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Text Ausländer gesucht

Trigema produziert nur in Deutschland. Wir werden auch in Zukunft die deut­schen Arbeitsplätze sichern, wirbt der mittelständische Bekleidungs­hersteller aus dem Schwabenland wohl wissend, daß so etwas in Zei­ten höher Arbeitslosigkeit bei Kun­den Imagepunkte bringt. Wie aber sieht die Situation bei den großen Unternehmen aus, wo arbeiten ihre Mitarbeiter in Zeiten der Globali­sierung? Wo werden sie künftig ar­beiten?

Tatsächlich beschäftigen die mei­sten industriellen deutschen Arbeit­geber immer noch weniger Mitar­beiter im Ausland als im Inland trotz aller Reden über die Interna­tionalisierung. Bei den Energiekonzernen, die allerdings auch einen Großteil ihres Geschäftes hierzu­lande machen, aber auch bei inter­national tätigen Unternehmen wie Zeiss oder der Deutschen Babcock arbeiten die Beschäftigten in erster Linie in Deutschland.

Der Trend aber weist ins Aus­land: Als der Deutsche Industrie-und Handelstag (DIHT) 7200 west­deutsche Unternehmen nach ihren Plänen befragte, gab über ein Vier­tel die Auskunft, die Produktion aus Deutschland verlagern zu wollen. Anderswo sei Arbeit billiger, Steu­ern seien niedriger und Investitio­nen lohnender. Deshalb, so die Schlußfolgerung, würde im Ausland investiert, und damit würden auch langfristig Arbeitsplätze aus Deutschland verlagert.

Tatsächlich liegen die deutschen Auslandsinvestitionen deutlich hö­her als noch zu Beginn der neunzi­ger Jahre. Im vergangenen Jahr be­trugen sie immerhin 38 Milliarden Mark. Das Fazit, dies sei der Beweis dafür, daß vor allem die Billigkon­kurrenz zu Dumpingpreisen die Ar­beit raubt, ist jedoch falsch. Erstens entpuppt sich die vielbeschworene Globalisierung bislang vor allem als Europäisierung: 64 Prozent aller deutschen Direktinvestitionen flös­sen im vergangenen Jahr ins euro­päische Ausland, 24 Prozent in die Vereinigten Staaten — und damit eben nicht in die klassischen Billig­lohnländer.

Und zweitens investieren viele Unternehmen jenseits der Grenzen, um in anderen Ländern schlichtweg präsent zu sein. Es gehe darum, „in dynamischen Märkten mitwachsen zu können“, erläutert BASF-Chef Jürgen Strube den Drang seiner Branche ins Ausland. Es funktio­niere nicht mehr, so Strube weiter, die Bundesrepublik nur als Aus­gangsland von Exporten und den Rest der Welt als Empfänger zu sehen. Der Ökonom Ethan B. Kap­stein beschreibt dieses Verhalten mit der sogenannten Fahrrad-Theorie: Wer bei der Globalisierung nicht mitmacht, fällt um.

Die chemische Industrie gibt sich besonders international: Hier hat die Auslandsproduktion bereits zwei Drittel des deutschen Branchenum­satzes erreicht. Hoechst-Chef Jür­gen Dormann bezeichnet sein Un­ternehmen als non-national Company manch alt­eingesessener Hoechster kämpft noch mit diesem Kulturbruch.

Andere Bran­chen ziehen längst nach: Daimler läßt sein neues Gelän­defahrzeug der M-Klasse in Alabama fertigen. Die A-Klasse läuft ab 1998 nicht nur in Rastatt sondern auch in Brasilien vom Band. Und Siemens legt den Grundstein für ein Halbleiterwerk in Portugal, produziert Chips im eng­lischen Newcastle und in Malaysia. Die Wertschöpfung müsse da­hin gehen, wo das Geschäft gemacht wird, argumentiert Siemens-Chef Hein­rich Pierer. Ein kur­zer Blick in die Ta­belle verdeutlicht dies: Die meisten Un­ternehmen setzen prozentual viel mehr im Ausland um, als sie dort Mitarbeiter beschäftigen. Vor al­lem im Ausland wuchs der Umsatz in den vergangenen Jah­ren deutlich: Allein bei Bosch nahm er im Vergleich zum Vor­jahr um 24 Prozent zu.

Zwar gibt es kein Naturgesetz, das ähnliche Auslandsanteile bei Um­satz und Mitarbeiterzahl verlangt. Beobachtet man aber, wo Unter­nehmen investieren, wo also künftig Fabriken stehen wer­den, liegt eine Schlußfolgerung nah: Die großen deutschen Arbeitgeber schaffen Arbeitsplätze vorzugsweise dort, wo sie neue Absatzchancen se­hen. Bayer-Chef Manfred Schneider formuliert das so: „Die Beschäftigung des Konzerns wird 1997 voraussicht­lich wachsen. Ein beträchtlicher Teil der Neueinstellun­gen entfällt auf die Verstärkung der weltweiten Marktpräsenz”.

AUFGABEN ZUM TEXT

Aufgabe 1. Lesen Sie den Text. Beschreiben Sie die Lage eines der drei Unternehmen:

  1. den Umsatz des Unternehmens:

  • den Umsatz von …(Name des Unternemens) in … (geographischer Ort) beträgt … Prozent;

  • der Umsatzanteil in … liegt bei … Prozent;

  • beläuft sich auf … Prozent;

  • auf den Umsatz in … entfallen … Prozent.

  1. die Verteilung der Arbeitsplätze des Unternehmens:

  • das Unternehmen beschäftigt in … … Pozent seiner Mitarbeiter;

  • in … werden … Prozent der Mitarbeiter beschäftigt;

  • der Anteil der Arbeitsplätze in … beträgt … Prozent.