiziellen Anlassen oder formellen Sprechsituationen die Hochsprache benutzt. In informellen Sprechsituationen uberwiegt der Gebrauch der Umgangssprache. Oftmals ist der Gebrauch von Hoch- bzw. Umgangssprache abhangig vom Bildungsniveau.

Verwendet ein Sprecher zwei Varietaten einer Sprache in unterschiedlichen Situationen, nennt man dieses Phanomen Diglossie und Personen - diglossisch (charakteristisches Beispiel das Schwyzerdutsch der deutschsprachigen Schweiz). Die Standardsprache entwickelt sich in den meisten Sprachen aus dem Dialekt, der sich gegenuber den anderen durchsetzen konnte und schlielich als allgemein verbindlich angesehen wird. Nur wenige Menschen sprechen tatsachlich eine ausgepragte Hochsprache. Vielmehr nahern sie ihre eigene regionale Sprachvarietat der Hochsprache an.

17. Mundarten und nationale Varianten der gegenwartigen deutschen Sprache aus stilistischer Sicht.

1. Besonderheiten der osterreichischen Variante. Die nationalen Einheiten der Osterreich gesprochenen und beschriebenen Literatursprache sind qualitativ betrachtet, verhaltnissmassig unbedeuten uns stoeren bei Verstandigung zw Deutschen und Ostereichern nicht. In quantitativer Hinsicht sind sie auf lex-scher und phonet-scher Ebene ziemlich zahlreich, auf garmmatischer hingegen ganz gering. In der Gegenwartssprache der Osterreicher machen sich 2 einander wiedersprechende Tendenzen wahrnhmbar einmal der Hang zur Wahrung und Vermehrung der nationalen Eigenheiten. Zum anderen sieht man engegengesetzte stroemung eine gewisse Ausgleichstendenz, die nationalen Besonderheiten abzuschleifen und auf diese Weise die beiden literarischen Varianten einander naeherzubringen.

a) Grammatische Besonderheiten. Die Verben sitzen, liegen, stehen werden mit sein konjugiert. Nur die schwachen Formen der Verben werden als natioanl berechtigt; hauen-haute-gehaut (umg) Dass der Oesterreicher im Perfect berichtet und erzahlt, wahrend der Deutsche das Prateritum gebraucht, gehort zu den aufalendsten gr-stilistischen Unterscheidungsmerkmalen. Sowie auch der Konjunktivgebrauch oder der Artikelgebrauch vor Eigennamen.(Der Karl, die Fischers)

Auf dem gebiet Wortbildung fallen die typisch oester. Verkleinerungssufixe -l, -el,erl auf Tucherl, Wuersteln.

b) Lexikalische Bes-heiten. - bes. stark bemerkbar. Am zahesten halten sich die typisch osterreichischen Bezeichnungen von Speisen wie Karfiol (dt Blumenkohl), Paraddeiser (dt Tomaten), Marille (dt Aprikose).

c) Phonetische Bes-n. Man erkennt den Oesterreicher an der Assimilation nach der Stimmhaftigkeit im Wort- und Silbenauslaut Roslein mit stimmhaftem Z, taglich mit g. Das Suffix -ig mit -ik ausgesprochen. Das anlautende ch in fremdwortern wird wie k ausgesprochen Chemie, chinesisch. Die geschlossenen Aussprache des kurzen i und u (hinauf, Mutter). Der leise Einsatz (beachten, ereignen.

Verschiedenheiten in der Wortbetonung treten bei einzelnen fremdsprachigen, aber vielgebrauchten Wortetrn auf nicht 'Kaffe sondern Kaf'fee, Ta'bak, Mathe'matik, Uniform.

Соседние файлы в предмете [НЕСОРТИРОВАННОЕ]